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Im Mai spielen auf Schloss „Burg Namedy“ international bekannte Künstler

Kammermusikfestival der besonderen Art

08.04.2019 - 15:19

Andernach. Ein schöpferischer Einfall, eine plötzliche Erkenntnis, eine erhellende Idee – die Inspiration steht meist am Anfang eines kreativen Prozesses. Auch Komponisten schöpften und schöpfen aus den Quellen der Eingebung. Manchmal sind es Menschen, die den eigenen Lebensweg begleiten, Vorbilder, die einem die musikalischen Impulse geben.

Die Andernacher Musiktage auf Schloss „Burg Namedy“, die im Rheinland seit nunmehr 29 Jahren als herausragendes Kammermusikfestival gelten, werden in diesem Jahr (3. bis 5. Mai) unter dem Motto „Family and Friends“ aufzeigen, dass Familienbande und Wahlverwandtschaften eine wichtige Quelle der Inspiration waren, innerhalb einer Epoche (Haydn, Mozart, Beethoven), manchmal aber auch über Jahrhunderte hinweg (Schumann, Kurtág). Schlossherrin Heide Prinzessin von Hohenzollern, der die Gesamtleitung des Festivals obliegt, die künstlerische Leiterin Nina Tichman und das Kulturamt der Stadt Andernach haben sich mit den gastierenden Künstlerinnen und Künstlern vorgenommen, den verbindenden Idealen der ausgewählten Komponisten nachzuspüren. „Es war ein Abenteuer“, erinnerte sich Heide Prinzessin von Hohenzollern mit Blick auf den damaligen Auftakt der Musiktage und ihrer jetzt fast 30-jährigen Geschichte. „Es hat uns immer unheimlich Spaß gemacht. Die Künstler wohnen auch bei uns – ein besonderes Erlebnis, was dem Publikum nicht vermittelt werden kann.“ Im Rahmen einer Pressekonferenz, zu der auch Vertreter der Politik, Mitglieder des Förderkreises „Burg Namedy“, Freunde und Sponsoren geladen waren, griff Oberbürgermeister Achim Hütten das Stichwort „Abenteuer“ auf und erinnerte an die vor drei Jahrzehnten zwingend angesagten Sanierungsmaßnahmen im historischen Kleinod „Burg Namedy“. Godehard Prinz von Hohenzollern (gestorben 2001), der mit seiner Frau Heide damals das Anwesen seines Vaters Albrecht Prinz von Hohenzollern übernahm, entwickelte die Idee, das Schloss als kulturelles Zentrum zu beleben. Besonders am Spiegelsaal hatte der „Zahn der Zeit“ genagt, sogar an einen Abriss wurde gedacht. Neben damals gewährten Fördermitteln des Landes und des Landesdenkmalamts bot und bietet der 1992 gegründete Verein „Förderkreis Burg Namedy“ (über 300 Mitglieder) eine materielle und ideelle Unterstützung. Sein Vorsitzender Achim Hütten dankte allen, die durch ihr Engagement das kulturelle Leben auf Schloss „Burg Namedy“ ermöglichen.

Das Motto „Family and Friends“ (Familie und Freunde) verbindet die Komponisten und zahlreiche Werke der Andernacher Musiktage 2019. Zwei Beispiele: Das Ehepaar Clara und Robert Schumann war eng befreundet mit Felix Mendelssohn und dessen Schwester Fanny Hensel. Und Johannes Brahms wurde erst durch Robert Schumann bekannt, mit dessen Familie er eng befreundet war. Die heute in Köln lebende New Yorkerin, mehrfach ausgezeichnete Pianistin und Musikhochschulprofessorin Nina Tichman, der seit 2016 allein die künstlerische Leitung der Musiktage obliegt, gab ein Beispiel für Wahlverwandtschaften und kompositorische Bezüge, indem sie ein Klavierstück der Komponistin Fanny Hensel spielte. Familiäre und freundschaftliche Beziehungen werden jedoch nicht nur im Konzertprogramm 2019 offenbar, sie bestehen auch unter den ausführenden Künstlern. Wie im international prominenten Streichquartett Cuarteto Casals mit den Brüdern Abel und Arnau Tomàs (Violine und Violoncello) und der Geigerin Vera Martinez und ihrem Bruder, dem Pianisten Claudio Martinez Mehner. Neben diesem Ensemble werden Nina Tichman und der Klarinettist Francois Benda virtuos und gefühlvoll die Notationen der ausgewählten Komponisten umsetzen. Die bemerkenswerte Qualität der Solisten und Ensembles, stets wechselnde Themen, die professionelle organisatorische Umsetzung und natürlich das historische Ambiente der Burg Namedy sind quasi die Zutaten des Erfolgsrezepts der Andernacher Musiktage. Drei Tage Kultur auf höchstem Niveau – ein Festival, das sich durch seine Unverwechselbarkeit, seine künstlerische Qualität und seine Vielfalt in der rheinland-pfälzischen Kammermusikszene einen klangvollen Namen erarbeitet hat.


Das Programm


Freitag, 3. Mai, 19 Uhr: Eröffnungskonzert, Johannes Brahms, FAE Sonate, Clara Schumann, Drei Romanzen für Violine und Klavier, György Kurtag, Hommage an R. Sch, Robert Schumann, Märchenerzählungen, Beethoven: Streichquartett Nr. 14 cis-moll op.131.

Samstag, 4. Mai, 19 Uhr: im Fokus György Kurtág, Mikroludien Opus 13, Bela Bartók, Contrasts, Robert Schumann, Klavierquintett.

Sonntag, 5. Mai, 12 Uhr: ein Tag zum Verweilen auf Burg Namedy, Matinee Felix Mendelssohn, Andante und Allegro, Fanny Hensel, zwei Lieder ohne Worte, Robert Schumann, Fantasiestücke für Klarinette und Klavier, Max Bruch, Auswahl aus Acht Stücke für Klarinette, Bratsche und Klavier.

Nach der Matinee können die Besucher einen hoffentlich sonnigen Frühlingstag bei lockerer Musik, Unterhaltung und einem kleinen Imbiss rund um die Burg erleben. 17 Uhr: festliches Finale, György Kurtág, JS Bach Auswahl aus Jatekok, Felix Mendelssohn, Streichquartett f-moll, Opus 80, Mozart, Klarinettenquintett. Weitere Informationen gibt es unter www.andernachermusiktage.de.

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Kommentare
juergen mueller:
Die SPD ist weder sozial noch bunt. Das letzte Aufbäumen einer Partei, der schon lange nichts mehr einfällt, ausser REDEN. Die deutsche Politik allgemein ist letzten Endes gar nicht bereit, um Besserungen zu bewirken - macht was sie will, verpulvert Millionen an Steuergelder - der Dumme ist der Steuerzahler - drückt sich vor ihren Aufgaben, legt ein Showgehabe an den Tag und zwar kommunal, landes- wie vor allem bundesweit, dass es einen nur noch ankotzt. Wie TV-Philosoph Precht mit Recht sagt:"Wir leben in einer (kranken) Gesellschaft, in der die Eliten das untere Drittel aufgegeben haben". Die Zahl der Menschen, die Gefahr laufen, da weiter herunterzurutschen, ist enorm - Dank einer Politikerkaste, die in erster Linie nur an sich denkt - baut sie Scheiße, wird ohne Konsequenz zurückgetreten.
K. Schmidt:
Das Schlimme ist ja eigentlich, dass es vermutlich wirklich eine nennenswerte Zahl von Leuten gibt, die glauben, mit bunten Lichtern in der Hand tatsächlich etwas bewirken zu können. Man könnte genauso gut Aktionen erfinden wie z.B. "Käsebrot für den Weltfrieden", und jeder der morgens ein Käsebrot frühstückt kann sich als Hüter des Weltfriedens feiern. Das ist der Welt und den Kriegstreibern zwar egal, aber fürs eigene Gemüt hat man was tolles auf die Beine gestellt. So wird auch dieser bunte Laternenumzug. Stupide Symbolpolitik, von Menschen die außer solchen Symbolen ansonsten wenig bewirken, gegen Menschen denen die Symbolik am Allerwertesten vorbeigehen wird. So wird die AfD nicht geschwächt, die SPD nicht wieder erstärken, und die Welt nicht verändert.
Stefan Knoll:
Man muß kein Fan der SPD sein, um diesen absolut notwendigen Widerstand gegen die AfD zu unterstützen. Gerade bei der AfD Rheinland-Pfalz potenziert sich stark rechtes Gedankengut und politische Unfähigkeit zur einer höchst gefährlichen Mischung. Genannt seien hier nur die Namen des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Uwe Junge und Justin Cedric Salka, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden der AfD Westerwald, die beide im Verfassungsschutzbericht zur AfD erwähnt werden.
Juri Kanzow:
Sie war, trotz anderem Bemühen, nicht echt. Die Gossensprache der Frau Nahles kam unwirklich und gekünstelt herüber - und genau das ist eben nicht das Kennzeichen der echten Gossensprache. Die Frau wollte sich mit der Gossensprache bei den Kleinen Leuten anbiedern. Die aber durchschauten, dass da ein Emporkömmling es in die abgehobene Paukerkommune namens SPD-Führung geschafft hatte und in Wirklichkeit von oben herunter abwimmelte und vernebelte. Den katastrophalen Druck, den die unkontrollierte Einwanderung auf die Kleinen Leute ausübte (ihre bezahlbaren Wohnungen fast weg, ungekannter Konkurrenzkampf um schlecht bezahlte Arbeitsplätze trotz Mindestlohn, Sozialleistungen fast pari für deutsche Malocher und entlegene Einwanderer usw.) hat Frau Nahles konsequent in die rechte Ecke verschoben und das SPD-Desaster damit katalysiert. Der Absturz ins Bodenlose geht für die Partei so lange weiter, wie die genannten Themen auf dem Verbots-Index der Partei stehen.
Wally Karl:
Gott sei Dank!
Horst Daleki :
Ich kenne seit ihrem 17 Lebensjahr sie hat am Ende richtig gemacht leider hat sie meine Wahrung vor den Schmarotzer und Schleimer nicht wahrgenommen.
Uwe Klasen:
In einem Dokument auf der Webseite von AI zeigt diese NGO, dass Objektivität, Wahrheit und Wissenschaftlichkeit für sie keine Rolle spielen, wenn es um Israel geht. Damit ist AI als sogenannte "Menschenrechtsgruppe" gut Aufgehoben unter den Antisemiten dieser Welt!
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