Allgemeine Berichte | 17.05.2019

Erster Platz für Arda Okuklu und sein Coach Gabriel Hermes beim „Beathoven Battle“

Mehr als nur tanzen. Einfach cool, flippig, stylish

5, 6, 7, 8 – drehen, ran, nach vorn, boom!

Zwei Hip Hopper, denen die Moves im Blut liegen. Foto: MIH

Höhr-Grenzhausen. Beim „Beathoven Battle“ in Bonn sicherten sich Arda Okuklu und sein Coach Gabriel Hermes aus dem Studio „up2move“ im März den ersten Platz. In einer circa eine Minute langen Choreografie muss beim Auftritt in einem Battle jede Bewegung stimmen. Gerade für den 12-jährigen Arda aus Höhr-Grenzhausen, der zunächst gar nicht antreten wollte, ist der Erfolg Anreiz beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.

Berufswunsch Tänzer

Arda geht hier zur Schule und tanzt inzwischen seit sechs Jahren Hip Hop. Zu dieser Tanzrichtung ist er durch das Anschauen von Videos gekommen. Er fand das einfach cool. Die Musik. Die Bewegung. Die Moves. Also wollte er das auch können, was die Tänzer auf dem Video boten. Mit seinem Freund besucht er einmal in der Woche das „up2move“ und lernt hier bei seinem Trainer und Coach Gabriel was Hip Hop bedeutet, wie man den Beat fühlt, Schritte wie X-Step und Slides tanzt, und die Bewegungen flüssig im Einklang mit der Musik umsetzt. Und Arda ist ein Naturtalent. Er macht das einfach. Der Hip Hop liegt ihm im Blut. Besonders gefällt ihm daran, dass man dabei toll frei tanzen und „Choreos“ lernen kann. Und was möchte Arda einmal werden? Hip-Hop-Tänzer natürlich! Welch eine Frage.

Hip Hopper mit Leib und Seele

Gabriel Hermes macht das Training mit Arda und den anderen Kids sehr viel Spaß. Der BWL-Student aus Weißenthurm tanzt seit seinem 10. Lebensjahr Hip Hop. Dazu gekommen ist er durch Tanzfilme und Straßenkünstler, die er in Großstädten gesehen hat. Auf eine bestimmte Hip-Hop-Subkultur spezialisiert hat er sich nicht. Von sich selbst sagt er: „Ich tanze alle Stile wie z. B. Popping, Locking, Oldschool, Newstyle, Dancehall und R’n’B. Für’s breaken bin ich ein viel zu großer Tollpatsch.“, lacht der sympathische junge Mann im Interview. Sechs Mal wöchentlich trainiert er Menschen, denen dieser Tanzstil gefällt und die ihn erlernen wollen. Donnerstags ist er im Studio „up2move“ in Höhr-Grenzhausen. Rund 30 Hip Hopper nimmt er hier unter seine Fittiche. Er organisiert Auftritte auf Festen und fährt mit den Jugendlichen zu Battles. Man kennt ihn in der Szene. Ständig trainiert er für sich selbst neue Moves. Für ihn ist Hip Hop schon immer eine Möglichkeit gewesen sich selbst auszuleben, da er dabei sein kann, wie er ist. Ein bisschen verrückt und crazy, ohne sich verstellen zu müssen. Wichtig ist ihm dabei der Freestyle, also seinen Stil so tanzen zu können wie er es mag und sich dabei größtmöglich entfalten zu können. Seinen Job als Trainer macht er mit Leidenschaft, denn er liebt und lebt den Hip Hop, für ihn ist es ein ganzheitliches Lebensgefühl.

Zwei Hip Hopper, denen die Moves im Blut liegen. Foto: MIH

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