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-Anzeige- „Mission Steillage“ präsentierte ihr Erstlingswerk

„Mission Steillage“ wurde erfüllt

Zwei Dutzend Jungwinzer der Weinmanufaktur Dagernova stellten ihren 2015er Spätburgunder im Alten Winzerverein vor

07.11.2016 - 18:18

Dernau. Mission erfüllt, dabei die Erwartungen auch noch übertroffen. So lautet das Fazit der ersten offiziellen Veranstaltung der „Mission Steillage“, dem noch jungen Zusammenschluss der Jungwinzer der Weinmanufaktur Dagernova. Der Winzernachwuchs gestaltete das traditionelle „Maatelsjass“-Erntedankfest um zu einem neuen Jungwinzerevent, der gleich bei der Premiere hervorragend besucht war. Gut 400 Besucher bevölkerten die Kelterhalle im Alten Dernauer Winzerverein, die die zwei Dutzend Jungwinzer zuvor feiergerecht umdekoriert hatten.

Im Mittelpunkt des Geschehens stand der erste Wein, den die „Mission Steillage“ komplett vom Weinberg bis zur Flasche hergestellt hatte. Es handelt sich um einen 2015er Spätburgunder aus der Steillage, der mit 85 Grad Oechsle gemessen worden war und vom stellvertretenden Kellermeister Kevin Bertram trocken und mit eher wenig Alkoholgehalt ausgebaut wurde. Er ist seit September im Verkauf und schon jetzt ein echter Renner, wie „Mission Steillage“-Sprecherin Meike Stabe erklärte. „Beim Thema Jungwinzervereinigung sind wir von der Dagernova definitiv nicht die ersten“, gab sie zu und ergänzte: „Wir wollen auch das Rad nicht neu erfinden.“ Es gehe vielmehr darum, sich regelmäßig über verschiedene Themen innerhalb einer jungen Gruppe auszutauschen, voneinander zu lernen und die überaus unterschiedlichen Fähigkeiten zum gemeinsamen Erfolg zu kombinieren. Und nicht zuletzt gehe es den jungen Winzern bis 35 Jahren darum, das Thema „Steillagen-Weinbau“ stärker ins Bewusstsein zu rücken.


Perfekte Kombination aus Tradition und Moderne


„Mission Steillage“ steht demnach für eine moderne, junge Winzergeneration. Unter den Mitgliedern befinden sich nicht nur gelernte Winzer, sondern auch IT-ler, Banker und Studenten, die alle eins vereint: Sie bewirtschaften ihre Weinberge im Nebenerwerb – und das mit Leidenschaft. „Dadurch ergibt sich eine perfekte Kombination aus Moderne und Tradition“, ist Stabe überzeugt. Zumal Entscheidungen innerhalb der Gruppe und der Genossenschaft demokratisch gefällt werden. Von der Auswahl der Traube über die Weinbereitung bis hin zum Verkauf über verschiedene Vertriebswege werden Entscheidungen von der Gruppe getroffen und auch durchgeführt.

Selbstverständlich pflege man einen regen Austausch mit dem Dagernova-Vorstand und ermöglicht den Mitgliedern einen Blick hinter die Kulissen der Winzergenossenschaft. Der Zusammenschluss funktioniere im Prinzip wie ein eigenständiges Weingut innerhalb der Genossenschaft. Aber eines hebt Stabe hervor: „Unser Name ist Programm, denn alle unsere Mitglieder bewirtschaften Weinberge in der Steillage und wissen, wie mühsam dies ist. Dies soll wiederum durch unseren Wein vermittelt werden, der zu 100 Prozent aus der Steillage stammt.“ Zudem wolle man mit dem eigenen „Mission Steillage“-Wein speziell eine jüngere Klientel ansprechen, die noch wenig Erfahrung mit Weingenuss besitzen uns diese so an das Kulturgut Wein heranführen.


Spezielles Etikett und edle Schlegelflasche


Vom ersten Jahrgang haben die Jungwinzer ganz vorsichtig erst mal nur 3000 Flaschen produziert, die mittlerweile im Verkauf sind. Doch weil der Geschmack der Zielgruppe genau getroffen wurde, hat man die Menge für den zweiten Jahrgang gleich verdoppelt.

Im Jahrgang 2016 wagt die „Mission Steillage“ auch erstmals einen Weißwein, denn es wird auch ein Blanc de Noir aus Spätburgundertrauben gekeltert. Beide werden mit einem eigens kreierten „Mission Steillage“-Etikett mit edler Prägung ausgestattet und eine Schlegelflasche gefüllt.

Die 2016er Ernte ist schon eingebracht aus verschiedenen Steillagen-Weinbergen entlang der Ahr, die allesamt eine Hangneigung von mindesten 30 Grad aufweisen müssen. Der Charakter einer Steillage werde aber auch noch von anderen Faktoren beeinflusst. So besäßen die Weinberge im Ahrtal oft karge und mit Schiefer oder Grauwacke versetzte Böden. Dadurch müsse die Rebe tiefer wurzeln, um ihren Nährstoffhaushalt zu decken, erläuterte Bertram.

Die steinigen Böden speicherten die Wärme tagsüber hervorragend und gäben sie nachts wieder ab, so dass die Ahrtaler Trauben auch in kalten Nächten mit Wärme versorgt werden. „Die Folge sind sehr charakteristische Weine, die sich durch ihre Mineralität und Feinheit auszeichnen.“ Für die Winzer bedeute ein Weinberg in Steillage außerdem sehr viel Arbeit, da in den Hängen kaum Maschinen eingesetzt werden könnten. Vom Rebschnitt bis hin zur Lese werden die meisten Arbeiten von Hand erledigt.

„Doch die harte Arbeit lohnt sich, denn hierdurch entstehen die charaktervollen Weine, die wir so lieben.“ Probieren konnten die Gäste des „Mission Steillage“-Events schon mal den Premierenwein aus 2015, begleitet von Ahrtaler Tapas von Bell’s Restaurant und den Klängen des Duos „Sutada“ aus Ahrweiler. Anschließend ging es zur Kellerparty zwischen Wiegetrichter und Oechslemesser, wo DJ Fosco einheizte.

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S. Schmidt:
Ergebnis einer neuen Umfrage in Deutschland: 2/3 der Befragten befürworten ein Abschaffung des EEG und ebenfalls 2/3 würden aus Gründen des Umweltschutzes NICHT auf ihr Auto verzichten. Ziemlich Eindeutig, entgegen dem was uns Politik und Medien ständig einreden. Und ein Supergau für die Feinstaubjünger wenn sich bestätigt, was in Würzburg bereits gemessen wurde: Kein Verkehr und dennoch schlechte Luftqualität.
juergen mueller:
Diese "gespielte" Hilfsbereitschaft täuscht nicht darüber hinweg, dass dies alles nur einem Zweck dient - dem Vorspielen von Für- u.Vorsorge - einfach, weil es zum politischen Geschäft dazu gehört. Poltische Vertreter sind auch nur Menschen, die von jeher nur eines im Sinne hatten - DAS eigene WOHLERGEHEN und das Bedürfnis, daraufhin zu arbeiten, nicht in Vergessenheit zu geraten, in der nächsten Wahlperiode wiedergewählt zu werden. Passend in die Kategorie: "Unglaubhaft, Täuschen und Verlogen". Wenn sich eine Fraktionsvorsitzende als gutes Beispiel bezeichnet, dann ist das nur ein Beispiel dafür, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist den Unterschied zwischen "Ehrlichkeit u.Unehrlichkeit" zu erkennen.
juergen mueller:
Herr Bäker - neueste Erkenntnisse haben in Bezug auf Schutzmasken wie auch auf andere Bereiche Hochkonjunktur, der man nicht alles glauben sollte. Ich finde, dass jeder das tun sollte, was er für richtig hält und demzufolge selbstgefertigte Masken anfertigen/tragen sollte, wenn es denn beruhigt. Es liegt mir fern, den Bemühungen, dieser Krise etwas Gutes abzugewinnen u.etwas persönlich dagegen zu tun,negativ gegenüberzutreten.
Jens-Uwe Bäker:
Herr Müller: die einfachen Masken haben nach neuesten Erkenntnissen sowohl einen nennenswerten Schutz der Mitmenschen als auch einen kleinen, aber ebenso wichtigen Eigenschutz. In sofern in der Pflege und Betreuung ein wertvoller Schutz für alle. So bleiben die medizinischen Masken für die Personen, die in den Infektiösen Bereichen tätig sind.
juergen mueller:
Bei all der sicherlich gutgemeinten Hilfsbereitschaft sollte man nicht vergessen, dass diese vermeintlichen "Mundschutzmasken" KEINEN Schutz vor einer Infizierung darstellen, weil maßgebliche Inhalte wie z.B. FILTER oder angepaßte, schlußdichte Formgebung fehlen. Das alles unter stille Helden zu vermerken, entspricht nicht den Tatsachen u.halte es für übertrieben. Diejenigen, die wirklich für uns da sind, Ärzte, Pflegepersonal in Krankenhäusern/Alten- u.Pflegeheimen, caricative Einrichtungen etc.,das sind die denjenigen, die unsere Hochachtung und unseren Respekt verdienen. Wir neigen dazu, uns in Krisenzeiten etwas anzueignen, was uns ohne groß nachzudenken nicht zusteht, ohne darüber nachzudenken, ob es sinnvoll ist oder nicht.
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