Allgemeine Berichte | 23.05.2017

Aloisiusschüler laufen für die Partnerschule in Ruanda

Mit kleinen Beinen Großes bewirken

Ganz konzentriertund mit demnötigen Ehrgeizgingen die Kinderan den Start.FIX

Ahrweiler. In ganz Rheinlandpfalz unterstützen die Schüler Kinder in dem Partnerland Ruanda mit der Aktion-Tagwerk. Während an einigen Schulen die Kinder Dienstleistungen erbringen und den damit „verdienten“ Lohn spenden, heißt es für die Aloisiusschüler: „GO FOR AFRICA“: Sie erlaufen die Spende. Die Eltern, Großeltern oder Nachbarn legen eine gewisse Summe pro gelaufenen Kilometer fest, den die Kinder zurück legen. Das ist ein riesen Ansporn für die Grundschüler. Eine Runde von der Amseltalbrücke, über die Maria-Hilf-Brücke und zurück beträgt so ziemlich genau einen Kilometer. Am 17. Mai war der Tag, an dem das Ereignis stattfand und die Kinder sich ganz aufgeregt am Kaiserin-Viktoria-Park bei schönstem Laufwetter aufstellten.

Den ersten Part liefen die Zweitklässler. Ganz konzentriert und mit dem nötigen Ehrgeiz warten sie auf das Startsignal. Sie haben diese Aktion schon einmal mitgemacht und wissen, dass man die Sache gemächlich angehen muss, um möglichst viele Runden zu meistern. Der Streckenabschnitt ist übersichtlich und zwischendurch stehen engagierte Eltern als Streckenposten, um ein Auge auf die Athleten zu haben. Großeltern feuern die jungen Sportler an. An der Amseltalbrücke bilden Lehrer und Eltern den Kontrollpunkt, bei dem die Runden auf den Laufzettel abgehakt werden. Ein kleines Stück weiter am Park ist die Versorgungsstation. Hier hat jedes Kind seine Trinkflasche deponiert, aus der ein kräftiger Schluck genommen wird - und dann geht’s weiter in die nächste Runde. Nach einer dreiviertel Stunde ist der Wechsel der Klassen. Die Laufzettel werden eingesammelt, die Runden gezählt und mit dem Betrag multipliziert, den die Eltern eingetragen haben. So manche dürften sich wundern, wie flink der Nachwuchs sein kann, der beim Spaziergang nicht hinterher kommt!

Nun wird die Versorgungsstation umgeräumt; denn jetzt kommen die Erstklässler, liefern ihre Trinkflaschen ab und stellen sich vom Ehrgeiz angespannt am Start auf. Nun muss man noch anmerken, dass auch Kinder mit Handicap mit machen. Mit Freude und einem strahlenden Gesicht geht Lina mit ihrer Inklusionshelferin an der Hand ganz stramm zwei Runden und versichert glaubhaft, dass sie noch eine Runde schaffen würde! Claire, Elian und Jakob präsentieren ganz stolz ihre Laufzettel mit sechs Häkchen! Sechs Runden gelaufen, pro Runde 1,- Euro Mindestspende - das kann sich sehen lassen.

Die Kinder wissen auch ganz genau, wozu der Aufwand ist, und dass er sich lohnt. Sie stehen in engem Kontakt mit ihrer Partnerschule „Groupe Scolaire Saint Dominiquein in Sekera (Ruanda)“ und sind genauestens über den Fortgang der Baumaßnahmen und die Anschaffungen informiert. Ohne „Aktion Tagwerk“ wären diese Projekte in dieser Zeit und in diesem Umfang nicht möglich. Genaueres kann man auf der Internetseite der Aloisius-Schule nachschauen: www.aloisiusschule.de

Nach den erlaufenen Runden der Dritt- und Viertklässler hat sich die Gesamtstrecke um ein vielfaches vergrößert. An diesem Tag gehen glückliche Schüler nach Hause. Sie wissen, sie verhelfen mit eigener Kraft anderen Kindern zur Bildung.

Ganz konzentriert und mit dem nötigen Ehrgeiz gingen die Kinder an den Start. Foto: FIX

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