Allgemeine Berichte | 20.06.2018

Auftakt der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums

Musical-Abend faszinierte das Publikum

Die Band des KAG sorgte für den richtigen Sound.-StF-

Meckenheim. 50 Jahre Konrad-Adenauer-Gymnasium in Meckenheim, das ist ein Jubiläum, welches nicht mit einem einzigen Festakt begangen werden kann. Ein Jahr lang wollen Schüler, Lehrer und Ehemalige dieses Jubiläum feiern.

Musicals haben die letzten 25 Jahre geprägt

Es stellte sich die Frage, was eines der markanten Zeichen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (KAG) ist. Und ganz klar war, dass nichts nach außen und innen das Leben in den letzten 25 Jahren so sehr geprägt hat wie die zahlreichen Musicals, an die man sich herangewagt hat. Bis zu 300 Schüler waren hierzu jahrgangsübergreifend im Einsatz, damit ein Stück auf die Bühne gestellt werden konnte. Da gab es die Musiker in Orchester und Band sowie den Chor, aber auch die Solisten und Tänzer. Bühnenbilder und Kostüme mussten hergestellt werden. Dazu sollte die Technik stimmen.

Harte Arbeit hinter den Kulissen

Was am Ende für die Zuschauer leicht und locker daherkam, war im Hintergrund für die Akteure schwere Arbeit. Dazu kommt, dass das alles noch in die Lehrpläne integriert werden musste, und das wurde mit G8 de facto unmöglich, was zunächst das Aus für die Musical-AG bedeutete, zumal man sich derzeit auch wieder einem großen Theaterprojekt widmete.

Aber für das Jubiläum sollte es unter dem Titel „Flashback“ noch einmal das Beste vom Besten geben, was eine Vorbereitungszeit von einem Jahr bedeutete. Am vergangenen Freitag war es dann soweit, die Eintrittskarten waren längst im Vorfeld alle verkauft worden, und die Erwartungshaltung war wohl vor allem bei vielen ehemaligen Schülern recht hoch. Wobei man natürlich sagen muss, dass die Aula einer Schule kein Konzertsaal ist und hier keine Vollprofis auf der Bühne stehen. Auch kann eine Schulband nicht die Bandbreite eines symphonischen Orchesters abbilden oder den genauen Zuschnitt auf ein Musical, wenn man denn Stücke aus mehreren Musicals aufführt.

Probleme hervorragend gelöst

Das alles sind Unzulänglichkeiten, mit denen auch viele andere Chöre oder Bands zu kämpfen haben, die diese mitunter mehr schlecht als recht lösen. Am KAG sollte das Problem an diesem Abend hervorragend gelöst werden. Als zu Beginn „Final Countdown“ erklang, wurde gebannt gelauscht, denn das klang ziemlich gut, und der mehr als nur sehr gute Chor hatte ebenfalls schnell die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Das galt es jetzt mit den Solisten in Einklang zu bringen, und auf der Bühne wurden Sequenzen der jeweiligen Aufführungen aus den letzten Jahren eingespielt.

Aus dem Musical „Ein Leben in der Wende“ gab es dann den Song „Freiheit“, und da hatte man zum ersten Mal Gänsehautatmosphäre. Udo Jürgens wäre von der Interpretation „Ich war noch niemals in New York“ sicherlich begeistert gewesen, der Funke sprang direkt auf das Publikum über. Es folgten die Tanzeinlagen „Singing in the Rain“, hier hatte man das Gefühl, der Leistungskurs Sport habe mitgewirkt, das war mehr als nur gut anzusehen. Stücke aus „König der Löwen“ und „Rebecca“ oder „Mozart“ rundeten das Programm ab.

Mit Selbstvertrauen gemeistert

Die Fallhöhe für das „Liebesduett“ aus dem „Tanz der Vampire“ ist gigantisch, es zeugt von Mut und Selbstvertrauen, sich an dieses Stück heranzutrauen. Auch diese Aufgabe wurde mit großem Selbstvertrauen gemeistert. „Wind of Change“ erinnerte an die Zeiten der Wiedervereinigung. Enden konnte der Abend nur mit „Thank You for the Music“ von ABBA, und das war dann auch das vorherrschende Gefühl. Lang anhaltender und stehender Beifall des Publikums war der verdiente Lohn für eine derart engagierte und tolle Vorstellung, die leider viel zu kurz, aber extrem kurzweilig war.

Dass dies trotz aller Schwierigkeiten hinter den Kulissen mit Lehrerzahlen und G8 nicht das Ende der Musical-Geschichte am KAG gewesen ist, das konnte man aus der Rede von Rektor Dirk Bahrouz heraushören, der völlig begeistert war und auf der Bühne am liebsten wohl jeden einzeln umarmt hätte. Sein Dank galt allen Mitstreitern sowie Martina Eigen, Barbara Ross-Siekmeier und Susanne Thomas. Wobei es eine Bereicherung für das Kulturleben der Stadt Meckenheim wäre, wenn es diese Vorstellung noch einige Male auch in der Jungholzhalle zu sehen gäbe.

Was Schüler und Lehrer am KAG mit Fleiß und Engagement auf die Beine gestellt haben, ist mehr als sehens- und hörenswert.

Es war eine Vorstellung, die man woanders für viel Geld unter bessereren Bedingungen deutlich schlechter bekommen hat. STF

„Thank You for the Music“: Schulleiter Dirk Bahrouz bedankte sich freudestrahlend bei den Akteuren auf der Bühne.

„Thank You for the Music“: Schulleiter Dirk Bahrouz bedankte sich freudestrahlend bei den Akteuren auf der Bühne.

Musical-Abend faszinierte das Publikum

Die Band des KAG sorgte für den richtigen Sound.Fotos: -StF-

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Schulze Klima -Image
Industriemechaniker
Minijob
Innovatives rund um Andernach
10 Jahre NoWi
Betriebsferien Mai 2026
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß
Empfohlene Artikel
Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
67

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Die Vierklässler entdecken die Römerwelt.  Fotos: Grundschule Rheinbrohl
39

Rheinbrohl. Ein außergewöhnliches Projekt voller Entdeckungen, Abenteuer und lebendiger Geschichte liegt hinter den vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl. In den vergangenen Wochen verwandelte sich der Unterricht in eine kleine Römerwelt. Im Rahmen eines umfangreichen Römerprojekts tauchten die Kinder tief in das Leben der alten Römer ein und erfuhren Geschichte nicht nur aus Büchern, sondern mit allen Sinnen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Von links: ehemalige Tolitäten Josephine Müller und Julia Richter, neue Tolitäten Ann-Kathrin Bretz, Carolin Stieffenhofer und Lilli Karbach, erster Vorsitzender der Heimatfreunde Güls Christoph Müller und Ortsvorsteher Hans-Peter Ackermann. Foto: SCH
44

Carolin Stieffenhofer und ihren Prinzessinnen Ann-Kathrin Bretz und Lilli Karbach übernahmen das Zepter

Feierliche Eröffnung des Blütenfestes Güls mit Proklamation der neuen Blüten- und Weinkönigin

Koblenz-Güls. Wenn die Weinberge an der Mosel nach und nach wieder grün werden und im ganzen Umland auf den Höhen die Kirschbäume die Landschaft in ein weiß blühendes Meer verwandeln, ist es wieder so weit: Im Koblenzer Stadtteil Güls, dem Tor zur Mosel, beginnt endlich wieder das Blütenfest, welches rund um den ersten Mai gefeiert wird!

Weiterlesen

Dauerauftrag
Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Kreishandwerkerschaft
Anzeige Uhren Vintage
Anzeige "Rund ums Haus"
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Berufskraftfahrer gesucht
10 Jahre NOWI
10 Jahre Nowi
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
Arbeiten bei van roje
10 Jahre NoWi
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Imageanzeige Löhr Meckenheim