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Aktionsgemeinschaft Andernach Attraktiv zieht erste Bilanz

Nach fünf „First Fridays“ ist die Zwischenbilanz überwiegend positiv

19.08.2019 - 10:40

Andernach. Vor knapp einem halben Jahr ist der First Friday von der Aktionsgemeinschaft Andernach Attraktiv (AAA) ins Leben gerufen worden, um frischen Wind in die Andernacher Innenstadt zu bringen und den lokalen Einzelhandel zu beleben. Nach fünf langen Einkaufsabenden zogen die Veranstalter nun gemeinsam mit städtischen Vertretern am Donnerstagabend im Historischen Rathaus eine Zwischenbilanz.

„Nach fünf erfolgreichen Veranstaltungen können wir stolz auf das sein, was wir auf die Beine gestellt haben“, betont Methap Turan, Vorsitzende der AAA. „Auch die Bürgerinnen und Bürger von Andernach stehen hinter dem Projekt.“ Die langen Einkaufsabende verbreiteten eine positive Stimmung in der Stadt, was nicht zuletzt auf die Eigeninitiativen und guten Ideen der teilnehmenden Händler zurückzuführen sei. „Als meinen persönlichen Eindruck kann ich die Aussagen von Methap Turan nur unterstreichen“, betont Bürgermeister Claus Peitz. Dass die Andernacher Aktivitäten über die Stadtgrenzen hinweg Beachtung fänden und von anderen Kommunen gelobt würden, freue ihn besonders. In diesem Zusammenhang nannte Peitz aber auch die Probleme der Innenstadt beim Namen, die er an der hohen Anzahl der leerstehenden Ladenlokale festmachte. „Ich habe die Hoffnung, dass solche Aktionen wie der „First Friday“ neue Geschäfte anlocken und somit zu einer Belegung beitragen.“

„Ihr habt eine wirklich tolle Veranstaltung ins Leben gerufen“, lobte auch Christian Heller, Geschäftsführer von Andernach.net das Projekt. „Das Glas ist mindestens halb voll nach den ersten Veranstaltungen.“

Nicht nur die Veranstalter und die Stadt scheinen dem „First Friday“ ausnahmslos positiv gegenüberzustehen. Der größte Teil der rund zehn anwesenden Händler äußerte sich nahezu euphorisch über den Erfolg der langen Einkaufsabende. „Die Umsätze an den langen Freitagabenden seien innerhalb weniger Stunden so gut wie an sehr guten verkaufsoffenen Sonntagen“, berichtete eine Ladenbesitzerin. Zustimmung erhielt sie dabei vor allem von den Geschäftsinhabern, deren Läden sich in den Hauptgeschäftsstraßen der Fußgängerzone befinden. Kritische Stimmen hingegen kamen aus den Reihen der Einzelhändler aus der oberen Bahnhofstraße. „Ich konnte an den bisherigen „Frist Fridays“ kaum zusätzlichen Umsatz verzeichnen“, betonte eine Händlerin. Das läge ihrer Meinung nach auch daran, dass die meisten angrenzenden Geschäfte nicht an dem Projekt teilnähmen. Ein weiterer Händler kritisierte, dass vor allem die etwas abgelegenen Plätze nicht „gut bespielt“ seien. Dass sich in der oberen Bahnhofstraße konzeptionell etwas ändern müsse, sahen auch die Verantwortlichen ein. Schließlich sei es im Interesse aller, dass die dort ansässigen Geschäfte auch künftig im Boot blieben. Dennoch ginge es nicht ohne Eigeninitiative der Händler, so die Mitglieder des AAA-Vorstandes. „Es reicht nicht aus, das Geschäft nur aufzumachen und hinter der Ladentheke auf Kunden zu warten.“ Einig war man sich letztendlich darin, dass die Fortführung des Projektes für das Image der Stadt wichtig sei.

Ob die Stadt das Projekt auch im kommenden Jahr fördern wird, steht wohl noch in den Sternen. Bürgermeister Claus Peitz hielt sich zumindest bedeckt: „Eine Antwort können wir noch nicht liefern. Wir nehmen das Thema jedoch in die kommenden Haushaltsberatungen auf.“ Gleichwohl betonte Peitz, das es schade wäre, wenn es 2020 keinen „First Friday“ mehr geben würde.

Projektkoordinatorin Cara Küpper ließ die zurückliegenden Veranstaltungen in einer Präsentation Revue passieren und nannte Zahlen und Fakten. 30 Geschäfte seien bisher an allen fünf langen Einkaufsabenden beteiligt gewesen. Zehn weitere hätten vereinzelt teilgenommen. Das bisher nur ein einziger Einzelhändler dem „First Friday“ den Rücken gekehrt habe, bewertete Küpper als positiv. Positiv sei auch, dass sieben Andernacher Gastronomen die Veranstaltung unterstützten. Als erfreulichen Nebenaspekt der Veranstaltung nannte Küpper die wachsende Zusammenarbeit von Gastronomen und Händler, sowie den Zusammenhalt unter den Geschäftsleuten.

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