Allgemeine Berichte | 10.05.2022

Rad- und Fußverbindung vom Köllenhof nach Lannesdorf

Neuer Schwung durch Ortstermin?

Ortstermin an der Grenze Ließem-Lannesdorf, v.r.n.l.: Christian Pohl (Gemeinde Wachtberg), Erwin Schweisshelm, Andreas Stümer (beide ADFC) Foto: ADFC-Wachtberg.

Wachtberg. Vor allem für die Bürgerinnen und Bürger in Ließem sind geeignete Rad- und Fußverbindungen nach Lannesdorf und Bad Godesberg aufgrund der Topografie kaum vorhanden. Daher hatte der ADFC in Wachtberg Ende 2020 einen Vorschlag für einen entsprechenden Fuß- und Radweg vorgelegt. Der jetzige Fußweg ist mit Stufen und Drängelgittern nicht nur für Eltern mit Kinderwagen nicht nutzbar. Außerdem ist der Weg mit bis zu 11 Prozent Gefälle zu steil, für Barrierefreiheit gelten maximal 6 Prozent. Das gilt ebenso für die oft als Alternative gesehenen Verbindungen durch die Obstplantagen und Schrebergärten auf der anderen Seite der Kreisstraße 14, wo noch krassere Steigungen zu bewältigen sind. Und die Initiativen aus den letzten 30 Jahren, an der K 14 von Ließem nach Lannesdorf einen Rad- und Fußweg zu bauen, sind immer wieder gescheitert.

Mit einem Antrag der FDP-Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität wurde die Initiative des ADFC Anfang 2021 in die politische Diskussion eingebracht. Die möglichen Streckenführungen hatte der Verkehrsplaner des ADFC-Wachtberg, Jörg Landmann, aufgelistet und bewertet. Um barrierefrei und steigungsarm zu sein, sollte die zentrale Verbindung für Radfahrende durch das Tal am Wittgesbach führen, unter Nutzung des bereits vorhandenen, asphaltierten Fourthweges. Aber auch Alternativen entlang des Hausenmacherbaches oder über die vorhandene, allerdings nicht barrierefreie Fußgängerbrücke unterhalb von Ließem sind denkbar. Letzteres würde aber einen längeren und höherliegenden Brückenneubau erfordern, zusätzlich die „Entschärfung“ der 11%igen Steigung zum Köllenhof durch Serpentinen. Alle Varianten machen es erforderlich, gemeinsam mit der Stadt Bonn in die Planung und Umsetzung zu gehen.

Vor diesem Hintergrund gab es am 5. Mai eine gemeinsame Rad-Befahrung mit Ortstermin unter Teilnahme des ADFC-Wachtberg und Herrn Christian Pohl, Leiter des Fachbereichs Infrastruktur der Gemeinde Wachtberg und Tobias Teichner, CDU-Ratsmitglied, passionierter Radfahrer mit beruflichem Hintergrund in der Verkehrsplanung und als gebürtiger Ließemer auch Kenner der örtlichen Gegebenheiten. Die verschiedenen Varianten wurden plastisch „erfahren“, bildlich dokumentiert und in ihren Vor- und Nachteilen diskutiert. Wir hoffen, dass nun endlich Schwung in die Planungen einer barrierefreien Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Ließem und Lannesdorf kommt.

Pressemitteilung

ADFC-Wachtberg

Ortstermin an der Grenze Ließem-Lannesdorf, v.r.n.l.: Christian Pohl (Gemeinde Wachtberg), Erwin Schweisshelm, Andreas Stümer (beide ADFC) Foto: ADFC-Wachtberg.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Gläser
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0399#
Dillemarkt 2. Anzeige
Urlaubsanzeige
Blaulichtfest in Grafschaft-Ringen, 11. – 12.07.26
Empfohlene Artikel
Symbolbild. Foto: Adobe Stock
204

Euskirchen. Am Sonntag (5. Juli) gegen 12 Uhr wurde ein 44-jähriger Mann aus Euskirchen auf einem Feldweg in der Nähe der Straße „Ratsheimer Hof“ in Euskirchen-Kuchenheim durch einen Zeugen schwer verletzt und bewusstlos neben seinem E-Scooter liegend aufgefunden. Der Zeuge setzte umgehend einen Notruf ab. Kurz nach dem Eintreffen der Rettungskräfte erlangte der Mann wieder das Bewusstsein und gab an, keine Hilfe zu benötigen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aus für das Provisorium: Das Ausweichquartier Calvarienberg darf per behördlicher Anordnung nicht mehr genutzt werden.  Foto: GS
444

Schock für die Eltern: Eine sicher Nutzung des Provisoriums der Kita Sankt Laurentius sei derzeit nicht gegeben, sagen die Behörden

Ahrweiler: Kita-Kinder stehen vor ungewisser Zukunft

Ahrweiler. Ein Brandbrief ist ein öffentlicher Hilferuf. Einen solchen hat Miriam Radermacher für den Elternausschuss der Ahrweiler Kita Sankt Laurentius verfasst. Denn die Eltern treiben Sorgen um die Betreuung ihrer Kinder um. Was ist geschehen?

Weiterlesen

Ob ein Wolf beteiligt war, kann derzeit weder ausgeschlossen, noch bestätigt werden. Foto: pixabay.com
433

Es wurden DNA-Abstriche genommen

06.07.: Vier tote Schafe im Westerwald gefunden

Am Donnerstag, dem 02.07.2026 wurde aus der Verbandsgemeinde Rennerod (Westerwaldkreis) ein Schadensfall mit vier toten, einem notgetöteten und einer/einem verletzten Schaf bzw. Ziege mit Verdacht auf Beteiligung eines großen Beutegreifers gemeldet. Eine Begutachtung vor Ort wurde noch am selben Tag durchgeführt. Es wurden DNA-Abstriche genommen, die an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt werden.

Weiterlesen