Ahrweiler Karnevalsgesellschaft 1863 e.V. mit rauschender Proklamationsfeier

Prinz Rolf I. und Prinzessin Marlene I. regieren die Jecken

Zweijährige prinzenlose Zeit ist beendet - Gesellschaft ehrte närrische Jubilare

21.11.2017 - 08:39

Ahrweiler. Was für eine rauschende Fastelovendsnacht im Helmut-Gies-Bürgerzentrum. ach zweijähriger Abstinenz war das Prinzensuchkommando der Ahrweiler Karnevalgesellschaft fündig geworden und konnte unter dem grenzenlosen Jubel der versammelten Jecken ein strahlendes Prinzenpaar für die Session 2017/2018 proklamieren.

„Das ist ein ganz neues Lebensgefühl, nach zwei Jahren wieder einen Prinz zu haben“, jubelte Sitzungspräsident Udo Groß bei seiner Begrüßung, der der gemeinsame Einmarsch des Spielmannszuges Ahrweiler mit den kleinen, mittleren, großen Funken und der noch amtierenden Kinderprinzessin Clara I. (Pollig) zur Bühne folgte, wo der Erste AKG-Vorsitzende Udo Willerscheid schon zum Empfang bereit stand. „Wir sind froh und stolz, dass wir heute hier proklamieren dürfen. Das gibt sicherlich ein paar Freudentränen“, so Willerscheid, der dann gemeinsam mit Clara I. die Session 2017/2018 mit einem dreifachen „Ahrweiler Alaaf“ offiziell eröffnete. „Ist es nicht schön, dass wir hier sind, um eine Majestät zu proklamieren? Ich bin schon ganz gespannt, wer gleich aus dem Sack springen wird“, konnte auch die Kinderprinzessin ihre Vorfreude und Neugierde kaum verbergen. Aus den Händen von Udo Willerscheid erhielte Clara I. samt Adjutantin als Erste den prägefrischen neuen AKG-Sessionsorden. Dieser thematisiert das 25-jährige Bestehen des Hotels Rodderhof, dessen Inhaber Dirk Hempen als Mitglied des Dreigestirns 2007 dem Fastelovend in Ahrweiler und der AKG seit vielen Jahren eng verbunden ist. Darüber hinaus sind auf dem überaus schmucken Orden noch das Stadtwappen von Ahrweiler und die Dreigestirns-Silhouette abgebildet.


Erste Rakete für die Funken


Die jetzt schon perfekte Stimmung heizten dann die kleinen Funken mit ihrer ausgeklügelten Tanzperformance noch zusätzlich an – von Lampenfieber keine Spur. Das brachte die verdiente, erste Rakete des Abends. Etliche Ehrengäste wie Ortsvorsteher Peter Diewald, Burgundia Annika Schooß, Junggesellen-Schützenkönig Vitus Appel und Bürgerschützenkönig Willi Busch konnte die AKG im Bürgerzentrum begrüßen, bevor es an die Ehrung der jecken Jubilare ging. Erster im Ehrenreigen war Josef „Jupp“ Rosenstein, von 1968 bis 1972 Adjutant der AKG, der manch amüsante Anekdote aus früheren Zeiten zu berichten wusste. Es folgte das Prinzenpaar von vor 20 Jahren, Manfred I. und Irmgard I. (Friedrich) samt Adjutant Karl-Heinz Laudien, das als erstes Prinzenpaar in die Geschichte des Ahrweiler Karnevals einging. Vor zehn Jahren regierte das Dreigestirn Peter Diewald, Marc Adeneuer und Dirk Hempen mit Adjutant Udo Groß. Zahlreiche befreundete Karnevalsgesellschaften wie die KG „Bunte Kuh“ Walporzheim mit Prinz David I., die KG Rot-Weiß Bachem mit Kinderprinzessin Nele I., die KG Neuenahrer Schinnebröder mit Prinzessin Katrin I., das Stadtsoldatencorps Remagen und die KG Närrische Landskroner mit Prinz Manuel I. machten der AKG ihre Aufwartung. Nach dem Auftritt der mittleren Funken und der Stadtgarde Weiß-Rot – inklusive Stippeföttche-Danz – wurde es dunkel im Saal, die Spannung war jetzt förmlich greifbar.


Das Geheimnis wird gelüftet


Verhüllt mit roten Samttüchern geleitete man die kommenden Regenten des Ahrweiler Karnevals gen Bühne, wo schließlich die Enthüllung folgte: Prinz Rolf I. und Prinzessin Marlene I. (Seeliger) wurden feierlich proklamiert und regieren fortan die Jecken von Ahrweiler. Rita Lauter, vor zwei Jahren die letzte „große“ Prinzessin, überreichte das närrische Zepter, der Stadtbeigeordnete Detlev Koch in Vertretung von Bürgermeister Guido Orthen den Schlüssel zur offiziellen Regentschaft über die Karnevalisten der Stadt. „Wir sind überwältigt von diesem Empfang. Das Gefühl, hier oben zu stehen, ist grandios“, jubelte das neue Prinzenpaar, dem Irmgard und Manfred Friedrich als Adjutanten zur Seite stehen werden. Prinzessin Marlene I. (Seeliger) ist ein echtes Ahrweiler Mädchen und kommt aus der Ahrhut. Sie arbeitet seit 1991 in der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik im Pflegedienst und ist seit nunmehr über 30 Jahren mit Ehemann Rolf verheiratet. 1982 war sie Burgundia von Ahrweiler, ist seit 1997 in der KFD St. Laurentius aktiv und seit über 20 Jahren Mitglied bei den Ahrweiler Möhnen. Seit 2015 gehört sie der Ahrweiler Karnevalsgesellschaft an und wurde ein Jahr später Senatorin der AKG. Prinz Rolf I. (Seeliger) erblickte vor 55 Jahren im damaligen „Klösterchen“ in der Niederhut das Licht der Welt und ist dennoch ein echter „Ovvehöde Jong“. Nach absolvierter Elektrofachschule und einer Ausbildung zum Bauzeichner war er ab 1984 Angestellter bei der Bundeswehr und ist seit 1998 Beamter bei der Bundeswehrfeuerwehr. 1980 lernte er seine spätere Ehefrau Marlene kennen, die er sechs Jahre später heiratete. Im Ahrweiler Vereinsleben ist der passionierte Wanderer seit Jahrzehnten aktiv. So war er 1976 Aloisiuskönig und ist seit 1977 Mitglied im Spielmannszug Ahrweiler. Darüber hinaus bekleidete er verschiedene Ämter bei den Ovvehöde Jonge und den Junggesellen-Schützen. Seit 1988 gehört Rolf Seeliger dem Unterleutnantsglied der St. Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft an und engagiert sich seit 37 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr, davon 25 Jahre lang im Vorstand. Auch im Ovvehöde Backesverein und im Sozialverband VdK ist die neue Majestät aktiv. 2016 trat Rolf Seeliger in die Ahrweiler Karnevalsgesellschaft ein, deren Regent er jetzt ist.


Beste Stimmung


Es folgten zahlreiche Glückwünsche an das frischgebackene Prinzenpaar von Familie, Freunden und den vielen Karnevalisten im Saal. Anschließend verkündeten die neuen Majestäten gleich ein elf Paragrafen umfassendes närrisches Gesetz, an das sich die Ahrweiler Jecken sicherlich gerne halten werden. Frei nach dem Motto: „Wir geben jetzt richtig Gas, drum tanzen alle Karnevalsjecken nach unserer Nas.“ Auch nach der Proklamation blieb die Stimmung auf gleichbleibend hohem Level, wofür unter anderem auch die Brassband „Druckluft“, die großen AKG-Funken und die Gruppe „Botzedresse“ sorgten.

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Kommentare
juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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