Allgemeine Berichte | 09.04.2020

An die Eitorfer Tafel und Tafel Rheinbach-Meckenheim e.V.:

Restcent gespendet

Rhein-Sieg-Kreis. Bedienstete der Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises haben traditionell den Restcentbetrag aus 2019 - trotz Corona-Krise oder gerade deswegen - gespendet. In diesem Jahr wurden zur Hälfte die Eitorfer Tafel sowie die Tafel Rheinbach-Meckenheim bedacht.

Die Eitorfer Tafel sammelt überzählige und überproduzierte Lebensmittel zur Weitergabe an Bedürftige.

Das Angebot der Tafel richtet sich an Menschen, die am Existenzminimum leben und dies durch entsprechende Belege nachweisen. Die Hilfe stellt eine Ergänzung des täglichen Nahrungsbedarfs der Bedürftigen dar, abhängig vom jeweiligen Spendenaufkommen der lokal ansässigen Lebensmittelfilialen. Der Eitorfer Tafel ist zudem eine Servicewerkstatt für Fahrräder angebunden. Es wird Schutzsuchenden und Bedürftigen Menschen Hilfe zur Selbsthilfe bei der Fahrradreparatur angeboten. Darüber hinaus werden gebrauchte, gespendete Fahrräder wieder ordnungsgemäß in Stand gesetzt und für einen kleinen Obolus an Bedürftige abgegeben.

Die Tafel Rheinbach-Meckenheim e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, bedürftige Menschen in den Gemeinden Rheinbach und Meckenheim mit Lebensmitteln und Gegenständen des unmittelbaren persönlichen Bedarfs zu unterstützen. Die Kunden kommen aus eigenem Antrieb zu den Ausgabestellen. Bedingung für die Registrierung bei der Tafel ist die Vorlage des amtlichen Bescheids über den Bezug von Grundsicherung (entspricht der früheren Sozialhilfe), Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder Asylgeld.

Dabei folgen sie dem grundsätzlichen Tafelgedanken: Nicht alle Menschen haben ihr tägliches Brot – und dennoch gibt es Lebensmittel im Überfluss. In unserer Gesellschaft werden sie in erheblichem Maß von Verbrauchern und Erzeugern weggeworfen.

Die Tafeln bemühen sich um einen Ausgleich – mit ehrenamtlichen Helfern, für die Bedürftigen ihrer Stadt. Das Ziel der Tafeln ist es, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Bedürftige zu verteilen.

Die Tafeln helfen so diesen Menschen eine schwierige Zeit zu überbrücken und geben ihnen dadurch Motivation für die Zukunft.

Sie haben sich zum Ziel gesetzt, bedürftige Menschen aus den Gemeinden Rheinbach und Meckenheim mit Lebensmitteln und Gegenständen des unmittelbaren persönlichen Bedarfs zu unterstützen.

Die sogenannte Restcentkasse wurde 1989 als Aktion „Restpfennig“ ins Leben gerufen. Die Bediensteten des Rhein-Sieg-Kreises stellen freiwillig als Beitrag den Centbetrag ihres Monatsgehaltes zur Verfügung. Die erste Spende erfolgte im Jahre 1990, also vor nunmehr 30 Jahren, und soll zur Unterstützung, Förderung von sozialen Einrichtungen oder Menschen in Not in der Region des Rhein-Sieg-Kreises dienen. In dieser Zeit sind insgesamt knapp 85.000 Euro zusammengekommen, womit 30 unterschiedliche Einrichtungen bzw. Maßnahmen unterstützt wurden. Durch die stellvertretende Personalratsvorsitzende, Constanze Peiter, wurde am 01. April 2020 an beide Tafeln ein Spendenbetrag in Höhe von je 2.350 Euro überwiesen. Auf Grund der aktuellen Corona-Situation wurde allerdings auf eine offizielle Spendenübergabe im Kreishaus verzichtet. Es war den Bediensteten dennoch wichtig, dass beide Institutionen ihre Spenden in dieser schwierigen Krisensituation erhalten und damit den Erhalt sichern können.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

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