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Das 1. Finale des DVG Masterscups in St. Katharinen

Rhythmus und Eleganz wurden mit riesigen Pokalen belohnt

Tanzsport auf höchstem Niveau begeisterte ein hochkarätiges Publikum

06.03.2018 - 16:39

St. Katharinen. Die letzte klirrend-kalte Nacht dieses Winters wurde in St. Katharinen von den fliegenden Beinen der jungen Damen und Herren beim DVG Masterscup 2018 vertrieben. Vor illustrem Publikum in Abendrobe, worunter sich sowohl Erwin Rüddel, MdB, als auch Lothar Müller, Präsident des DVG, und Willi Knopp, Bürgermeister von St. Katharinen, gesellt hatten, wurde von den jungen Sportlerinnen und Sportlern ein Feuerwerk tanzakrobatischer Höchstleistungen geboten.

Mit viel Humor und Sachverstand moderierte der 1. Vorsitzende des TC Blau-Weiß St. Katharinen e. V. Martin Hausen die vielseitige Veranstaltung und leitete Zuschauer wie Mitwirkende unterhaltsam durch das Wettbewerbsgeschehen. Unterstützt wurde er dabei von dem Duo Sabrina Fackelli & Blub, die ein bezauberndes Rahmenprogramm boten und das Publikum in eine Welt voller Seifenblasen und Geschichten aus Sand entführten.

Die Hauptakteure des Abends waren jedoch natürlich die ungezählten Tänzerinnen und Tänzer, die mit ebenso mitreißenden wie perfekten Darbietungen den ganzen Saal in ihren Bann zogen. Dabei traten in jeder der fünf Disziplinen, mit einer krankheitsbedingten Ausnahme, fünf Wettkampfgruppen gegeneinander an - die drei bestplatzierten qualifizierten sich über den Sieg des Abends hinaus direkt für die 32. Deutschen Meisterschaften im Garde- und Schautanzsport.

Begonnen wurde der Wettkampfteil mit der Disziplin „Gardetanz Marsch“, bei dem die KontrahentInnen der Vereine JTSC Dettelbach, TSC Schwarz Gold Frankfurt, JSK 1888 Rodgau, TG SSV Hausen und TG Liederbach gegeneinander antraten. Zu mitreißender Musik wurden dem Publikum Choreografien gezeigt, die weit über die vorgegebenen Pflichtelemente hinausgingen. Am Ende entschieden die Tigers des Schwarz Gold Frankfurt den knappen Kampf um den Masterspokal und die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft für sich.

Nach diesem temporeichen Start zeigten die Paare der Disziplin „Schautanz Duo“ aufregende und berührende Choreografien, mit denen sie ganze Geschichten erzählten, wobei bewertet wurde, wie die ausgewählten Tanzelemente diese Erzählungen stützten. Hier konnten sich die drei Duos des TSV GymTa-Session Altlußheim gegen die, durch den krankheitsbedingten Ausfall des TSC Darmstadt 2000, einzig verbliebenen Gegnerinnen des 1. KTC Bornheim 1980 durchsetzen und belegten gleich alle drei Plätze auf dem Treppchen. Der goldene Masterspokal ging an die dramatische Darstellung eines Pärchens in Kriegswirren durch Mischell Hohler und Kevin Ulrich.


Tolle Darbietungen der Solo-Tänzerinnen


Der dritte Wettbewerb des Abends wurde von den Solistinnen des Gardetanzes ausgetragen – in der Disziplin „Gardetanz Solo“ traten Gina Ehrlich vom TSA d. SG Haitz 1908, Katharina Schreiner vom TSC Schwarz Gold Frankfurt, Marisa Hofmeister vom TG Freiburg und Leonie Klein sowie Nina Zoranovic vom JSK 1888 Rodgau gegeneinander an. Unter lauten „Auf geht’s“-Rufen aus dem sie unterstützenden Publikum holten die jungen Frauen alles aus sich heraus – gewinnen konnte jedoch leider nur eine: Nina Zoranovic holte den Pokal für diese Disziplin für sich und den JSK 1888 Rodgau.

Ein buntes Feuerwerk von Bewegung und Rhythmik erwartete die Zuschauer und Wertungsrichter in der vierten Disziplin des Wettkampfes „Schautanz Modern“. Die auf dem Jazz-Dance basierenden Choreografien der Gruppen bestachen durch Tempo und treibenden Takt. Die Dragons des TSC Darmstadt 2000 belegten nach der Wertung der Punktrichter Platz 1, gefolgt von den Unlimiteds des TG SSV Raunheim/TV Hausen und der Formation Panthera des TSC Schwarz Gold Frankfurt auf den Plätzen 2 und 3. Die Funky Dancers des TSV Taufkirchen und die Dancing Angels des TSG Blau Silber Gernsheim mussten sich zwar mit den Platzierungen 4 und 5 zufrieden geben – dies tat aber der offenkundigen Freude an der Teilnahme keinen Abbruch. Wie bei jeder Preisverleihung dieses fröhlichen Abends lagen sich auch hier Erst- wie Letztplatzierte lachend in den Armen.

Die letzte Disziplin des Masterscups in St. Katharinen lief unter der Bezeichnung „Schautanz Charakter“ und bot vielleicht den aufregendsten und vielfältigsten Anblick des Wettbewerbs. Mit Hilfe von unterschiedlichsten Bühnenbildern, Kostümen und Requisiten erzählten die Tanzenden ganze Geschichten und gaben durch sie sogar kritische Statements ab. So bezog die TSA der TSG 1885 Neuenhain mit ihrer Choreografie „Hero of War“ klar Stellung gegen US-amerikanische Kriegsinterventionen und erhielt dafür den dritten Platz, während der TSG Künzell mit „Der schwarze Tod“ das Leiden während der Pestepidemien des Mittelalters thematisierte und sogar auf dem zweithöchsten Treppchen landete. Beeindruckend und verstörend zugleich war die Darbietung des TSC Schwarz Gold Frankfurt unter dem Titel „Vodoo“, auch wenn die schwarz gekleideteten Tänzerinnen am Ende nur Platz 4 belegen konnten. Die Cyborgs vom 1. KTC Bornheim 1980 mussten sich mit ihrer Frage nach dem Wert von Forschung um jeden Preis sogar nur mit dem 5. Platz zufrieden geben. Doch die absoluten Gewinner des Abends nahmen am Ende sogar drei Pokale mit nach Hause: die TänzerInnen des TSC Darmstadt 2000 setzten sich mit ihrer anrührenden Choreografie unter dem Titel „Chanel – die Kunst anders zu sein“ mit großem Abstand gegen alle Konkurrenten durch und gewannen mit 297 von 300 möglichen Punkten auch den Tagespreis für die höchste Wertung des Tages. Die strahlenden Gesichter der Sieger sprachen Bände von ihrem Erfolg.

Es war fast Mitternacht, als der letzte Pokal verliehen und der letzte Tanz getanzt war – doch das tat der Begeisterung des Publikums keinen Abbruch. Auch nach dem offiziellen Ende des Wettbewerbs war noch lange nicht Schluss: allerorten wurden Sieger begeistert in die Arme geschlossen, Selfies gemacht und die hart erkämpften Erfolge gebührend gefeiert.

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Kommentare
J. Holstein:
Es steht zu hoffen, dass die Planer bei einer zukunftsfähigen Lösung für die Innenstadt nicht ausschließlich für das Verkehrsmittel Auto planen. Während man in vielen Städten ja bereits verzweifelt überlegt wie man Belastung in den Innenstädten verringern kann, sollte man in Sinzig aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und bei der Planung den Fokus auf die emissionsfreien Verkehrsmittel Fahrrad und Füße richten. Eine Anbindung an den Bahnhof oder die Ahr muss in Sinzig nun definitiv nicht auf Autoverkehr ausgerichtet sein - zum Glück sind es ja jeweils nur wenige hundert Meter! Mit einem vernünftigen, funktionierenden Leihradkonzept, echten Radwegen und einer autofreien Anbindung an Wanderstrecken könnte Sinzig seine Attraktivität als touristisches Ziel zukunftsfähig ausbauen.
Michael Daum:
CDU fordert...so so. Wer fordert, sollte eigentlich auch bezahlen. Das hat man hier auch mit überreichlich viel Steuergeld der Bürger (nicht der CDU) getan. Erst das Objekt überteuert kaufen, dann für viel Geld abreißen und sich dann zum Fototermin aufbauen. So einfach geht Poltik. Aber wenn man einen Goldesel namens Bürger hat, dann ist das ja alles kein Problem. Dann noch ein Brunnen auf der Verkehrsinsel? Möchte mal wissen, wie der bei diesem Verkehr nach 2-3 Jahren aussieht. Wahrscheinlich genau so wie die vor Jahren "begrünten" Überquerungshilfen, von denen heute nur noch der Schotter übrig ist. Aber schöner Schein ist ja ohnehin das, was die Stadt am besten kann.
Uwe Klasen :
Klimawandel, Starkregen: Eine Koinzidenz ist noch keine Korrelation und bedeutet erst recht noch keine Kausalität
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