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Gymnasium Nonnenwerth und RheinAhrCampus kooperieren seit 15 Jahren

Schüler fit machen für die Wirtschaft

Vertreter beider Institutionen blickten auf eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte zurück

13.11.2017 - 15:27

Remagen. Grund zu einem Festakt war für das Gymnasium Nonnenwerth und den RheinAhrCampus am vergangenen Dienstag die 15-jährige Kooperation. In der Aula des Gymnasiums wurde die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Institutionen, die seit 2001 besteht, gewürdigt und gefeiert. Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter des Campus kommen einmal im Monat auf die Insel und unterrichten in den achten und neunten Klassen das Fach „Wirtschaft“, um den Schülern ein betriebswirtschaftliches Basiswissen zu vermitteln. Dieses Wissen nutzen die Gymnasiasten in ihren Unterrichtsprojekten. In der neunten Klasse gründen und betreiben sie eigene Firmen, mit denen sie in den den vergangenen Jahren landes- und bundesweit Erfolge feiern konnten.

Bevor der eigentliche Festakt begann, hatten die Schüler in zwei hochkarätig besetzten Workshops die Gelegenheit, ihr Fachwissen auszubauen: Michael Weyland, Juniorprofessor für Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsdidaktik an der PH Ludwigsburg, vermittelte einen Einblick in die Welt der Verhaltensökonomie, wobei die Frage im Mittelpunkt stand, warum wir mit Geld so umgehen, wie wir es tun.


Tipps vom Börsenexperten


Auf den zweiten Workshop, der von Tim Albrecht, ehemaliger Nonnenwerther Schüler und heute erfolgreicher Fondsmanager, angeboten wurde, waren vor allem die Kurse der Jahrgangsstufe acht gespannt. Sie nehmen in diesem Jahr am Börsenspiel teil und erhofften sich wertvolle Tipps. „Ich fand es eindrucksvoll, wie Tim Albrecht so komplizierte Dinge wie Aktienfonds und die Börse uns so gut erklären konnte“, so die begeisterte Rückmeldung eines Schülers.

Im Anschluss wurde das Jubiläum gebührend mit einem Festakt gefeiert. Andrea Monreal, Schulleiterin des Gymnasiums Nonnenwerth, begrüßte die Schüler, Eltern, Vertreter der Hochschule und des Gymnasiums, aber auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft. „Was vor 15 Jahren als eine Idee entstand, hat sich in der Zwischenzeit landesweit zu einem Vorzeigeprojekt entwickelt“, freute sie sich. Ihr besonderer Gruß galt den beiden Projektkoordinatorinnen des Gymnasiums Astrid Heilmann-Cappel und Cornelia Zumbruch, Tim Albrecht, der Projektmanagerin Junior des Deutschen Instituts für Wirtschaft, Mechtild Kern vom Wirtschaftsministerium Mainz, Professor Dr. Hugo Grote vom RAC, dem Kreisbeigeordneten Fritz Langenhorst in Vertretung des Landrats Dr. Jürgen Pföhler und dem städtischen Beigeordneten Rolf Plewa in Vertretung des Remagener Bürgermeisters Herbert Georgi. Monreals Dank galt dem Inselorchester Camerata unter der Leitung von Natalia Kazakova, das den Festakt musikalisch hervorragend begleitete.

Mechthild Kern und Fritz Langenhorst lobten in ihren Reden die Einzigartigkeit dieses Projekts. „Das Gymnasium Nonnenwerth war das erste Gymnasium in Rheinland-Pfalz, welches ein Fach ‚Wirtschaft‘ einführte“, betonte Langenhorst die Vorreiterrolle des Gymnasiums.


Auch die Hochschule profitiert


Dass auch die Hochschule gleich mehrfach von der Kooperation profitiere, führte der Dekan des Fachbereichs Wirtschafts- und Sozialwissenschaften vom RheinAhrCampus, Prof. Dr. Hugo Grote, aus.

„Viele Abiturienten von Nonnenwerth studieren später bei uns. Aber vor allem haben die Schüler gelernt, aktiv zu sein. Sie haben durch dieses Projekt gelernt, dass ein Startup zu gründen machbar ist und dass die Probleme, die am Anfang unüberwindbar erscheinen, mit entsprechendem Know-how lösbar sind.“


Ein ganz besonderer Gast


Während die Schülerfirma „Rocash“ ihre in Handarbeit gefertigten Windlichter aus recycelten Konservendosen vorstellte, betrat der Überraschungsgast des Abends die Aula. Frank Thelen, bekannt als Juror aus dem TV-Format „Die Höhle der Löwen“ und Investor in zahlreichen Startup-Unternehmen, kam auf persönliche Einladung der Schüler vorbei. Die Gymnasiasten hatten Thelen auf der Gründermesse „Startupcon“ in Köln getroffen und ihn, trotz seines vollen Terminkalenders, überreden können, zum Festakt vorbeizuschauen.

Thelen lobte schon in seinem Vortrag auf der Gründerkonferenz das Wirtschaftsprojekt des Gymnasiums Nonnenwerth. Auf der Jubiläumsfeier richtete der erfolgreiche Unternehmer sodann seine Worte an die Schüler: „Ihr habt gesehen, dass es möglich ist, eine eigene Firma zu gründen. Es ist nicht leicht, aber es ist machbar. Ihr werdet hinfallen, und es wird sehr weh tun, aber Ihr müsst lernen, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Das Wichtigste ist: Ihr müsst für Eure Idee brennen.“

Nach diesem Highlight meisterten die Jungunternehmer der zweiten Schülerfirma „Lovely Lips“ souverän die Präsentation ihres chemiefreien Lippenbalsams und überzeugten die Gäste mit ihrem Konzept.

Christina Terp, Leiterin der Junior-Programme des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln, zeigte sich begeistert über die beiden erfolgreichen Firmengründungen der Nonnenwerther. Die Junior-Programme ermöglichen es den Jugendlichen, ein Startup zu gründen und zu führen. In ihrer Rede schloss sie sich dem Lob ihrer Vorredner an: „Die spürbaren Wirtschaftskenntnisse der Schüler sind auf die Kooperation mit dem RheinAhrCampus zurückzuführen. Dies unterscheidet die Schülerfirmen des Gymnasiums Nonnenwerth von den anderen teilnehmenden Schulen an unserem Wirtschaftsprojekt.“

Zum Abschluss konnte Astrid Heilmann-Cappel, die das Projekt von Schulseite seit Beginn leitet, einen erfreulichen Ausblick geben: „Wir sind ganz frisch Modellschule geworden und können unseren Oberstufenschülern demnächst das Fach ‚Wirtschaft und Ethik‘ anbieten.“

Damit untermauert das Franziskus Gymnasium die Vorreiterrolle in der Vermittlung von Wirtschaftswissen, behält aber auch die sozialen und ethischen Kompetenzen im Blick.

AB

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
[ Zitat ] Abschließend war es für die Mayener Sozialdemokraten eine Selbstverständlichkeit, die Aberkennung der „Ehrenbürgerschaft“ von A. Hitler mit zu beschließen [ Zitat Ende ] Herzlichen Glückwunsch an die SPD und die Stadt Mayen. Nach 75 Jahren! hat man einem Mörder und Volksthyrannen die Ehrenbürgerschaft aberkannt. Und wie lange dauert es, bis die Mayener eine Kritik annehmen und einmal drüber nachdenken? Wie lange braucht es denn, eine Stadt kaputt zu machen, Kopfsteinpflaster wie in Kaisers Zeiten durch die gesamte City zu tackern, das sich jeder Gehbehinderte den Hals bricht und sich mit dem Rollator die restlichen Knochen bricht ? Warum ist Mayen immer noch so rückständig? Mayen bietet immer noch keinen Service, keinerlei Kommunikation und keine Einkaufsmöglichkeit für alte Menschen. Sollen wir raus aus der Stadt- wie im Mittelalter ? Flanieren in Mayen? Geht nicht mehr, und was wollt ihr dann mit einem Hotel? Erstmal die Ruinen abreißen und die Eigentümer in die Pflicht
K. Schmidt:
Mit anderen Worten: Die 5 AfD-Stadtratsmitglieder bilden gegenüber den anderen 43 die absolute Mehrheit. Denn so wie sie abstimmen, darf schließlich kein echter Demokrat abstimmen. ergo: Politisches Kasperletheater, allerdümmster Art. Und wiedermal Stärkung einer Partei, die doch angeblich niemand stark haben will.
Helmut Gelhardt:
Wer sich in die Hände der Rechtsreaktionäre, hier der AfD, begibt, kommt politisch in deren Händen um. Das hätte gegolten für die Papaya-Koalition unter der Führung des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Neuwieder Stadtrat, Herrn Martin Hahn, der vor dem 'Abwahlverfahren Mang' bewusst in Kauf genommen hat, Bürgermeister Mang, SPD, mit Hilfe der AfD zu stürzen. Und das gilt gleichermaßen jetzt für Herrn Bürgermeister Mang, der es jedenfalls im Ergebnis hingenommen hat, dass seine Abwahl nur mit der Enthaltung der AfD verhindert wurde. Die Schändlichkeit der maß- und zügellosen Treibjagd gegen Mang durch in erster Linie sich christliche Demokraten nennende Personen im Neuwieder Stadtrat bleibt bestehen! Das sich als Bürgermeister Stützen-lassen durch die rechtsreaktionäre AfD ist für Herrn Mang als Sozialdemokrat absolut undenkbar! Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Für Herrn Martin Hahn nicht.Und für Herrn Mang nicht. Am Abwahl-Abend hat die AfD obsiegt. Das ist niemals hinnehmbar!
Achim Kämpflein:
Wow - was für ein Verbrechen! Hat die Polizei nichts bedeutsameres zu berichten, als sich mit einer solchen Pressemeldung lächerlich zu machen?
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