Allgemeine Berichte | 11.02.2020

Erstes Fährtenseminar beim Hundesport-Trainingsteam in Bruchhausen

Sucharbeit bringt Mensch und Hund viel Freude

Dirk Knieps vermittelte den zehn Teilnehmern Theorie und Praxis

Dirk Knieps mit seinem Hund „Eragon“.Foto: privat

Bruchhausen. Unter ungewöhnlich milden, aber regnerischen Bedingungen fand vor Kurzem in Bruchhausen beim Hundesport-Trainingsteam ein Fährtenseminar mit Dirk Knieps statt.

Dirk Knieps, ehemaliger Landesmeister Nordrheinland im Verein für Deutsche Schäferhunde, betreibt Fährtenhundesport auf höchstem Niveau. Er ist nicht nur ein Top-Hundesportler, sondern er vermittelt interessierten Hundefreunden sein Wissen und seine Erfahrungen in exzellenter Weise, mit Freude und Spaß.

Beim Fährtentraining lernt der Hund, einer Fährte zu folgen und Gegenstände, die mit menschlicher Witterung behaftet sind, anzuzeigen. Dabei wird er stets positiv in seinem Suchverhalten mit „Leckerchen“ bestärkt.

Für alle Hunde geeignet

Die Suchleistung der Hunde ist geradezu unfassbar: Hunde können nicht nur unter tiefem Schnee verschüttete Menschen aufspüren, sondern auch zum Beispiel geringste Mengen Sprengstoff oder Drogen erschnüffeln. Dahinter steckt eine lange und fundierte Ausbildung. Doch einfache Fährten, die den Hund körperlich und vor allem geistig fordern, kann jeder Hund ganz schnell lernen. Das Besondere an der Fährtenarbeit ist: Sie ist wirklich für alle Hunde geeignet.

Mit von der Partie waren bei diesem Seminar zehn Hundeführerinnen und Hundeführer aus der Region, insbesondere aus Bruchhausen, Linz, Sankt Katharinen und Vettelschoß mit den Hunderassen Australian Shepherd, Border Collie-Schnauzer, Foxterrier, Deutscher Schäferhund, Labrador, Rhodesian Ridgeback und Weimaraner. Einige der Hunde werden auch jagdlich geführt. Diese Jagdhunde sind Spezialisten und werden zum Beispiel eingesetzt zur sogenannten „Nachsuche“, wenn Wild angefahren und verletzt wurde, aber nicht unmittelbar auffindbar ist. Die Nachsuche soll Tierleid verhindern.

Der jeweilige Ausbildungsstand reichte vom blutigen Anfänger bis zum Fortgeschrittenen. In den warmen Räumlichkeiten wurde am Vormittag zunächst allen die Theorie nahegebracht, also erst einmal ganz allgemein über die Nase, die Atemfrequenz der Hunde beim Fährten oder erhöhten Puls. Dann ging es darum, was der Hund bei der Fährte für Gerüche aufnimmt: Bodenverletzungen (also Pflanzenverletzungen, Erdverletzungen), speziell bei der jagdlichen Ausbildung an Wildfährten den Schweiß (Blut) und vieles mehr. Hier hatten die Teilnehmer schon ihre ersten Aha-Erlebnisse.

Erste Erfolge nach kurzer Zeit

Schnell sprang die Begeisterung von Dirk Knieps auf alle über, sodass die Fährtenschüler nach der fundierten Theorieeinführung auf das Fährtengelände zur Praxis drängten. Jeder stellte schon am ersten Tag seinen Hund in einer ersten Fährte vor. Am zweiten Tag folgte noch ein zweiter intensiver Praxisteil.

Dirk Knieps zeigte anschaulich, wie man einen jungen Hund behutsam über Leckerchen-Fährten aufbaut, wie man erste Winkel und das Anzeigen von Gegenständen einführt. Alle konnten mit ihren Hunden mehrere Fährten ausarbeiten, seine Tipps umsetzen. Dabei zeigten sich erste Erfolge. Erstaunlich war, wie begeistert die Hunde sich einbrachten. Knieps‘ genaue Analyse legte die Stärken und Schwächen jedes Teams offen, und er hatte für Jeden wertvolle Erläuterungen und Hinweise, die in den nächsten Übungsstunden umzusetzen sind. Er korrigierte nicht nur die Sucharbeit der Hunde, sondern auch die Führweise der Hundeführer. Bei allen Teams konnte man deutliche Verbesserungen im Verlauf des Seminars sehen.

Als Höhepunkt des Seminars konnten alle Teilnehmer verschiedene Fährtenarbeiten von Dirk Knieps und seinen Deutschen Schäferhunden „Eragon“ und „Ikarus“ begleiten. Auf dem Weg zu dieser Perfektion ist für die Teilnehmer mit ihren Hunden wohl noch ein bisschen Training nötig, dennoch wird die Arbeit der beiden als Ansporn für alle in bester Erinnerung bleiben. Am zweiten Nachmittag fuhren alle Hunde und Menschen müde, aber zufrieden nach Hause, mit dem guten Vorsatz, nun fleißig zu üben.

Weitere Seminare geplant

Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung. Mit Sicherheit werden weitere Seminare folgen. Auch sind Seminare zu anderen Themen in Planung, so zum Beispiel Erste Hilfe für den Hund, Sachkundenachweis für Hundeführer, Grundgehorsam und Vorbereitung auf die Begleithundeprüfung oder Apportieren leicht gemacht. Ferner ist die Gründung eines Hundesportvereins in Planung.

Wer Interesse an diesen Themen hat und/oder gerne an den regelmäßigen Übungsstunden teilnehmen möchte, nimmt Kontakt mit dem Ansprechpartner für das Trainingsteam, Karlheinz Baader, Tel. (01 76) 98 60 74 83, auf.

Dirk Knieps mit seinem Hund „Eragon“.Foto: privat

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