Allgemeine Berichte | 18.05.2018

Großes Treffen im Sayntal mit vielen Fahrzeugen aus dem vorigen Jahrhundert

Traktor-Veteranen pilgerten nach Isenburg

Gesang- und Heimatverein bewirtete 500 Gäste

Von bewundernden Blicken verfolgt kümmerte sich Julian Jöschimmer wieder um seinen Lanz Bulldog aus dem Jahr 1936. KER

Isenburg. Was der Formel 1 der Nürburgring in der Eifel, das ist den Traktorfreunden Isenburg im Sayntal. Wieder trafen sich dort am „Vatertag“/Christi Himmelfahrt die Liebhaber von Treckern, Schleppern und Traktoren zur Schau und zum Erfahrungsaustausch. Weil viele Treckerfahrer aufgrund des oft cabrioähnlichen Aufbaus ihrer Fahrzeuge in den meisten Fällen nicht oder kaum wettergeschützt sind, machen einige Teilnehmer der Traditionsveranstaltung ihre Ausfahrt doch von Hoch- oder Tiefdruck des Barometers abhängig. Und weil das Dauersonnenwetter der vergangenen Wochen genau an diesem Tag gegen einen kräftigen Dauerregen am Vormittag verloren hatte, blieb das eine oder andere Schmuckstück zu Hause in der Garage stehen. Die Organisatoren Franz-Josef Schmidt und Günther Merz sagen: „Heute waren ungefähr vier- bis fünfhundert Besucher hier. In anderen Jahren, bei besserem Wetter, sind es um die 1.000. Aufgrund des Wetters waren auch nur die Hälfte der angesagten Traktoren hier. Aber auch diesmal waren wieder außergewöhnliche Fahrzeuge dabei, zum Beispiel der Lanz Bulldog von den Freunden historischer Schlepper Weitersburg. Wir hatten auch einen Traktor da von 1932, einen der ältesten überhaupt, und komplett im Originalzustand.“

In Isenburg mit seinen gerade mal 620 Einwohnern gibt es sage und schreibe noch 37 fahrtüchtige Traktoren. Eingesetzt werden viele dieser Fahrzeuge bei der Holzernte und dem Abtransport von Brennholz aus dem Wald. Auch beim Verarbeiten der Baumstämme können die Landwirtschaftsfahrzeuge gute Dienste leisten, wie Robert Seiler und Marco Schüler mit ihrem kombinierten Holzschneider und -spalter vorführten.

Ideeller Wert für die Besitzer

Den Lanz Bulldog hatte Julian Jösch aus Weitersburg ins Sayntal gelenkt. Der junge Mann ist Nutzfahrzeugmechatroniker von Beruf. Sein Lanz wurde 1936 gebaut. Seit 25 Jahren zählt er zum Besitz der Familie Jösch. Er kam ungefähr zu der Zeit in die Familie, als Julian das Licht der Welt erblickte. Der verbringt mittlerweile jede freie Minute mit den gesammelten Oldtimer-Traktoren. Vor zwei Wochen war er mit dem Lanz noch auf einem Treffen in Belgien. Auch dorthin fuhr er selbstverständlich jeden Kilometer mit dem Traktor auf der Straße, Höchstgeschwindigkeit 28 km/h. Über Preise für die Fahrzeuge spricht man in diesen Kreisen kaum noch. Nur dass er seinen Lanz für 50.000 Euro nicht hergeben würde, da ist sich Julian Jösch ganz sicher.

Veranstalter des Traktortreffens in Isenburg sind der Gesangverein Harmonie mit Elke Merz an der Spitze und der Heimat- und Verschönerungsverein mit seinem Vorsitzenden Friedhelm Kurz. Der Gesangverein bereitet sich schon auf seinen nächsten öffentlichen Auftritt an Pfingsten auf der Isenburger Kirmes vor. Gesungen wird in der Kirche. Genauso wie auf dem Adventsmarkt und an den Heiligabenden, die noch in der Isenburger Kirche gefeiert werden. Der Truppe gehören noch 18 Sängerinnen und Sänger an. Nachwuchs wäre nötig. Elke Merz sagt: „Wir sind schon von Haus zu Haus marschiert, um Sänger zu werben, bisher leider erfolglos. Auch die Einladungen zu den Sängerfesten anderer Vereine sind sehr rückläufig. Deshalb haben wir voriges Jahr im Oktober ein Kirchenkonzert veranstaltet.

Daran hatten alle acht Chöre unseres Chorleiters Dietmar Löffler teilgenommen. Unsere Gesangsstunde ist mittwochs abends um 19 Uhr im Gemeindehaus. Jeder, der einmal zuhören oder mitsingen möchte, ist herzlich willkommen.“

Man muss nicht unbedingt selbst Treckerfahrer sein, um auf der Veranstaltungin Isenburg Spaß zu haben. Das bewiesen diese drei vergnügten Damen.

Man muss nicht unbedingt selbst Treckerfahrer sein, um auf der Veranstaltung in Isenburg Spaß zu haben. Das bewiesen diese drei vergnügten Damen.

Elke Merz vom Gesangverein und Friedhelm Kurz vom Heimat-und Verschönerungsverein organisieren mit ihren Vereinen das jährliche Traktortreffen im Sayntal. Der rote McCormick ist Vereinseigentum des HVV.

Elke Merz vom Gesangverein und Friedhelm Kurz vom Heimat- und Verschönerungsverein organisieren mit ihren Vereinen das jährliche T raktortreffen im Sayntal. Der rote McCormick ist Vereinseigentum des HVV.

Auch eine Mitfahrt in einem der Fahrzeugeunterschiedlichster Bauart war für einige Besucher möglich.

Auch eine Mitfahrt in einem der Fahrzeuge unterschiedlichster Bauart war für einige Besucher möglich.

Von bewundernden Blicken verfolgt kümmerte sich Julian Jösch immer wieder um seinen Lanz Bulldog aus dem Jahr 1936. Fotos: KER

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