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Mammut-Bauprojekt auf dem Nürburgring steht in den Startlöchern

Über zwei Kilometer neue Fahrbahn für die Eifelrennstrecke

Umfangreichste Bauarbeiten seit über 40 Jahren - 4 Millionen Euro Investition in Nordschleife

Über zwei Kilometer neue Fahrbahn für die Eifelrennstrecke

Ab 12. November prägen Baumaschinen und -fahrzeuge das Bild auf der Nordschleife. Die Arbeiten auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern sind die Umfangreichsten seit über 40 Jahren. Foto: Nürburgring

07.11.2018 - 10:04

Nürburg. Am 12. November fällt auf dem Nürburgring der Startschuss für besonders umfangreiche und nachhaltige Sanierungsarbeiten. In fünf verschiedenen Streckenabschnitten wird das Asphaltband der weltweit einmaligen Nordschleife von Grund auf erneuert. Darüber hinaus wird durch einen Ausbau der FIA-Fangzäune der Sicherheitsstandard in der Grünen Hölle weiter erhöht. Die Maßnahmen im Rahmen der diesjährigen Bauarbeiten sind auf einer Länge von insgesamt zweieinhalb Kilometern und mit einem Investitionsumfang von rund vier Millionen Euro die Umfangreichsten an der Nordschleife seit über 40 Jahren. „Die längste, permanente Rennstrecke der Welt kontinuierlich Instand zu halten, ist eine enorme Aufgabe. Umso wichtiger ist es, diesem Auftrag gewissenhaft nachzukommen“, erklärt der Geschäftsführer des Nürburgrings, Mirco Markfort, im Hinblick auf die anstehenden Arbeiten. In der langen Geschichte der Nordschleife stand bei den Sanierungen nicht immer die Langlebigkeit im Fokus. Laut Markfort ist diese jedoch ein entscheidender Punkt: „Nimmt man Grand-Prix-Strecke und Nordschleife zusammen, haben wir hier über 25 Kilometer Asphalt der ständig enormen Belastungen ausgesetzt ist. Im Winter kann man jedoch nur in einem kurzen Zeitraum einen gewissen Teil sanieren. Deshalb ist uns neben den hohen Qualitätsansprüchen auch die Nachhaltigkeit so wichtig.“ In fünf Streckenabschnitten – Flugplatz / Schwedenkreuz, Kallenhard, Wehrseifen, Ex-Mühle und Hohe Acht – steht unter diesen Gesichtspunkten ein sogenannter „Vollausbau“ an. Hierbei werden der Asphalt sowie alle darunter liegenden Schichten erneuert. Der einzigartige Charakter der Nordschleife bleibt dabei natürlich erhalten. „Maßgeblich für den späteren Einbau der Fahrbahn sind seitliche Fixpunkte, wie zum Beispiel die vorhandenen Curbs, links und rechts der jetzigen Strecke. So stellen wir sicher, dass selbst Gefälle und Neigungen auch nach der Sanierung dieselben sind und die Charakteristik erhalten bleibt“, erklärt Nürburgring-Projektleiter Alexander Schnobel. Die umfangreichsten Bauarbeiten seit über 40 Jahren bringen in diesem Zusammenhang auch beeindruckende Zahlen hervor. Insgesamt werden von den Baumaschinen 22.000 Quadratmeter Strecke bearbeitet. Die eingesetzten Bagger und Kipper müssen hierbei 10.000 Kubikmeter Erdaushub bewältigen. Rund 6.000 Tonnen Asphalt werden zunächst ausgebaut, anschließend von Spezialmaschinen zerkleinert und am Ende des umweltschonenden Recycling-Verfahrens als neues Asphalt-Gemisch wieder eingebaut. „Die Größe der Baustelle als auch der Umfang der Maßnahme sind unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Zeitfensters enorm und dementsprechend anspruchsvoll – ein echtes Mammutprojekt. Das gilt für die fristgerechte Umsetzung und natürlich auch für die Vorbereitung und Planung“, fasst Alexander Schnobel zusammen. „Bei dieser Aufgabe profitieren wir von der jahrelangen Erfahrung aller Beteiligten. Das gilt für die lokalen und regionalen Unternehmen aber natürlich genauso für uns.“ Aufgrund des Umfangs haben sich die Baufirmen Schnorpfeil (Treis-Karden) und Wurzel (Jülich) zu einer Arbeitsgemeinschaft formiert. Als langjährige Partner des Nürburgrings sind auch die beratenden Ingenieure Porz & Partner wieder mit an Bord. Neben den Arbeiten an der Fahrbahn setzt der Nürburgring dieses Jahr auch noch eine weitere Sicherheitsmaßnahme um. Im Bereich Hatzenbach, in Fahrtrichtung links, sowie im Bereich Kesselchen werden insgesamt rund 900 Meter neuer FIA-Fangzaun installiert. Hierdurch wird der Schutz der Aktiven auf der Nordschleife weiter verbessert. Am 22. Februar sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein und so perfekte Bedingungen für eine neue, packende Motorsport-Saison in der Grünen Hölle bieten.

Pressemitteilung Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG

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Kommentare
Anonym:
Vielleicht könnte auch mal jemand die Bauarbeiten in der Römerstraße hinterleuchten. Den großen Teil zahlen Anwohner und anliegende Firmen obwohl das die Hauptzufahrtsstraße zum Sportplatz ist, auch von den Baufirmen des neuen anliegenden Wohngebietes wurde die Straße bevorzugt genutzt und geschädigt. Große Bäume die vor vielen Jahren genauso wie Straßenbeleuchtung illegal gesetzt wurden werden zwar durch die Bauarbeiten beschädigt und stellen eine große Gefahr dar werden aber nicht beseitigt weil niemand die Kosten dafür tragen möchte. Dies wurde aber den Anwohnern zugesagt, wurden die Anwohner vorsätzlich angelogen bzgl. der Grundstücksgrene um das vorhaben durchzubekommen und im nachhinein hinter den Rücken der betroffenen zu ändern?
H. Schmidt:
Warum unsere Landesregierung das nicht aufgreift, liegt auf der Hand: Ein entsprechender Entschließungsantrag kam dummerweise von der falschen Partei (CDU, Landtagsdrucksache 17/7994), und ein entsprechender Gesetzesentwurf sogar von der ganz falschen (AfD, Drucksache 17/7619). Würde es in der Landespolitik um sachliche Auseinandersetzungen mit dem Thema gehen, und weniger darum wer im Sandkasten wessen Schäufelchen geklaut hat, müsste man wie die SPD im Nachbarland agieren, aber... Das ist im Übrigen kein auf die SPD oder die Landesebene beschränktes Phänomen, auch bei den anderen Parteien gibt es eine nahezu beliebige Austauschbarkeit einzelner Positionen und Argumentationen zu Sachthemen, je nachdem ob man gerade Regierung oder Opposition ist, und wer gerade mit einer Initiative ums Eck kommt. Und das ist einer der Hauptgründe für die weiter steigende Politikverdossenheit, die Wahlbeteiligungen, und v.a. auch die Wahlergebnisse sogenannter Alternativen.
H. Schmidt:
Das ist mal eine lustige Pressemeldung, fast schon mit Trump-Twitter-Ähnlichkeit. Wieso? Nun: Die Gemeinde veröffentlicht anscheinend neuerdings auf ihrer Homepage die kompletten Sitzungsunterlagen, und im "Sozial-, Kultur-, Sport- und Demografieausschuss" im Januar steht dieser Punkt tatsächlich auf der Agenda. Dort ist als Dokument auch ein Leistungsverzeichnis zu finden, wie die Verpflegung der Grundschule Ringen seit einigen Jahren aussieht. Und dort wird genau aufgelistet, was an 20 Verpflegungstagen wie oft serviert werden darf (Punkt 4.4). Von "Nudel-Soße-Ketchup-Mix" kann man da überhaupt nichts erkennen. Mind. 8x frische Kartoffeln, maximal 4x Hackfleisch, usw. alles genau dort vorgegeben. Ich würde die CDU ungern wegen Fotos mit Hühnern auf dem Arm wählen, lieber wegen einer Politik, die sich an Tatsachen orientiert, und etwas weniger am Wahlkampf und den unbedingt auszugebenden Haribo-Einnahmen. Unsere Kinder essen jetzt schon gut, zum aktuellen Preis.

Erfolgreicher Start ins Wahljahr

Helmut Gelhardt:
Das war eine sehr gute Veranstaltung. Der Redner Detlef Placzek, der schon 2018 in Bendorf beim DGB anlässlich der der '1. Mai-Feier' inhaltlich sehr gut gesprochen hat, ist der Politiker-Typus: sachorientiert, hartnäckiger Zielverfolger, sozial hochkompetent und hochengagiert. Politische Schaumschläge- reien sind von ihm nicht zu erwarten. Das ist wohltuend. Seine Stärke ist das politische Argument. Die Rheinland-pfälzische SPD hat hier einen ausgezeichneten Mann. Er benennt auch klar Fehler der SPD im Bund! Aber er belässt es nicht bei der politischen Rückschau, sondern benennt sachkundig die vielfältigen politischen Erfolge der SPD in Rheinland-Pfalz von 1991 bis heute. Manchmal wird der eine oder die andere beim Genossen Placzek den "politischen Säbel" vermissen. Gleichwohl: Ein MEHR von diesem Typ Politiker ist immer gut! Die Engerser SPD macht ihr Ding. Weiter so! "Nah bei de Leut" ist keine Nostalgie, sondern absolute Pflicht! Ein Kritikpunkt: Der Gitarrenvirtuose kam zu kurz!
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