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Der Brauchtumsverein „Freunde des Erpeler Weinfestes“ inthronisierte die neue Weinkönigin

Verena Schwager ist die Nachfolgerin von Anne I. als Weinkönigin von Erpel

Am Samstagabend eröffnete sie mit ihren Weinprinzessinnen Celina und Hannah die neue Weinfest-Saison

22.08.2018 - 10:43

Erpel. Bei der „Krönung der Erpeler Weinkönigin“ vom Brauchtumsverein „Freunde des Erpeler Weinfestes“ fanden die Besucher am Samstagabend nur mir Mühe einen Sitzplatz im Bürgersaal. Zumindest erfordert der Aufbau der Bestuhlung einiges an Geschicklichkeit, um nicht zu viele an die Stehtische vor der Theke zu verweisen. Auch wenn es dem Vorsitzenden des Brauchtumsvereins, Werner Henneker, dieses Jahr nicht gelungen war, völlig geheim zu halten, wer die Nachfolgerin von Anne Wagner ist, bis auch der letzte der Besucher absolut sicher sein konnten, wer durch das lange Weinfest-Wochenende von Freitag, 14. September, bis Montag 17. September führen wird, musste man sich schon etwas gedulden.

Zunächst begrüßte Werner Henneker zusammen mit der 2. Vorsitzenden, Brigitte Buchmüller, neben Bürgermeisterin Cilly Adenauer als Hausherrin und ihren drei Beigeordneten Verbandsbürgermeister Karsten Fehr sowie mit Piet Cootjans von der Band „Timbre Tajiri“ und Karel Harmsen von der Band „Volle Blaos“ aus Nimwegen treue Gäste aus den Niederlanden, die der Krönungsveranstaltung internationales Flair verliehen. Außerdem erwies sich Ex-Karnevalsprinz Karel noch vor der Verabschiedung in seinem gewohnt launigen Jahresrückblick als Kenner der Erpeler Szene bis hin zu den wiederkehrenden Beiträgen. Aber auch für die scheidende Weinkönigin Anne I. und ihre Weinprinzessin Tatjana hatte er bei seinem 15. Krönungs-Grußwort die passende Bemerkung mit „Mädels, Ihr ward klasse!“ parat.

Dann ließ Anne I., die auf Prinzessin Eva verzichten musste, ihre Regentschaft per Beamer-Show Revue passieren. „Es war ein wunderschönes Wochenende im Rückblick. Die Zeit ist wie im Rausch an mir vorbeigezogen. Ich habe im Vorfeld nicht gewusst, worauf ich mich eingelassen habe, würde aber wieder Ja sagen“, resümierte die scheidende Weinkönigin. „Ihr ward ein tolles Team, mit dem wir eine gute Zeit und vor allem viel Spaß hatten“, bescheinigte ihnen Werner Henneker, bevor sich Brigitte Buchmüller den Jubiläumsmajestäten widmete. Die Silber-Weinkönigin Diana Elsner sei in Urlaub, während die Gold-Königin von 1968, Brunhilde Brenneke (Obladen) inzwischen in Obernburg wohne. „Wie Diana Elsner hat sie aber zugesagt, beim Blütenkorso mitzumachen“, berichtete die 2. Vorsitzende, bevor die Null-Uhr-Kapell die Wartezeit auf den Einzug der neuen Weinkönigin verkürzte.

Als schließlich das Trio, eskortiert von den Offizieren der Junggesellen, Selim Kanaan und Philipp Marx, einzog, erkannte jeder sofort: Die neue Erpeler Weinkönigin ist Verena Schwager, die Schwester der Mittelrhein-Weinkönigin Daniela I. von 2016/17 und Tochter von Bacchus Andreas. „Zusammen mit ihren Freundinnen, den Weinprinzessinnen, Celina Lenz und Hannah Roos, steht die 23-Jährige, die gerade erst ihr Studium als Master of Science Wirtschaftspsychologie abgeschlossen hat, im Mittelpunkt unseres Weinfestes, das wir traditionell am dritten Septemberwochenende feiern“, verkündete Brigitte Buchmüller, bevor sie sich den drei Grazien widmete.

Für Verena, die vor acht Jahren ihren Vater erstmals zusammen mit Schwester Daniela als Bacchantin begleitet hatte, würde ein Kindheitstraum in Erfüllung gehen, berichtete sie. „Wie ihre Weinprinzessinnen kommt unsere Weinmajestät, die gerne liest, aus der Prinzengarde und ist Mitglied im Junggesellenverein Erpel. Als Wein präferiert sie einen halbtrockenen Riesling, ansonsten kann es auch schon mal etwa lieblicher zugehen“, so Brigitte Buchmüller. Weinprinzessin Celina, die einen halbtrockenen Riesling aus den Steillagen bevorzugt, ist ebenfalls Mitglied im Junggesellenverein Erpel, stellte Buchmüller die 19-Jährige vor, die eine Ausbildung zur Friseurin absolviert. „Die 18-jährige Hannah, die gerne Klavier spielt, ist Lehramtsstudentin für Deutsch sowie Wirtschaft &Arbeit und ist Mitglied im Junggesellenverein Orsberg. Beide sind engste Freundinnen der Weinkönigin und widmen sich wie diese intensiv der Brauchtumspflege“, versicherte die 2. Vorsitzende, bevor Werner Henneker sich dem Weingott widmete.

„Vorstellen muss man ihn eigentlich nicht mehr, nicht nur, weil er nun schon zum achten Mal die Rolle des Bacchus übernommen hat. Und wenn einer diese Olympier darstellen kann, dann Andreas mit seiner ganzen Gestalt“, schwärmte der 1. Vorsitzende von Schwager, der nach der Rolle als Prinzgemahl seiner Königin Martina und als aktueller Bürgerkönig erneut göttliche Aufgaben Funktionen übernommen hat. Neben Tochter Daniela, der 26-jährigen Sachbearbeiterin beim Wein-Service Bonn, begleitet ihn erstmals die gleichaltrige Julia Sterzenbach als zweite Bacchantin. „Ich habe diese Rolle gerne übernommen, weil das Erpeler Weinfest wirklich unheimlich schön ist“, erklärte die medizinische Fachangestellte im Gesundheitsamt Bonn.

Dann endlich war es soweit: Brigitte Buchmüller inthronisierte Verena I., indem sie die Weinkönigin mit dem goldenen Diadem krönte. Und schon schunkelte der ganze Saal zum Ostermann-Hit. „Einmal am Rhein, beim Gläschen Wein bei Mondenschein, einmal am Rhein, Du glaubst, die ganze Welt ist Dein; es lacht der Mund zu jeder Stund, das kranke Herz, es wird gesund!“ Diesem Text entsprechend hatte sich Verena I. wohl ihren Weinspruch ausgesucht. „Willkommen am romantischen Mittelrhein – Burgen und Schlösser laden zum Träumen ein. Weinfest in Erpel, wie zauberhaft! Magisch schmeckt der Rebensaft!“, verkündete sie, um dann ihrem Völkchen zuzuprosten: „D’rum stoßt mit mir an, wir feiern das Leben! Fangt ein die Magie der goldenen Reben!“ Das kann man beim Erpeler Weinfest schon am Freitag, 14. September, ab 18 Uhr im Weindorf am Rathaus tun, offizielle Eröffnung ist aber erst im Anschluss an den Fackelzug der Weinkönigin ab 20 Uhr beim anschließenden Festakt am Rathaus, wenn ganz „Europa zu Gast am Romantischen Mittelrhein!“ ist.

DL

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Kommentare
juergen mueller:
Das ist alles bekannt Herr Altmaier. Dazu bedarf es keiner Aufklärung. Im Gegenteil, Ihre Argumentation, Bäume seien wichtig für ein gesundes Stadtklima, mutet schon grotesk an und ich empfinde es als eine Verarschung sowie Beleidigung der Intelligenz eines jeden, der sich für Umweltschutz/Klimawandel interessiert, angesichts der Tatsache, dass die Stadt in den letzten Jahrzehnten alles dafür getan hat, Koblenz innerstädtisch zu einer Beton- u. Steinwüste verkommen zu lassen. Beispiele dafür kann ich Ihnen gerne benennen. Der Baum ist KEIN Freund der Stadt.

„Das wird man wohl noch sagen dürfen“

Uwe Klasen:
Soweit hat es die „politische Korrektheit“ gebracht, dass, mit Bezug auf Artikel 5 GG, Menschen solch einen Satz „Das wird man wohl noch sagen dürfen“ ihrer Meinung anfügen oder vorstellen müssen, um ihre eigenen Standpunkt zu rechtfertigen! Anstatt zuzuhören, den anderen und seine Ansicht ernst zu nehmen und auf Augenhöhe, ohne Einschränkungen, zu diskutieren, werden gerade derzeit Menschen, die anderer Meinung sind als die sogenannte, „Mainstreammeinung“ vorschnell in die rechte Ecke verortet oder noch schlimmer dargestellt, diffamiert und Ausgegrenzt, egal welcher politischer Couleur diese Personen anhängen. Die ist absolut Undemokratisch und gehört eher in diktatorische Regierungsformen!

Halbheiten groß geschrieben

juergen mueller:
Der Ratsbeschluss steht - wenn auch nach Meinung der beiden "Sozialdemokraten", von denen einer im Stadtrat sitzt, die Entscheidung unverständlich ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der im Stadtrat vertretene "Ratsmitglied-Duo" gegenteiliger Meinung gewesen ist. Im Nachhinein von Halbwahrheiten zu sprechen und obendrein hinaus zu posaunen:"WIR machen keine halben Fußgängerzonen" ist kontraproduktiv und offenbart eine Selbstüberschätzung, die nicht der Wirklichkeit entspricht.WIR sind erst einmal nichts und wenn WIR im Stadtrat für UNSERE Vorstellungen keine Mehrheit bekommen, dann bleibt es bei dem NICHTS.
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