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Bad Hönningen läutete am Freitag mit dem 48. Weinblütenfest die Weinfestsaison ein

Weinselig-stimmungsvolle Atmosphäre im Weindorf

18.06.2019 - 15:35

Bad Hönningen. Mit Musik vom Band startete das 48. Weinblütenfest der Stadt, mit dem traditionell auf der Sonnenseite des Rheins die Weinfestsaison eröffnet wird. Da aber waren die Weinstandbetreiber, neben dem Stadtweingut der Tischtennisclub, der SSV 1920 und der 1980 aus einer Stammtischrunde hervorgegangen Verein „Karusselle Bremser“ noch weitgehend unter sich. Auch beim Crepe-Bäcker und am Essensstand waren zu so früher Stunde noch keine Gäste auszumachen. Die trudelten erst erheblich später ein, um sich einen Tisch am den langen, unter weißen Pavillons aufgestellten Biergarnituren zu sichern, während die im Viererpack zu Tischen aufgestapelten Weinkisten und die bauchigen Fässer wie die runden Stehtische unter den breiten Sonnenschirmen noch länger auf Kundschaft warten mussten. Selbst als sich diese gegen 18 Uhr einstellte, waren weniger Riesling, Kerner Spätlese und Grauburgunder oder Schwarzriesling gefragt als vielmehr die Modegetränke „Hugo“ und Aperol Spritz.

„Völlig losgelöst“, nicht wie Major Tom von der Erde, sondern vom Wein waren auch die Freunde der Stadt aus Hilden, hielten die Alten Herren von der SG 05/06 aus Westfalen doch ihrem geliebten Gerstensaft die Treue. Selbst Temperaturen um die 27 Grad veranlassten sie am Stand der Karusselle Bremser, den sie laut ihrem Senior, Willy Berthgen, schon seit 30 Jahren aufsuchen, nicht, dem Hit von Phil Collins „I wish it would rain now“ zuzustimmen, ein Wunsch, der glücklicherweise erst viel später am Abend und dann auch nur kurz in Erfüllung gehen sollte.

„Ich freue mich, Sie alle als Freunde des Mittelrhein-Weins in unserem kleinen Weindorf begrüßen zu können“, erklärte der noch amtierende Stadtbürgermeister, Guido Job, dann kurz nach 18.30 Uhr von der großen Bühne. Angeführt von den Musikern der „Alten Garde“ 1984 Blau-Weiß hatte er zusammen mit Detlef Odenkirchen von der Tourist-Information die Weinkönigin Nathalie Jettner im neuen Stadtweingut abgeholt, die im offenen Cabrio die wenigen Meter durch die Innenstadt zum Festplatz gefahren worden war. „Auf ihre Prinzessin Lea Kruse werden wir noch etwas warten müssen, da nicht jeder Arbeitgeber seine Mitarbeiter am Freitagnachmittag etwas vorzeitig für ein Weinblütenfest freistellt“, bedauerte der Stadtchef, um dann die Weinmajestät näher vorzustellen, die fast auf den Tag genau vor einem Jahr ihr Amt angetreten hatte. Tradition und Brauchtum müssten gepflegt und weitergeführt werden und dies läge der heimatverbundenen Majestät sehr am Herzen. Ihr Hobby sei tanzen, das sie als Trainerin den Gardepänz nahe bringen würde.


Eintrag ins goldene Buch


„Da ihr Großvater Winzer war, hat Nathalie auch jede Menge Ahnung von Wein, wie sie bei der traditionellen Verkostung der künftigen Weinköniginnen und ihres Gefolge im Vorjahr bewiesen hat, als sie eine Scheurebe ‚Arenfelser Schlossberg“ als ihren Weinköniginnenwein ausgesucht hat“, erinnerte Guido Job. Ausgelassene Stimmung, Live Musik und natürlich ausgezeichneter Rebensaft von den sonnigen Weinbergen entlang des Rheins würden die Gäste der Stadt erwarten, die bei frühsommerlichen Temperaturen rheinische Fröhlichkeit in stimmungsvoller Atmosphäre genießen könnten, versprach er. Den musikalischen Auftakt würde nach dem Auftritt der „Alten Garde“ die Blues und Jazz Band „Blues Bastard“ machen, während am Samstag die Partyband „Soul and Music“ zum Tanz aufspielen würde, erklärte er, um dann die Weinkönigin zu Wort kommen zu lassen, die zunächst allen Helfern für ihr Engagement dankte, ohne die ein solches Fest gar nicht möglich wäre. „Ich freue mich unheimlich, auch in meinem zweiten Amtsjahr drei wunderschöne Tage mit Ihnen zusammen hier im Weindorf verbringen zu können“, erklärte Nathalie Jettner, um dann die Besucher mit ihrem Weinspruch aufzufordern: „Erhebt das Glas, so soll es sein: Genießt mit mir den köstlichen Wein!“

Nachdem sie sich in das Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, mischte sie sich unter die Besucher des Weinblütenfestes, das nicht nur am Eröffnungstag erheblich mehr Gäste verdient gehabt hätte, sondern vor allem auch am abschließenden Sonntag. An dem machten nicht nur andere Ort mit ihren Veranstaltungen dem Weinblütenfest Konkurrenz, sondern auch die mitgliederstarke Bad Hönninger KG 1891, die parallel alle Mitglieder, Freunde und Sponsoren zu ihrem diesjährigen Sommerfest in und um die KG-Halle im Melkenweg eingeladen hatte. „Weißt du noch, wie voll der Platz früher mal war“, trauerte eine ältere Bad Hönningerin längst vergangenen Zeiten hinterher, waren doch auch am späten Sonntagvormittag nicht allzu viele Badestädter zum Brunch im Weindorf erschienen, um weinselig die Dicke-Backen-Musik der Schlossbergmusikanten zu genießen.


Weinköniginnen der Region kamen zum Weinblütenfest


„Im Leben, im Leben geht mancher Schuss daneben“, erklärte dann vielsagend am frühen Nachmittag das Fanfarencorps Grün-Weiß, womit ausdrücklich nicht die Töne seiner Bläser gemeint waren. Die „erzählten“ der durchaus überschaubaren Besucherschar dann die traurige Geschichte von Maruschka, dem „schönsten Kind, das man in Polen findt“, um sich schließlich zum Treffpunkt der Weinköniginnen vom Mittelrhein aufzumachen, deren Einzug dann doch etwas mehr Besucher angelockt hatte. Kaum dass für den hohen Besuch die langen Biergarnituren mitten auf dem Festplatz mit Salzgebäck und Getränken bestückt worden waren, zogen die Majestäten, angeführt von den Gastgeberinnen, Weinkönigin Nathalie und Weinprinzessin Lea, zusammen mit Guido Job und der Moderatorin Magdalena Ziegler über den Platz auf die große Bühne, während ihr Gefolge vor dieser Aufstellung nahm.

„Unsere oberste Weinkönigin, Johanna aus Leutesdorf, die im Vorjahr in Rhöndorf im Haus Drachenloch inthronisiert worden ist, hat sich leider etwas verspätet, so dass ich Ihnen zunächst mit Jasmin die amtierende Loreley vorstelle, bei der aber niemand Angst haben muss, im Rhein zu ertrinken, da sie Rettungsschwimmerin ist“, verriet die Moderatorin, um sich dann der Weinhex‘ Catharina I. zu widmen, die pünktlich in der Walpurgisnacht nach dem 12. Böllerschuss mit Zauberknall und Hexenfeier in Oberwesel einem dicken Weinfass entstiegen war, um ihre zweijährige Amtszeit anzutreten. Aus Braubach war Weinkönigin Nadine I. samt Bacchus Bastian angereist. Ein Weingott hatte aus die Leutesdorfer Weinmajestät Jessica I. nach Bad Hönningen begleitete, zu der sich dann auch die Mittelrhein-Weinkönigin gesellte.

„Die kürzestes Anreise hatte wohl Eva I. aus Rheinbrohl, die mit ihren beiden Weinprinzessinnen auch Hammerstein zwei Jahre lang repräsentiert“, so Magdalena Ziegler, bevor sie sich Richtung Norden wandte, indem sie Janine I. aus Rhöndorf vorstellte, die Schwester von Ex-Mittelrheinkönigin Jessica. Aus Unkel war Burgundia Hanna I., aus Erpel Verena I., angereist, die bei ihrem letzten Auftritt als Weinkönigin allerdings auf ihren Bacchus, Vater Andreas Schwager, wegen der Johannes-Kirmes des Ortes verzichten musste. Anschließend stellte die Moderatorin Maike I. aus Linz vor, die ihre zweijährige Amtszeit im September beenden wird. „Im schönen Tal am Mittelrhein gedeiht ein ganz besonderer Wein“, verkündete dann Nina I. aus Dattenberg, bevor der Reigen der royalen Besucherinnen, wenn auch ganz ohne Rebensaft und Weinspruch von Brunnenkönigin Elena I. aus Bad Breisig beendet wurde. „Ich freue mich, dass Ihr alle meiner Einladung gefolgt seid und so mit dazu beitragt, dass wir bei einem gemütlichen Beisammensein hier im Weindorf das Fest ausklingen lassen können“, erklärte Nathalie I. DL

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Kommentare

Illegale Hundezucht aufgelöst: 136 Tiere befreit

juergen mueller:
Strafrechtlich und mit aller Härte zur Verantwortung ziehen - richtig.Aber nicht nur das.Jeder,der einen Hund,speziell WELPEN zur "Hundesteueranmeldung" bringt,sollte darüber Auskunft geben MÜSSEN,WOHER und von WEM er diesen "erworben/gekauft" hat,damit "illegale" Mehr-Hundezüchtung/haltung überprüft werden kann.Mir ist nicht bekannt,dass sowohl illegale wie auch legale Hundezüchter in irgendeiner Art u.Weise registriert werden/wurden. Und wieso ist dieser Zustand nicht bereits früher aufgedeckt worden?Eine Hundehaltung diesen Ausmaßes lässt sich doch nicht so einfach übersehen/geheimhalten. Und die überflüssige Wortwahl "Eigentumsrechte" von Herrn Klasen passt mal wieder wie die Faust auf`s Auge - nämlich überhaupt nicht.Diese abnorme Form von Hundehaltung/Hundevermarktung überhaupt mit Eigentumsrecht i.V..zu bringen,ist genauso abnorm wie die weit auszulegende,unzureichende gesetzliche Definierung hierzu.
Brunhilde Hildebrandt:
Ich bin sehr froh und dankbar das es trotz allem Menschen gibt die handeln , wenn sie von solchen Zuständen Kenntnis bekommen. Hochachtung an alle die Helfer und Tierärzte. Die "Halter" sollten strafrechtlich mit aller Härte zur Verantwortung gezogen werden!!
Uwe Klasen:
Hier wurde, zu Recht und zum Tierwohl bzw. Tierschutz, in die Eigentumsrechte der, offensichtlich vollkommen überforderten, Besitzer eingegriffen!
Armin Linden:
Die KV. bildet aus. Eine gute dringliche Sache. Auch viele andere "Behörden" sind tätig. Beamtenanwärter werden gesucht. OK. Rest geht in Verwaltung und Fachabteilungen. Finden die jungen Leute also alle einen Job ? Auch Übernahmen ? Teils werden die Behörden immer weiter "aufgebläht". Die "SGD" in Kob. ist bereits eine Mammutbehörde. Die Rentner werden paralell immer jünger. Die BRD "Gutverdiener". Mit "5O" war man vor Jahren "Alt". Mit "6O" - Uralt. (Deutsche Philosophie des Jugendwahn). Dieser ist vor 2O Jahren vollzogen worden. Alternativ wurde die BA. in Nürnberg "Neu" aufgepumpt. Tatsache. Auch die Jobcenter, feierten sich als zusätzliche "Neue Industrie". Ich frage mich: Wo geht die Reise hier hin ! Wer zahlt das auf Dauer alles ?
Uwe Klasen:
Sehr geehrte Mitkommentatoren, ich habe nie behauptet was Sie in meinem Kommentar hinein deuten! Es ist nicht mein Fehler, dass Sie sich, ob ihrer fehlerhaften Interpretation einer Aussage oder einer Meinung, Angegriffen fühlen und deshalb empören!
S. Granzow:
Sehr geehrter Herr Klasen, ich finde es schade, daß Sie sich mit Ihrer Meinung nicht an Fakten orientieren. Tatsache ist, daß jegliches kommunalpolitisches Engagement freiwillig, als Ehrenamt neben Arbeit, Ausbildung oder Schule geleistet wird. Es handelt sich um einen nicht unerheblichen Zeitaufwand, der leider nur selten gewürdigt wird. Ich finde es bewundernswert, daß sich junge Leute dafür einsetzen, die Zukunft mitzugestalten. Es ist immer leicht, irgendwo 'dagegen zu sein' oder Kritik zu äußern - freiwillig in der raren Freizeit neben Ausbildung oder Beruf nach Lösungen zu suchen ist nach meiner Meinung schon lobenswert.
Sabine Granzow:
Sehr geehrter Herr Klasen, es wäre schön, wenn Sie auf Basis von Fakten urteilen würden. Das kommunalpolitische Engagement findet neben der Arbeit oder Ausbildung statt - häufig abends oder an Wochenenden. Ich rechne es allen hoch an, die neben der beruflichen oder schulischen Belastung auch noch bereit sind, Weichen für die Zukunft zu stellen, und die Zukunft so mitzugestalten.
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