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Was Unkel und Fuerteventura verbindet

Willy Brandt schlägt heute noch Brücken

„Amigo Alemán“ sitzt am kanarischen Strand und gleichzeitig im Museum nahe des Rheins

21.03.2018 - 08:35

Unkel. Das musste Niklas Strauscheid, der auf der Ferieninsel Fuerteventura arbeitet, seiner Großmutter Elfriede Probst in Unkel ganz dringend erzählen: Nicht weit von dem Hotel, in dem der gelernte Schneider jobbt, sitzt ein bronzener Willy Brandt am Strand von Jandia und blickt aufs Meer, eine Arbeit des kubanischen Künstlers Rafael Goméz.

Elfriede Probst kennt das Motiv, es hängt als großformatige Fotoreproduktion an der Wand im Ausstellungsraum des Unkeler Willy-Brandt-Forums, wo Probst, vorzugsweise an Sonntagen, ihren ehrenamtlichen Dienst versieht.

Wie kam es zu der Aufnahme? Als Bundeskanzler Willy Brandt mit Familie zum Weihnachtsurlaub an der Jahreswende 1972/73 die damals noch zu recht so genannte „stille Insel“ auswählte, begleitete ihn Stern-Fotograf Robert Lebeck. In seinem Strandbild hält der unlängst verstorbene Starfotograf den Moment fest, als der Politiker mit umgeschlagener langer Hose und offenem Hemd – es ist Dezember – aufs Meer blickt. Brandt ist im Urlaub, die Regierungslast scheint von ihm abgefallen, er ruht in sich. Dabei wird 1973 sein „Seuchenjahr“. Nach dem großen Wahlsieg in der „Willy-Wahl“ 1972 erkrankt er, die Stimme ist weg, strenges Rauchverbot. Die Stimmung in der sozialliberalen Koalition ist auch schlecht. Als Brandt aus dem Urlaub nach Bonn zurückkommt, eröffnet ihm sein Außenminister Walter Scheel, dass er Bundespräsident werden will. Auch das noch, Brandt muss seine Regierung umbilden, und das ist noch das wenigste. Wenige Monate später tritt Brandt wegen des Spions Guillaume zurück.

45 Jahre nach dem Aufenthalt des Bundeskanzlers auf der Insel, am 27. Oktober 2017, enthüllte der örtliche Bürgermeister Rafael Perdomo in Anwesenheit hochrangiger Regierungsbeamter und Angehöriger des Deutschen Konsulats die Statue. In Jandia scheint man zu wissen, was zur Ankurbelung des Tourismus taugt. Der „Amigo Alemán“ hat in Spanien immer noch einen guten Ruf, wohl auch wegen seines politischen „Enkels“ Felipe Gonzaléz, dem langjährigen Vorsitzenden der spanischen SPD-Schwesterpartei und von 1982 bis 1996 Regierungschef des Landes.

Brandt ist also immer noch gut für das, was er ein Leben lang gekonnt hat. Er schlägt Brücken, wie diese zwischen Fuerteventura und Unkel, zwischen Enkel und Großmutter. Also: Urlauber kommst Du nach Fuerteventura, schau bei Willy Brandt vorbei. Frag einfach nach dem Paseo Willy Brandt in Morro Jable. Wer der Hund an seiner Seite ist? Auch ein Mitglied der Familie Willy Brandt, Husser mit Namen. Spötter meinten, eine Mischung aus Dackel und Bernhardiner.

Pressemitteilung

des Willy-Brandt-Forums

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J. Holstein:
Es steht zu hoffen, dass die Planer bei einer zukunftsfähigen Lösung für die Innenstadt nicht ausschließlich für das Verkehrsmittel Auto planen. Während man in vielen Städten ja bereits verzweifelt überlegt wie man Belastung in den Innenstädten verringern kann, sollte man in Sinzig aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und bei der Planung den Fokus auf die emissionsfreien Verkehrsmittel Fahrrad und Füße richten. Eine Anbindung an den Bahnhof oder die Ahr muss in Sinzig nun definitiv nicht auf Autoverkehr ausgerichtet sein - zum Glück sind es ja jeweils nur wenige hundert Meter! Mit einem vernünftigen, funktionierenden Leihradkonzept, echten Radwegen und einer autofreien Anbindung an Wanderstrecken könnte Sinzig seine Attraktivität als touristisches Ziel zukunftsfähig ausbauen.
Michael Daum:
CDU fordert...so so. Wer fordert, sollte eigentlich auch bezahlen. Das hat man hier auch mit überreichlich viel Steuergeld der Bürger (nicht der CDU) getan. Erst das Objekt überteuert kaufen, dann für viel Geld abreißen und sich dann zum Fototermin aufbauen. So einfach geht Poltik. Aber wenn man einen Goldesel namens Bürger hat, dann ist das ja alles kein Problem. Dann noch ein Brunnen auf der Verkehrsinsel? Möchte mal wissen, wie der bei diesem Verkehr nach 2-3 Jahren aussieht. Wahrscheinlich genau so wie die vor Jahren "begrünten" Überquerungshilfen, von denen heute nur noch der Schotter übrig ist. Aber schöner Schein ist ja ohnehin das, was die Stadt am besten kann.
Uwe Klasen :
Klimawandel, Starkregen: Eine Koinzidenz ist noch keine Korrelation und bedeutet erst recht noch keine Kausalität
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