Politik | 05.02.2015

Zukunftsallianz Cochem-Zell und Regionale Pflegekonferenz Cochem-Zell informieren

Altenpflege: Beruf mit Zukunft

- Pflegeaktionswoche im Kreis erfolgreich -

Bei der Auftaktveranstaltung: v.l. Christian Hauer (BBS Cochem), Ernst-Dieter König (BBS Cochem), Mechthild Thönnes (Ambulantes Kranken- und Altenpflegeteam Pommern), Sozialdezernentin Anja Toenneßen, Joachim Siebenborn (Leiter des Seniorenzentrums St. Hedwig Cochem), Hermann-Josef Melchior (Schulleiter Pflegeschulen Maria Hilf in Daun), Andreas Zietz (Schulleiter BBS Cochem).privat

Cochem-Zell. Kurz vor dem Start ins Berufsleben fragen sich viele „Welcher Beruf passt zu mir?“, Welcher Beruf entspricht am besten meinen Fähigkeiten?“ und „Welche Zukunftsperspektiven werden mir geboten?“

Was viele nicht wissen: Das Berufsfeld der Altenpflege bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten in der Aus- und Weiterbildung. Für all diejenigen, die nicht nur gerne mit „Hand und Köpfchen“ arbeiten, sondern dazu beitragen möchten, anderen mehr Lebensqualität und Lebensfreude zu vermitteln, ist ein Beruf in der Pflege genau das Richtige.

Um genau diesen Menschen eine Starthilfe ins Berufsleben zu geben, haben die Regionale Pflegekonferenz und die Zukunftsallianz Cochem-Zell gemeinsam mit der Berufsbildenden Schule Cochem eine Aktionswoche unter dem Motto „Bewegt - Gepflegt“ organisiert, an der sich insgesamt sechs Pflegeeinrichtungen in Zusammenarbeit mit den ambulanten Diensten beteiligt haben.

Strategien für die Versorgung vor Ort von morgen

Die Aktionswoche startete mit einer Auftaktveranstaltung in der Aula der Berufsbildenden Schule. Hier referierte Prof. Dr. Weidner, Gründungsdekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar, über das Thema „Pflege und Kommune - Strategien für die pflegerische Versorgung vor Ort“. „Wenn wir in Zukunft sicherstellen wollen, dass möglichst viele Menschen im Alter und bei Pflegebedürftigkeit zuhause wohnen bleiben und angemessen versorgt werden können, müssen wir eine viel bessere Planung, Steuerung und Vernetzung aller Beteiligten möglichst unter Federführung der Kommune hinbekommen“, so Weidner in seinem Vortrag.

Landrat Manfred Schnur betonte: „Wir werden immer weniger - älter - bunter! Gerade bei uns im Landkreis Cochem-Zell haben wir mit einem enormen Bevölkerungsrückgang zu rechnen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen, die 80 Jahre und älter werden, und damit auch die Zahl der Pflegebedürftigen immer weiter an. Die Pflegeberufe sind daher bereits jetzt zweifellos Berufe mit Zukunft.“ „Während der Bedarf an Pflegekräften steigt, werden zukünftig weniger junge Menschen für Pflege und Betreuung zur Verfügung stehen. Um diesem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, muss daher unser gemeinsames Ziel sein, die Menschen in der Region zu halten oder in die Region zu holen, damit der Landkreis zukunftsfähig bleibt. Dies ist auch die Kernaufgabe, die sich die Zukunftsallianz Cochem-Zell gesetzt hat“, so der Kreischef.

Pflegeberufe erleben

Rund 250 Schülerinnen und Schüler der kreiseigenen Schulen sowie viele weitere Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich selbst ein Bild vom Pflegeberuf zu machen. Neben vielen wichtigen Informationen über eine Ausbildung in der Altenpflege konnten die jungen Leute vor allem Eindrücke aus dem Alltag einer Pflegeperson sammeln und so herausfinden, ob für sie eine Ausbildung in diesem Berufsfeld infrage kommt.

Die Aktionswoche, die unter der Devise „Alles andere als langweilig“ stand, lud die Jugendlichen vor allem zum Mitmachen und Erleben ein: Wie bewegt sich ein alter Mensch? Wie sieht und hört er? Und wie fühlt es sich an, auf andere Hilfe angewiesen zu sein? Mit Aktionen wie dem Demenzparcours sowie einem Alterssimulationsanzug konnten die jungen Leute dies selbst nachempfinden. Bei praktischen Übungen wie sich gegenseitig Essen anreichen, aus der Schnabeltasse trinken, sich gegenseitig die Zähne putzen und im Bett lagern, konnten die Jugendlichen in den Beruf schnuppern und so hautnah erfahren, wie sich das Leben, aber auch die Bedürftigkeit im Alter anfühlt.

Darüber hinaus nutzten viele Jugendliche die Möglichkeit, sich in lockerer Atmosphäre sowohl mit den Heimbewohnern als auch mit Auszubildenden und den Ausbildern auszutauschen. Besonders interessante Gespräche entstanden beim sog. „Erfahrungsaustausch der Generationen“, bei dem sich die jungen Leute gemeinsam mit den älteren Menschen über das Leben früher und heute unterhielten. Hier konnten vor allem Berührungsängste genommen werden und die Jugendlichen merkten, dass die Pflegeberufe nicht nur viel verlangen, sondern vor allem auch viel zurückgeben.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Cochem-Zell

Bei der Auftaktveranstaltung: v.l. Christian Hauer (BBS Cochem), Ernst-Dieter König (BBS Cochem), Mechthild Thönnes (Ambulantes Kranken- und Altenpflegeteam Pommern), Sozialdezernentin Anja Toenneßen, Joachim Siebenborn (Leiter des Seniorenzentrums St. Hedwig Cochem), Hermann-Josef Melchior (Schulleiter Pflegeschulen Maria Hilf in Daun), Andreas Zietz (Schulleiter BBS Cochem).Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag Imageanzeige
Oster-Anzeige
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Anlagenmechaniker
Container Anzeige
SB Standesamt
Titelanzeige
Empfohlene Artikel
Wie bereiten sich die Abgeordneten auf ihre politische Arbeit vor?  Foto:pixabay.com
234

Region. Nach einem intensiven Wahlkampf ist die Landtagswahl entschieden; doch für die gewählten Abgeordneten beginnt die eigentliche Arbeit jetzt erst so richtig. Ein Blick auf die Stunden und Tage nach dem Wahlergebnis zeigt: Zwischen Feiern, Verarbeiten und ersten politischen Schritten liegt ein enger Zeitplan.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2267

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2025
Fahrer gesucht (m/w/d)
Koblenz blüht
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Osterangebot
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Kreishandwerkerschaft
First Friday Anzeige März
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2026
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige