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Kabarettist und Liedermacher begeisterte in Knebel´s Scheune

Matthias Ningel brachte Feuer ins Kultur-Gebälk

08.10.2013 - 17:05

Forst-Molzig. Seine Lieder, Geschichten und Gedichte gewährten einen humorvollen Einblick in das unstete Leben des „Omegamännchen´s“, das ganz im Gegensatz zum „Alphamännchen“ in seinen Augen am Ende der Nahrungskette stehen würde! So lautete jedenfalls die Ansage von Kabarettist und Liedermacher Matthias Ningel, der in „Knebel´s Scheune“ so richtig Feuer ins Kultur-Gebälk brachte. „Ich war ein Versager, hager und mager, ein beispielhafter Hungertuchnager“, so die Anfangsbotschaft des Kabarettisten in Sachen „Omegamännchen“. Mal offensiv mal defensiv fasste er in der Folge die Erlebnisse jener bedauernswerten Figur zusammen und wusste in diesen teils amüsante, teils erschreckende Parallelen im Bezug auf das wirkliche Leben zu ziehen. Natürlich bekamen auch die „Alphamännchen“, sei es aus der Politik, dem Sport, der freien Wirtschaft oder dem Showbusiness, ihr Fett weg, wo Ningel nicht selten „tierische“ Vergleiche fand, die den begeisterten Zuhörern ein ums andere Mal Freudentränen in die Augen trieben. Die sparten dann auch nicht mit Szenen-Applaus, wenn der Kabarettist bspw. über einen bedauernswerten und völlig missverstandenen Silvio Berlusconi oder die Riege der weinenden Silbermedaillen-Gewinner wohlformulierte Klage erhob. Dies oft in sanftem Tonfall, der zum Ende der jeweiligen Präsentation aber auch schon mal zum Orkan anschwellen konnte. Hochinteressant und lebensecht auch die trefflichen Ausführungen über „die Zeit für etwas Neues“, die nicht nur die „Wehwechen“ der Normalos ins rechte Licht rückte, sondern auch ihr Scheitern an der Konsumgesellschaft. Da helfe auch nicht wirklich das sogenannte „magic-round-about“, ein laut Ningel schlafloser Übergang von einer Arbeitsschicht in die nächste. Dem folgte ein informativer Erlebnisbericht über sein Musikstudium in Mainz, wo aus den Gängen und Räumen der Lehranstalt oftmals gequälte Stimmen an sein Ohr drangen. Doch ergab die unmittelbare Nachschau das hier keine „Robben-Klopper“ am Werk waren, sondern diverse Musikstudenten laut Vorgabe ihre Stimme trainierten. In der Folge outete sich Matthias Ningel als toller Sänger und „Liebling aller Operngänger“. „Ich bin ein Selbstzweifelverdränger und gefeierter Opernsänger, meine Allüren öffnen mir alle Türen“, so der Hambucher Kabarttist. Weiterhin konnte sich das Publikum, das Knebel´s Scheune bis auf den letzten Sitzplatz bevölkerte, an Ningel´s Erzählungen über den Porsch-Cayenne-Fahrer „Rolf“ amüsieren, der sich als manisch-panischer Gewinner fühlte und am Ende doch als Verlierer dastand. Resümierend ein kurzweiliger Abend mit einem hervorragenden Kabarettisten Ningel, der bei seinen Darbietungen in viele Rollen schlüpfte, ohne dass seine eigene in den Vordergrund geriet. Einfach vorzüglich!

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Kommentare
juergen mueller:
Ja - das Ordnungsamt ist viel mehr als nur "Knöllchen". Dafür braucht es auf dem Foto keiner mediengeiler politischer Vertreter, die keinen Anlaß auslassen, mit ihrer gestellten Anwesenheit darauf hinzuweisen, dass ohne sie nichts geht - ein Trugschluß, den noch nicht jeder begriffen hat. Man sonnt sich halt bei jeder Gelegenheit in Situationen, die anscheinend ohne künstlich politisch inszenierte Sonneneinstrahlung offensichtlich verblassen würden. Und die Farbe offenbart es dann doch - man bleibt halt "blass".
juergen mueller:
Wenn einem die Felle davon schwimmen, dann greift man halt nach etwas, was man mit seiner (un)sozialen Einstellung Jahrzehnte ganz einfach wissentlich ignoriert hat. Seit wann interessiert die SPD-Fraktion unter dem Fraktionsvorsitz von Lipinski-Naumann MENSCHEN mit niedrigen/mittleren Einkommen? Bisher konnten mit deren unverhohlenen Zustimmung Investoren ohne Rücksicht auf eine "soziale Quote" bauen auf Teufel komm raus. Diese plötzliche vermeintlich soziale Kehrtwende stinkt nur noch. Das einzig sinnvolle Instrument war bisher nur das, dessen Töne in den eigenen Kram passten. Diese Schleimer- u.Anbieterei um Wählerstimmen ist nur noch erbärmlich.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
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