Lokalsport | 28.05.2015

Selbstportrait eines Meckenheimer Motocrossfahrers

Ole Bismarck - Ein Leben fürs Motorradrennen

(v.l.n.r.) Ole Bismarck, Freundin Lisa und Mechaniker Markus Weckwerth. privat

Meckenheim. Schon als Kind wollte Ole Bismarck aus Meckenheim ein motorisiertes Zweirad von seinen Eltern haben, um sich im Bereich Trial/Cross zu versuchen, doch leider konnten Sie ihm diesen Wunsch nicht erfüllen und so musste Ole erst einmal warten. Miit 15 bekam er seinen ersten Roller und mit 18, wie es meistens ist, hatte Ole t viel Geld übrig und wurde von den anderen Einflüssen im Leben gesteuert.

Mit 25 Jahren brannte aber dieser tief verankerte Wunsch in Ole Bismarck und daher machte er innerhalb von vier Wochen seinen Motorradführerschein. "Besser spät als nie - und vor allem wenn nicht jetzt, wann dann", sagte er sich. Das war gegen Ende der Saison 2012. Sofort kaufte er sich eine FZR 1000 aus dem Jahre 93 als Streetfighter-Umbau und schraubte die ersten Kilometer, im wahrsten Sinne des Wortes. 2013 kam dann die erste Runde auf der Nordschleife während einer Touristenfahrt, und ab da war der bekannte Virus schon erfolgreich in seinem Kleinhirn implementiert. Der Entschluss zu einem neuwertigen Bike stand fest, und so kam eine S1000RR über Winter in seine Garage. Durch einen unglücklichen Sturz seiner Freundin letztes Jahr war der Restwert ihrer Maschine, CBR600RR so gering, dass er sich dazu entschied, diese zu behalten und für die Rennstrecke aufzubauen. Gesagt, getan, und das erste richtige Rennstreckentraining ließ nicht lange auf sich warten. Zwei weitere folgten noch 2014 und Oles Knie durfte die erste Hochzeit mit dem Asphaltband von Zandvoort feiern. Gegen Ende der Saison erfuhr er von der Suzuki Gladius Trophy und bewarb sich kurzerhand als Teamrider. Darauf folgte eine Einladung nach Val de Vienne, um sein „Können“ unter Beweis zu stellen. Für die Teamrider Position hat es leider nicht gereicht, aber die Gladius im Renntrimm, welche er schon in tiefergelegter Form in der Fahrschule gefahren war, hatte es ihm angetan. Außerdem waren die Leute, die er dort kennengelernt hatte von einem anderen Stern (im positiven Sinne), und somit musste er sich bei der Suzuki Gladius Trophy im Rahmen der Internationalen deutschen Meisterschaft einschreiben. Also BMW weg, CBR weg, Gladius her - komplett zerlegt - durch seinen Sponsor lackieren lassen, Seitenständer ab, Bursig-Ständer ran und die Saison konnte beginnen.

Das Ergebnis des ersten Lauf der IDM am Lausitzring übertraf alle seine Erwartungen mit einem 4. Platz (Wertung 3.). Vor ihm waren nur Vollblutracer, die das schon jahrelang machten. Also hat sich die harte Arbeit überden Winter ja gelohnt, denn Ole hatte extra 10 Kilogramm abgenommen und seine Kondition enorm gesteigert.

Der 2. Lauf in Zolder (B) wurde zu einem Wet Race. Im Vorfeld war Ole nicht sehr optimistisch. Er war noch nie auf Regenreifen gefahren und es war erst sein 2. Rennen. Ampel an, Ampel aus - GO! Ole Bismarck kam gut vom Fleck und fuhr dann aber vorsichtig in die erste Kurve, als sich vier Piloten innen reindrückten, „OK - lass sie machen“ dachte er sich und beobachte das Geschehen vor ihm. Seine oberste Priorität bestand darin, sitzen zu bleiben. Als dann das Rennen drei Runden vor Schluss abgebrochen wurde, befand er sich auf dem 3. Platz. Er konnte es gar nicht glauben. Vor ihm waren nur noch Roadracer Thilo Günther, welcher einen Gaststart machte, und Kai-Uwe Lenz. Für Ole Bismarck einfach unfassbar! Sein erstes Podium. (Wertung 2. - Gesamtwertung 2.)

Wie wird es mit Ole Bismarck nun weitergehen? Die Erwartungen sind hoch und er gibt sein Bestes, doch um auf einem hohen Niveau weiterzumachen und auch die nächste Saison in Angriff zu nehmen, braucht er noch mehr Unterstützung. Auch neben der Rennstrecke ist er für seine Sponsoren sehr engagiert, ohne die diese Ergebnisse nicht machbar gewesen wären. An dieser Stelle möchte Ole Bismarck ein besonderes Lob an seinen Mechaniker Markus Weckwerth von Bursig aussprechen. Auf eine erfolgreiche Restsaison 2015!

(v.l.n.r.) Ole Bismarck, Freundin Lisa und Mechaniker Markus Weckwerth. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Dauerauftrag 2025
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2026
Anzeige Uhren Vintage
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Berufskraftfahrer gesucht
10 Jahre Nowi
Stellenanzeige City - Dienst - Erzieher
Empfohlene Artikel
Fanwi Jikong und Jakob Fiehler haben sich für die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U16 qualifiziert
16

Am Wochenende 18./19. April war der LAV 23 bei zwei Meisterschaften präsent: bei den Nordrhein Meisterschaften Langstaffel in Solingen und bei den Regionsmeisterschaften Blockmehrkampf in Euskirchen. War es für das M11er-Team der erste Staffellauf, ging es in Euskirchen nach Erfüllen der Einzelnorm für die deutschen Meisterschaften der U16 über 800 m (Jakob) und über 80 m Hürden (Fanwi) nun um die endgültige Qualifikation mit einer Mindestpunktzahl im Blockmehrkampf (Fünfkampf).

Weiterlesen

Weitere Artikel
Einsatz in der Innenstadt von Sinzig. Foto: privat
262

Hohes Polizeiaufkommen nach Banküberfall in Sinzig:

„Es war fast wie nach der Flut“

Sinzig. Am heutigen Freitag sorgt der Banküberfall mit anschließender Geiselnahme in der Innenstadt bundesweit für Schlagzeilen – und versetzt die Stadt in große Unruhe. Aufgrund des umfangreichen Polizeieinsatzes war nicht nur die Verkehrslage angespannt. Vor allem die unmittelbaren Nachbarn der betroffenen Volksbank-Filiale bekamen die Auswirkungen der Tat unmittelbar zu spüren.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Rund um´s Haus
Image Anzeige
Image Anzeige
Dienstleistungen
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
10 Jahre NoWi
10 Jahre NoWi
Media-Auftrag 2026/27
10 Jahre NoWi
125 jähriges Jubiläum Moses - Aktionsanzeige
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Nachruf-Anzeige Marjanca Maguin
Imageanzeige Dauerauftrag 05_2025
Anzeige Monte Mare Firmenlauf
Brunnenfest Bad Breisig
Brunnenfest in Bad Breisig
Brunnenfest