Lokalsport | 04.06.2018

Fußball-Entscheidungen in der Verbandsgemeinde Montabaur

Dramatische Entscheidungen

SG Horressen/Elgendorf schafft den Sprung in die Relegationsrunde zur A-Klasse

VG Montabaur. Am Ende war dann doch noch einiges los in der Verbandsgemeinde Montabaur in Sachen Fußball. In insgesamt vier Partien fanden sich Teams aus der Region wieder. Hier ein Überblick über die entscheidenden Begegnungen.

Gleich zweimal war die SG Horressen/Elgendorf im Fokus des Geschehens. Und das bleibt auch so, denn nach dem gewonnen Entscheidungsspiel gegen die SG Herschbach-Schenkelberg muss der A-Ligist nun in der Relegationsrunde gegen die SG Grenzbachtal Wienau und den SV Rengsdorf weiter um den Klassenerhalt in der A-Klasse kämpfen.

Aber auch die Reserve musste eventuell nochmals ran. Nach der Niederlage im Kreispokal würden, wenn der Ersten Mannschaft der Klassenerhalt in der A-Klasse gelingt, auch Aufstiegsspiele zur B-Klasse auf dem Spielplan stehen. Hier muss allerdings eben erst noch das Ergebnis der A-Klassenrunde abgewartet werden. Diese wurde erst am Mittwoch mit der Partie der SGH gegen Rengsdorf fortgesetzt (das Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor).

SG Horressen/Elgendorf -

SG Herschbach/Schenkelberg

5:2 n. E. (2:2, 1:1)

Siershahn. Auch Fußball auf Kreisebene sorgt für Interesse. Dies belegte wieder einmal die Partie zwischen der SG Horressen/Elgendorf und der SG Herschbach-Schenkelberg. Rund 700 Zuschauer sahen in Siershahn eine spannende Partie zwischen den beiden Kontrahenten, wo sich am Schluss die Mannschaft von Daniel Korzilius im Elfmeterschießen durch setzte. Unter dem Strich dann auch ein wenig glücklich. Zweimal lag die SG Herschbach im Führung. David Meuer (27., 48.) war es, der seine Farben jeweils in Front geschossen hatte. Aber die Horressener schafften es auch zweimal, zurückzukehren. Daniel Wilhelm (34.) und Steffen Decker (61.) schafften die so wichtigen Ausgleichstreffer. So brachte dann das Elfmeterschießen die Entscheidung. Und hier hatte Horressen die besseren Nerven. Kai Niehaber, Mathias Hild und Daniel Wilhelm verwandelten für die SG Horressen/Elgendorf und sorgten damit für das Erreichen der Relegationsrunde. Hier warten mit dem SV Rengsdorf und der SG Grenzbachtal Wienau zwei weitere Aufgaben für den Kampf um den Klassenerhalt. SG Horressen/Elgendorf: Faller, Schulz, Blath, Sprenger (91. Theisen), Mattheus, Castor (68. Nienaber), Decker, Helbach (80. Schulte), Wilhelm, Hild, Weber.

 SpVgg Steinefrenz/Weroth - Kosova Montabaur 1:0 n.V.

Heiligenroth. „Das ist der am besten aufgestellte Verein im gesamten Kreisgebiet“. Diese Aussage stammt nicht von einem unbekannten Ehrenamtler im Kreisgebiet, sondern von Uli Kessler, Sachbearbeiter im Fußballkreis Westerwald/Wied seit vielen Jahrzehnten. Im Sommer 2017 beim Kreistag tätigte er diese Aussage, als die Mitarbeiter des Clubs nach der Terminbesprechung den Saal verlassen hatte. Kessler muss es ja wissen, denn er hat mit Vereinsmitarbeitern des Kreises tagtäglich zu tun. Und die Kosovaren bestätigten auch nach der 0:1-Niederlage im Entscheidungsspiel gegen die SpVgg Steinefrenz-Weroth ihren Ruf.

Zwar blieb es ihnen am Ende verwehrt, im Fußballverband eine Geschichte für die Ewigkeit zu schreiben, aber auch in der Niederlage zeigte sich wahre Sportgröße. So marschierte das Team ein paar Minuten nach dem Schlusspfiff geschlossen klatschend zu den Siegern um ihnen zu ihrem Erfolg zu gratulieren.

Umso beeindruckender, wenn man sich die letzten Wochen vor Augen führte. Die Kosovaren schienen in den letzten Wochen der Meisterschaft kaum noch aufzuhalten.

Doch dies gelang am letzten Spieltag eben der SG Herschbach-Schenkelberg, die die Kosovaren ebenfalls mit 1:0 besiegen konnten. In Heiligenroth fehlte den Kosovaren dann ebenfalls die coole Cleverness, die sie im Laufe der Saison an die Spitze der Liga gespült hatte. Rund 1.400 Zuschauer erlebten eine ereignisarme erste Hälfte. „Mir war klar, dass solche Begegnungen meist durch Standards entschieden werden“, gab der Steinefrenzer Coach Torsten Hehl nach der Partie seine Devise preis. „Ruhig und konzentriert hinten stehen, und vorne auf die Möglichkeiten warten. Wobei die SpVgg auch aus dem Spiel heraus zunächst mehr Möglichkeiten vorzuweisen hatte als Kosova Montabaur. Bereits in Halbzeit eins hätte Kilian Rick und Torsten Hehl ihr Team genauso in Front bringen können wie nach dem Wechsel, als wiederum Hehl und Sebastian Eidt ihre Gelegenheiten ungenutzt ließen. Doch nach rund einer Stunde kippte das Spiel. Plötzlich hatte Montabaur Möglichkeiten.

Doch sie machten es nicht unbedingt besser. Dennis Orentsis, Ilir Malici oder Valdet Krasniqi vergaben hier, sodass die Partie nach neunzig Minuten noch immer torlos 0:0 stand. So war es am Ende die beschriebene Standardsituation die, die Entscheidung brachte. Einen Freistoß von Willi Schuh wuchtete David Paul (96.) per Kopf in die Maschen und überwand somit Kocova-Schlussmann Lucas Müller. Genau das ärgerte am Schluss den Trainer Afrim Halili am meisten. „Genau davor habe ich die ganze Woche gewarnt“, gab er nach der Partie zu Protokoll, um aber sich danach sofort der Mannschaft anzuschließen und dem Sieger zu dessen Erfolg zu gratulieren. Und Steinefrenz feierte ausgelassen die Rückkehr in die Bezirksliga, die sie 2006 hatten verlassen müssen. Jetzt, nach zwölf Jahren klappte es endlich wieder mit der Rückkehr für die Hehl-Schützlinge. Kosova Montabaur: Müller, Aziri, I. Ismajli, Sadiki, Dervishay, Bardhaj, Rama (90. Krasniqi), Gashi (65. E.Ismajli), Luma (96. Ajeti), Orentsis, Malici. SpVgg Steinefrenz-Weroth: Weimer, Gloning (91. Diensberg), Hannappel, Paul, Hosel, Bruch, Eidt, Schuh, Rick (42. J. Bendel), Hehl (77. S. Bendel), Görg. TH

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