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Kriminalitätstatistik der Polizeiinspektion Lahnstein für das Jahr 2019

PI Lahnstein verzeichnete insgesamt 1733 Straftaten

24.03.2020 - 13:08

Lahnstein. Im Jahr 2019 ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der PI Lahnstein insgesamt 1733 Straftaten. Im Vergleich zum Vorjahr (1939 Straftaten) ist damit die Zahl bekannt gewordener Straftaten deutlich um 206 (ca. 10,6 Prozent) gesunken.

Für das Stadtgebiet Lahnstein wurden 1146 Fälle (2018: 1317) gezählt, was eine Abnahme von 171 Straftaten (ca.13 Prozent) bedeutet.

In Braubach und Dachsenhausen wurden 174 Taten (2018: 216) verzeichnet, eine deutliche Abnahme um 42 Fälle (ca. 19,45 Prozent).

Für die Koblenzer Stadtteile Pfaffendorf und Horchheim wurden 413 Straftaten (2018: 403) registriert. Hier ist somit eine Zunahme um 10 Straftaten (2,42 Prozent) festzustellen.

Bei der Betrachtung der nachfolgenden statistischen Zahlen wird die Kriminalitätsstatistik des Rhein-Lahn-Kreises im Zuständigkeitsbereich der PI Lahnstein zugrunde gelegt (Lahnstein, Braubach, Dachsenhausen).

Bei der Aufklärungsquote bzgl. des Gesamtstraftatenaufkommens ist mit 67,7 Prozent ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2018: 65 Prozent) festzustellen. Zuvor war ein leichter Rückgang zu verzeichnen (im Jahr 2017: 62,1 Prozent).

Von insgesamt 648 im Jahr 2019 ermittelten Tatverdächtigen (2018: 776) waren 483 und damit ca. 74,5 Prozent männlich. 228 der Tatverdächtigen waren zwischen 14 und 20 Jahre alt (ca. 35,2 Prozent). Mit 153 liegt der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen bei 23,6 Prozent (2018: 23,1 Prozent).

Entwicklungen in verschiedenen Straftatenbereichen:


Straftaten gegen das Leben


Im Jahr 2019 kam es im Zuständigkeitsbereich der PI Lahnstein zu einem Tötungsdelikt. Im September 2019 wurde in Lahnstein in einer Kleingartenanlage ein Mann tot aufgefunden. Als Tatverdächtiger wurde der Schwiegersohn festgenommen.


Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung


In 2018 wurden 16 Sexualdelikte angezeigt (2018: 15), in 14 Fällen wurden die Täter ermittelt bzw. waren durch die Geschädigten namentlich benannt worden.


Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit


Im Bereich der Rohheitsdelikte kam es zu 237 Delikten. Somit ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Im Jahr 2018 wurden 272 Fälle bei der Polizeiinspektion Lahnstein verzeichnet.

Einhergehend mit der Verteilung des Gesamtstraftatenaufkommens hat sich mit 228 Taten (2018: 230) der überwiegende Teil der Rohheitsdelikte im Bereich der Stadt Lahnstein ereignet (Braubach und Dachsenhausen: 42). Größtenteils handelte es sich bei den Taten um Fälle der einfachen (146 Fälle, im Vorjahr 192) bzw. gefährlichen und schweren Körperverletzung (33 Fälle, im Vorjahr 29). In zwei Fällen kam es zu einem räuberischen Diebstahl. Insgesamt wurden hier 194 Tatverdächtige ermittelt (215 in 2018), von denen 168 männlich waren.


Diebstahl ohne erschwerende Umstände


Die Gesamtzahl der einfachen Diebstähle fiel in 2019 erneut (220 Fälle gegenüber 297 in 2018). Für den Bereich der Stadt Lahnstein wurden 198 einfache Diebstähle registriert (2018: 272); für Braubach und Dachsenhausen 22 (2018:21), Bei den Ladendiebstählen wurden 47 Straftaten registriert (66 in 2018). Die Aufklärungsquote im Bereich der einfachen Diebstähle ist weiterhin gering. Mit ca. 44 Prozent (2018: 40 Prozent) befindet sich diese in einem langjährigen Trend.


Diebstahl unter erschwerenden Umständen


Es ereigneten sich 112 Diebstähle unter erschwerenden Umständen (2018:182) im Bereich der PI Lahnstein, was einen deutlichen Rückgang der Fallzahlen bedeutet. Mit 101 Taten liegt der örtliche Schwerpunkt eindeutig in der Stadt Lahnstein. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich ist mit 23,2 Prozent gegenüber der Aufklärungsquote in 2018 (22,5 Prozent) nahezu identisch und liegt weiterhin im langjährigen Trend einer geringen Aufklärung.


Wohnungseinbrüche


Im Bereich der Wohnungseinbrüche sind die Fallzahlen fallend. Es wurden 9 Einbrüche im Zuständigkeitsbereich der Polizei Lahnstein für den Rhein-Lahn-Kreis angezeigt, im Jahr 2018 waren es noch 19.


Diebstähle aus Fahrzeugen


Es kam zu 26 Fällen des einfachen Diebstahls (25 Fälle in 2018). 11 Fälle des besonders schweren Diebstahls aus PKW (9 in 2018) wurden durch die PI Lahnstein erfasst.

Gegenüber 2018 sind die Zahlen damit auf ähnlichem Niveau.


Vermögens- und Fälschungsdelikte


Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte ist die Zahl der Straftaten mit 191 nahezu identisch geblieben (222 Delikte in 2018). Der Schwerpunkt in diesem Deliktsbereich liegt mit 131 Fällen beim Betrug. Eine Vielzahl der Fälle steht im Zusammenhang mit Handel über das Internet. Die Aufklärungsquote für diesen Deliktsbereich liegt bei ca. 79 Prozent und somit geringfügig höher als im Vorjahr (2018: 75 Prozent).


Sonstige Straftatbestände


Die Anzahl der sonstigen Straftaten ist mit 368 (351 im Vorjahr) geringfügig angestiegen. Bei einem Großteil der bekannt gewordenen Straftaten, insgesamt 178 Fälle in Lahnstein, Braubach und Dachsenhausen, handelt es sich um Sachbeschädigungen.

2018 wurden insgesamt noch 168 Fälle registriert. Auch hier daher eine leichte Zunahme. Bei den Strafanzeigen wegen Widerstand gegen und tätlicher Angriff gegen

Vollstreckungsbeamte und gleichgestellten Personen kam es zu 8 Strafanzeigen. In 2018 waren es noch 14 erfasste Strafanzeigen, somit ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.


Strafrechtliche Nebengesetze


Mit 175 verzeichneten Taten sind die Fallzahlen weniger wie in 2017 (192 Delikte). Bei den hierunter erfassten Fällen handelt es sich überwiegend um Delikte der Betäubungsmittelkriminalität (150 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, davon 130 Fälle im Stadtgebiet Lahnstein).

Die Aufklärungsquote im Bereich der strafrechtlichen Nebengesetze lag mit ca. 94 Prozent im durchschnittlichen Mittel der letzten Jahre.

Die rückläufigen Fallzahlen gehen einher mit dem Landestrend.

Pressemitteilung

Polizeiinspektion Lahnstein

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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