Politik | 24.09.2018

Ergebnisse der Online-Umfrage wurden präsentiert

Alles gut in Höhr-Grenzhausen?

Was den Bürgerinnen und Bürgern wichtig ist – Verwaltung nimmt Feedback der Bürger gern auf

Insgesamt 14.049 Bürger nahmen an der Umfrage teil.Abschlussbericht zur Online-Befragungder Bürgerinnen und Bürger zur Attraktivität derVerbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen 2018 der Universität Siegen.

Höhr-Grenzhausen. Wer zu Jahresbeginn an der circa 25-minütigen Online-Befragung „Alles gut hier?“ teilgenommen hat, hat Wertvolles dazu beigetragen, der Verbandsgemeindeverwaltung ein Bild davon zu vermitteln, wie die Bürger der Stadt Höhr-Grenzhausen und den dazugehörenden Gemeinden ihre Heimat sehen und wo es in ihren Augen Verbesserungspotenzial gibt.

Im Fachjargon nennt man diese Diskrepanz zwischen den Ist- und Sollwerten Interventionsbedarf.

Dabei wurden vielfältige Themen abgefragt, die für die Menschen, aber auch für Höhr-Grenzhausen als Attraktivitätsstandort der Zukunft wichtig sind. Dazu zählen die Arbeits- und Wohnzufriedenheit, der Pflege- und Betreuungsbedarf und die Lebensqualität. Nachstehend sind Auszüge der Ergebnisse der Studie dargestellt, die von Thilo Becker und Verena Lodwig bei der Veranstaltung „Alles gut hier? Unsere Fragen – Ihre Antworten: Präsentation der Ergebnisse“ aufgezeigt wurden.

Gut ausgebautes Gesundheitssystem ist wichtig

Am wichtigsten ist den Umfrageteilnehmern ein gut ausgebautes Gesundheitssystem, gefolgt von einer hohen Lebensqualität und einem gut ausgebauten Telekommunikationsnetz. Am wenigsten wichtig sind der Umfrage zufolge ein großes und vielfältiges Angebot von Vereinen, gute und ausreichend viele Radwege sowie ein reges Nachtleben.

Herausragend ist das Umfrageergebnis hinsichtlich der Autobahnanbindung. Hier werden die Bedürfnisse der Einwohner sogar übererfüllt. Ein geringer Interventionsbedarf besteht bei dem abgefragten Merkmalen „Naturerlebnisse in der Nähe“, „breites Sportangebot“ sowie bei „großes und vielfältiges Angebot von Vereinen“.

Hohe Lebensqualität gefordert

Die Studie ermöglichte neben den Ergebnissen zur Gesamtgruppe auch besondere Zielgruppenanalysen. Den Jüngeren und jungen Familien (20 bis 40 Jahre) ist eine hohe Lebensqualität am wichtigsten, gefolgt von einem gut ausgebauten Kommunikationsnetz und guten Einkaufsmöglichkeiten. Hier bestehen laut Umfrageergebnissen auch größere Interventionsbedarfe. Weiterhin gibt es einen hohen Interventionsbedarf zum Thema „gepflegtes Ortsbild“.

„Besonders gut aufgestellt ist die VG Höhr-Grenzhausen bezüglich der „Naturerlebnisse in der Nähe“, „in ruhiger Wohngegend wohnen“ und der „Kontakte zur Familie, Freunden und Gleichgesinnten“, heißt es in den Studienergebnissen.

Unzufriedenheit bei Nahver- sorgung und ÖPVN-Anbindung

Bei der Wohnzufriedenheit wurden unter anderem die Punkte Größe der Wohnung/des Hauses, der bauliche Zustand der Unterkunft und die Erreichbarkeit von Nahversorgungseinrichtungen, Geschäft und ÖPNV-Anbindungen abgefragt. In diesem Bereich deuten die Ergebnisse insgesamt auf eine hohe Wohnzufriedenheit hin, wobei die Befragten mit der Erreichbarkeit von Nahversorgungseinrichtungen, Geschäfte und ÖPNV-Anbindungen am wenigsten zufrieden sind.

67% der Teilnehmer gaben an, dass sie mit der Pflege- und Betreuungseinrichtung zufrieden seien, 15,5% sind sogar sehr zufrieden.

Die Lebensqualität machen die Menschen in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen an folgenden Faktoren fest: Naturerlebnisse in der Nähe, in ruhiger Wohngegend wohnen, dass die Stadt/Gemeinde Atmosphäre hat, gepflegtes Ortsbild, freundliche und aufgeschlossene Menschen, Erholungsräume/Grünflächen, gute Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, gut ausgebautes Telekommunikationsnetz, eine gute Autobahnanbindung, gute Einkaufsmöglichkeiten, gut ausgebautes Gesundheitssystem. Verbesserung dieser Merkmale führen also automatisch zu einer Erhöhung der Lebensqualität.

Diese und weitere Punkte wurden bei der Informationsveranstaltung im Gasthaus „Till Eulenspiegel“ von Verena Lodwig, Mitarbeiterin der Verbandsgemeindeverwaltung, vorgetragen. Nun gilt es die Lücken zwischen dem Ist-Zustand und der Wunschvorstellung der Bevölkerung zu schließen. Dafür sollen in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung im Rahmen der integrierten Standwortentwicklung Maßnahmen ergriffen werden, um Höhr-Grenzhausen attraktiver zu gestalten.

Robert Freisberg würdigte Engagement und Mut

Unterstützt und gewürdigt wurden die Initiative und das Vorhaben der Verbandsgemeindeverwaltung von Robert Freisberg vom Ministerium des Innern und für Sport, der, genauso wie Thilo Becker, in seiner Begrüßungsrede die Standortattraktivität in den Vordergrund stellte. Wichtig sei es, ein Ziel zu definieren und sich an diesem Ziel auszurichten. Freisberg lobte den Mut und die Kreativität des guten Verwaltungsteams, welches sehr engagiert an dem Projekt mitarbeite, worauf die Bevölkerung Höhr-Grenzhausens durchaus stolz sein könne. Das sei leider nicht überall so. „Und deshalb ist es auch wichtig, dass man hier als Akteur in der Verbandsgemeinde oder als Einwohner diesen Prozess unterstützt.“, sagte Freisberg.

Die komplette Studie steht übrigens auf der Homepage der Verwaltung unter www.hoehr-grenzhausen.de zum Download zur Verfügung.

Robert Freisberg vom inisterium des Innern und für Sportlobt die Initiative der Verbandsgemeinde. Foto: MIH

Robert Freisberg vom inisterium des Innern und für Sport lobt die Initiative der Verbandsgemeinde. Foto: MIH

Insgesamt 14.049 Bürger nahmen an der Umfrage teil. Foto: Abschlussbericht zur Online-Befragung der Bürgerinnen und Bürger zur Attraktivität der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen 2018 der Universität Siegen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Anlagenmechaniker
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
20

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2262

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Titel
Schulze Klima -Image
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
PR-Anzeige
Ostergrußanzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Osteraktion
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in