Antrag der Fraktion der Freien Bürgerliste

Bahnhof Oberlahnstein in zeitgemäßen, ansprechenden Zustand versetzen

16.03.2021 - 08:33

Lahnstein. Bekanntlich werden bundesweit 167 Bahnhöfe aufgefrischt.


Dafür stellt das BMVI der Deutschen Bahn 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel kommen aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung zur Stärkung der deutschen Wirtschaft und Bekämpfung der Corona-Folgen.

Das Programm stützt zugleich kleine und mittlere regionale Handwerksbetriebe in ganz Deutschland. Die Deutsche Bahn investiert 2,3 Mio Euro in Verschönerungsmaßnahmen der Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Hierzu stellt Minister Andreas Scheuer fest:

„Attraktive Bahnhöfe, starkes Handwerk, sichere Arbeitsplätze. Das ist der Kern unseres Sofortprogramms. Wir fördern an bundesweit 167 Stationen kleine Maßnahmen mit großer Wirkung. Maler, Gerüstbauer, Elektroinstallateure und weitere heimische Handwerksbetriebe können sofort loslegen: zum Beispiel mit neuen Treppenbelägen, besserer Barrierefreiheit, komfortableren Wartebereichen, neuen Informationssystemen oder effizienteren Heizungs- und Beleuchtungsanlagen. Gewinner sind unser Mittelstand und die Bahnkunden.“

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei gleichwohl unter anderem auch um die Erneuerung von Treppen und um den weiteren Ausbau der Barrierefreiheit handelt: „Zur Starken Schiene gehören attraktive Bahnhöfe.

Mit dem Konjunkturprogramm des Bundes starten wir richtig durch und verschönern in kürzester Zeit 167 Stationen. Die Handwerksbetriebe können sofort loslegen. Reisende und Besucher profitieren schon ab Jahresende (2020) von höherer Aufenthaltsqualität und besserer Information.“

Mehrmals wurde der desolate Zustand des Bahnhofes Oberlahnstein angemahnt. Insbesondere werden eine mangelnde Barrierefreiheit und eine unzumutbare Wegführung zu den Gleisen kritisiert. Welchen negativen Eindruck vermitteln wir den Reisenden, wenn sie in Oberlahnstein ankommen? Wir sprechen von einer Verkehrswende und schauen zu, wie wichtige Infrastruktur verkommt.

Hat man Lahnstein wieder einmal vergessen? Wir können nicht erkennen, dass von diesem Konjunkturprogramm etwas in unserer Stadt angekommen ist.

Bereits mit wenigen finanziellen Mitteln wäre kurzfristig ein barrierefreier Zugang zu dem Gleis in Richtung St. Goarshausen umzusetzen. Ein Zugang vom Rhein her (vergl. Fotos), wäre problemlos zu ermöglichen. Hier wünschen wir uns ein beherztes Verwaltungshandeln zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Es ist zunächst nicht zielführend auf die Umsetzung der innerstädtischen Entlastungsstraße zu verweisen, wohlwissend, dass diesbezüglich noch viel Zeit vergehen wird.

Vor dem Hintergrund der Buga 2029 ist solch ein Bahnhof keine einladende Visitenkarte! Das Projekt BUGA 2029 soll ein „Mutmacher“ für das Welterbe Oberes Mittelrheintal in Zeiten der Corona-Krise sein. Der Bahnhof Oberlahnstein macht leider eher mutlos!

Die FBL bittet die Verwaltung um Mitteilung bei der nächsten Stadtratssitzung, welche Maßnahmen bereits unternommen wurden, um von dem Konjunkturprogramm „ attraktive Bahnhöfe“ des Bundes bezüglich des Bahnhofes Oberlahnsteins zu profitieren und wie die Verwaltung das Ziel eines ansprechenden, insbesondere barrierefreien Bahnhofs zeitnah erreichen will.Pressemitteilung

FBL-Lahnstein e.V.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Jugendzentrum Neuwied

Gemeinsam kochen mit dem Big House-Team

Neuwied. Zwar muss das städtische Jugendzentrum Big House leider weiter geschlossen bleiben, doch das Big House-Team sorgt für neue Online-Aktivitäten. So bietet es nun gemeinsame Kochstunden an. Auf dem Speiseplan stehen abwechslungsreiche und schmackhafte Gerichte, die jeweils dienstags ab 18 Uhr zubereitet werden. Los geht es ab dem 27. April. Interessierte ab 12 Jahren können sich via BigBlueButton zuschalten. mehr...

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

Spende der Allianz für die Erlebnispädagogik

Neuwied. Auf Initiative von Manuel Jung, Inhaber der gleichnamigen Generalagentur in Neuwied-Oberbieber, finanziert der Verein Allianz für die Jugend e. V. ein Projekt im Bereich der Erlebnispädagogik des Johanniter-Zentrums für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied. Hier wurde dem Krankenhaus ermöglicht vier hochwertige Fahrräder für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichem Förderbedarf anzuschaffen. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Der Frühling kommt: Wo befinden sich Eure Lieblingsausflugsziele im BLICK aktuell-Land?

Eifel
Ahr
Mittelrhein
Mosel
Westerwald
Andere
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 
Kommentare
Antje:
Fast alle Testzeiten für Arbeitnehmer absolut nicht zu organisieren....

Nach 158 Jahren: MGV Oberlahnstein löst sich auf

juergen mueller:
Ja, so wird es RÜBENACH auch irgendwann ergehen. Kein Nachwuchs, weil durch neuzeitliches Denken Prioritäten anders gesetzt werden, was man in die alten Köpfe nicht hineinbekommt, die in einer Welt leben, die nicht mehr der Wirklichkeit entspricht, was man nicht wahrhaben will. NEUZEIT - etwas, was...
juergen mueller:
Eine lebendige Gesellschaft. Wen meint man politisch damit? Es läuft vieles unter Interventionen für den Umweltschutz und wird politisch groß hervorgehoben. Im Endeffekt handelt es sich hier um Peanuts, die man politisch für sich ausschlachtet u. damit der Bevölkerung Sand in die Augen streut. Das...
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen