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„60 Minuten SPD“ mit Generalarzt Bruno Most

Bundeswehrstandort Koblenz/Lahnstein wird Verstärkung erfahren

Bundeswehrstandort Koblenz/Lahnstein wird Verstärkung erfahren

Ein positives Fazit zogen nach der ersten Auflage des neuen Veranstaltungsformats „60 Minuten SPD mit Generalarzt Bruno Most“ SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland (2. v. r.), Lahnsteins SPD-Vorsitzende Gabi Laschet-Einig (3. v. l.), SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender Carsten Göller (l.) und Generalarzt Bruno Most (3. v. r.) seines Zeichens Standortältester am Bundeswehrstandort Koblenz/Lahnstein, denn der Standort wird künftig eine weiteren Aufwertung erfahren.Foto: privat

06.03.2018 - 16:25

Lahnstein. Koblenz und Lahnstein werden als Bundeswehrstandort in den nächsten Jahren eine weitere Verstärkung erfahren. Das gab der standortälteste Generalarzt Bruno Most jetzt im Rahmen der ersten Auflage von „60 Minuten SPD“ in Lahnstein bekannt, zu der SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland interessierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit der Lahnsteiner SPD eingeladen hatte. „Das ist insbesondere für Lahnstein eine gute und zukunftswichtige Nachricht als Wirtschafts- und Wohnstandort“, fasste Mike Weiland als Fazit der Veranstaltung zusammen.

Zuvor war Bruno Most, der gebürtig aus Kassel stammt und bereits seit 1982 zur Bundeswehr gehört, in einem Impulsreferat auf seine eigene Laufbahn bei den Pionieren, sein späteres Studium der Humanmedizin und seine Stationen fast überall in Deutschland eingegangen. Nach dem Besuch der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg kam er erstmals als Stabsoffizier in der Abteilung Sanitätsdienst des Heeresführungskommandos mit dem Standort Koblenz in Berührung. Nach weiteren beruflichen Stationen, unter anderem in Weißenfels und im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, wurde Most 2015 Abteilungsleiter des Spezialstabs im Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz, wo er schließlich im März 2016 als Abteilungsleiter A auch Standortältester wurde, womit hauptsächlich organisatorische Aufgaben an den Standorten Koblenz und Lahnstein verbunden sind. Auch auf Auslandseinsätze in Mazedonien, Kabul und Masar-e Scharif kann Most heute zurückblicken.

Dem Generalarzt gelang es, die Zuhörer sofort über den Spannungsbogen des Kalten Krieges, die Jahre 1989/90 bis zu den heutigen internationalen Krisen mit seinen Schilderungen in seinen Bann zu packen.


Bundeswehr stärker in den Fokus rücken


Für ihn muss die Bundeswehr wieder stärker in den Fokus gerückt werden. Die Welt- und Sicherheitspolitik zeige, dass die Europäer wieder mehr für ihre Verteidigung tun müssten. Vor allem müsse man als Europäische Union eigene Akzente setzen. Bruno Most sieht den Standort Koblenz und Lahnstein in dieser Gemengelage als ‚Hauptstadt des Sanitätsdienstes‘ der Bundeswehr. Die Bundeswehr habe die Aufgabe, die Sanitätsdienste der Nationen weiterzuentwickeln und sei damit europäischer Pfeiler der NATO und der EU, so Most. Daher habe er jetzt zusätzlich die Aufgabe des Leiters eines neuen Koordinationszentrums übernommen.

Bereits heute ist der Standort Koblenz/Lahnstein nach Wilhelmshaven mit 9.500 zivilen und militärischen Bediensteten der zweitgrößte Bundeswehrstandort in Deutschland. Da sich die Aufgaben gegenüber früher verändert hätten, sei hier jedoch nicht mehr die klassische Truppe stationiert. Vielmehr werde vom Standort deutschlandweit der Sanitätsdienst geführt, weiterentwickelt und koordiniert. In den nächsten Jahren sollen 300 Mio. Euro in das Bundeswehrzentralkrankenhaus investiert werden, um OP-Trakte und Bettenhäuser komplett zu erneuern.


„Power für die Zukunft“


Das ist Power für die Zukunft und die Menschen in der Region“, so Most. Die Herzchirurgie erhalte mit einem neuen klinischen Direktor einen kräftigen Schub nach vorne. Das Zentrum Innere Führung erfahre einen Schub durch mehr Personal, mehr Lehrgänge, Kurse und Führungskräftetrainings. Das ehemalige Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, heute kurz BAINBW, soll ebenfalls personell aufwachsen und sich vorwiegend um die „Baustellen“ in der Ausrüstung der Bundeswehr kümmern. „Die Bundeswehr wird die Zahl von 10.000 Menschen am Standort wieder überschreiten“, unterstrich Most. Derzeit würden daher alle Bundeswehrliegenschaften auf ihre Aufnahmekapazitäten hin überprüft und keine mehr abgegeben. Der Erwerb neuer Liegenschaften etwa auch in Lahnstein sei derzeit jedoch nicht vorgesehen, auch wenn die Deines-Bruchmüller-Kaserne am Ende mit 3000 Mitarbeitern ihre Kapazitätsgrenze erreiche.

Die Soldaten machen von allen Beschäftigten noch etwa 50 Prozent aus. Alle anderen seien zivile Beschäftigte. Das sei auch Grund, weshalb man die Bundeswehr im alltäglichen Bild nicht mehr so gegenwärtig wahrnehme. Jedoch gibt es laut Bruno Most eine starke Verwurzelung mit der Zivilbevölkerung. Man geht hier von 20.000 bis 25.000 Menschen aus, die über familiäre Beziehungen Kontakt zur Bundeswehr in Koblenz und Lahnstein haben. Im Gespräch ging man beim ‚Frage-Antwort-Spiel‘ innerhalb der 60 Minuten SPD auf weitere Themen ein: Abschaffung der Wehrpflicht, die Möglichkeiten der Bundeswehr, Werbung für sich selbst zu betreiben, die durch die Medien geisternde schlechte Ausstattungssituation der Bundeswehr, aber auch die Bezahlung von Fachkräften und im speziellen Ärzte und Pflegekräfte für die Bundeswehr zu gewinnen oder etwa die Kooperation zwischen Bundeswehr und den Städten Koblenz und Lahnstein beispielsweise bei der Nutzung von Freizeiteinrichtungen.


Entwicklungsmöglichkeiten


Am Ende der 60 Minuten blickte die Runde noch einmal auf die Entwicklungsmöglichkeiten Lahnsteins im Zuge der Erstarkung der Bundeswehr: „Wir müssen heute die Weichen als möglichen Wohnort von Bundeswehrbeschäftigten und ihren Angehörigen stellen, um im Vergleich zu Koblenz in Lahnstein und dem angrenzenden Rhein-Lahn-Kreis attraktiver zu sein und die Nase vorne zu haben“, betonten SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland und Lahnsteins SPD-Vorsitzende Gabi Laschet-Einig abschließend und zogen ein sehr positives Fazit zur kompakten Informationsveranstaltung im neuen Format.

Pressemitteilung SPD Rhein-Lahn

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Kommentare
Uwe Klasen :
Wer, wie z.B. die Sozialverbände, zu den wirtschaftlichen Gewinnern dieser "Asylpolitik" gehört, kann schon nur aus Eigeninteresse diese Unterstützen. Da bedarf es keiner langen Begründung wie hier Kund getan!
juergen mueller:
Was heutzutage so alles eine Pressemitteilung wert ist. Da wird jemand, alkoholisiert, gleich zu etwas abgestempelt, was noch garnicht bewiesen ist und womöglich nur aus einer Alkohollaune heraus geschah. Sicherlich ein öffentliches Ärgernis und zugleich für die ausführende Hand auch lebensbedrohlich. Aber ein Aufreger? Finde ich nicht. Da regen sich wieder Zweibeiner über etwas auf, was sie mit Sicherheit, zwar nicht öffentlich (oder doch?), aber zumindest zuhause im stillen Kämmerlein oder einem sonstigen stillen Örtchen selbst schon einmal "gehändelt" haben. Da ging jemandem ganz einfach nur der TRIEB durch, was der TRIEBfahrzeugführer ja auch sofort erkannt hat, der ja sehr genau hingeschaut haben muss.
ROTMILAN:
Für alle, die nicht das geistige Niveau von EIKE e.V. und Herrn Uwe Klasen erreicht haben - soll heißen: Das Zusammenfallen von zwei/mehreren Ereignissen bedeutet noch keine Wechselbeziehung der Ereignisse und erst recht noch keine Ursache/Ursächlichkeit für ein bestimmtes Ereignis - eine bestimmte Erscheinung in der Natur. Herr Klasen leugnet den Klimawandel durch jedenfalls überwiegend menschliche Einflüsse auf dem geistigen Niveau von Scheinwissenschaftlichkeit. Was sich klug anhören soll, ist nicht zwangsläufig klug aus sich heraus. Die Analyse von Frau Dr. Etscheidt ist zutreffend. Wer dies in Zweifel zieht mit "Argumenten" der dargestellten "Güte" von Herrn Klasen, wird auch nicht in Zweifel ziehen, dass die Erde eine Scheibe sei.
Uwe Klasen :
Klimawandel, Starkregen: Eine Koinzidenz ist noch keine Korrelation und bedeutet erst recht noch keine Kausalität
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