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Unbegreiflich: Rathscheck-Management legt Axt an eigene Wurzeln

FWM: Trotz Rekorden der Werhahn-Gruppe soll die geplante Zechenschließung zur Verbesserung der Ertragskraft beitragen!?

FWM: Trotz Rekorden der Werhahn-Gruppe soll die geplante Zechenschließung zur
Verbesserung der Ertr

Foto: Privat

20.08.2018 - 10:11

Mayen. Die Werhahn-Gruppe in Neuss, zu der auch Rathscheck Schiefer gehört, hat vor kurzem ihr Ergebnis für 2017 bekannt gegeben. Nach den besonders erfolgreichen Rekordjahren 2015 und 2016 vermeldet das Familienunternehmen wiederum auf einem sehr hohen Niveau einen positiven Konzernabschluss von rund 112 Millionen Euro (Vorjahr 105 Mill.). Das geht aus dem Geschäftsbericht 2017 hervor. Weiter steht in diesem Bericht, dass der Umsatz für den Geschäftsbereich Schiefer mit 68 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahr lag, jedoch ist das Ergebnis vor Steuern deutlich unter den Erwartungen geblieben. Als Gründe dafür werden neben dem anhaltenden Preisdruck, die Absatzmenge und der Ausbringungsgrad in Deutschland angeführt. Um das Ergebnis vor Steuern zu verbessern, soll nun das Rathscheck-Management in Mayen tätig werden. Wie bereits mehrfach in der Presse zu lesen war, sehen die beiden Geschäftsführer Andreas Jäger und Frank Rummel dafür nur eine radikale Lösung, bis Ende 2019 die Produktion von Moselschiefer in Mayen einzustellen. In erster Linie werden wirtschaftliche Gründe dafür benannt. Von der Schließung der Moselschiefer-Produktion sind 51 Mitarbeiter betroffen.

Aus diesem Anlass trafen die Freien Wähler Mayen mit den betroffenen Mitarbeitern, Bergleuten und dem Betriebsrat zusammen. Dabei verhehlte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Mayen, Hans-Georg Schönberg, nicht seine Enttäuschung über die geplante Schließung und äußerte die Erwartung, dass ein Unternehmen der Größenordnung des Wehrhahn-Konzerns seine soziale Verantwortung ernst nimmt: „ Der Werhahn-Konzern darf die von der Schließung betroffen 51 Mitarbeiter nicht im Regen stehen lassen und sollte deshalb eine detaillierte Überprüfung des Mayener Managervorhabens vornehmen!“ Das sei das Mindeste! Gerade vor dem Hintergrund, dass es in den letzten Jahren keinerlei Hinweise der Geschäftsführung des Schieferunternehmens in Richtung Schließung gegeben habe.

Schönberg verweist sogar auf gegenteilige Signale der beiden Geschäftsführer in den zurückliegenden Jahren: Auf diversen Veranstaltungen haben die beiden Geschäftsführer bekundet, dass - wenn in Deutschland kein Schiefer mehr produziert würde - die Firma Ratscheck Schiefer der letzte wäre, die ihre Produktion einstellen würde. Ähnlich äußerten sich die beiden Geschäftsführer Jäger und Rummel gegenüber der Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil bei deren Besuch 2013 mit der Aussage, dass das Unternehmen noch für viele Generationen Untertage-Abbau in Mayen betreiben könne und damit ein wichtiger Faktor für Arbeitsplätze und Wertschöpfung bleiben werde. Als Grotesk empfinden in diesem Gesamtzusammenhang die Freien Wähler Mayen auch die Tatsache, dass noch vor einigen Monaten ein neuer Mitarbeiter für den Bergbau in Mayen eingestellt wurde und dieser auch noch aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis kam. An eine Schließung hat wohl da noch keiner gedacht?

Für den Fraktionsvorsitzenden der FWM, Hans-Georg Schönberg, ist nicht nur deshalb die Betriebspolitik von Rathscheck Schiefer nicht nachvollziehbar und unverantwortlich gegenüber den Mitarbeitern. So setzten die Geschäftsführer zuletzt noch mit einem Neubau eines Büro-, Schulungs- und Veranstaltungsgebäude einen deutlichen Akzent, gleichzeitig wurde jedoch bei den Mitarbeitern, Gerätschaften und vor allem bei der Erkundung neuer Abbaugebiete in den letzten Jahren „nur auf Substanz gefahren“. Folge der wohl nicht ausreichenden Planungen und fehlenden Überprüfung von Alternativkonzepten ist nun die einfachste Lösung der Zechenschließung. Und das, obwohl der Moselschiefer für einer der ältesten Markenbegriffe weltweit steht und bis heute als Schiefer von bester Qualität bekannt ist. Mit der urplötzlich angedachten Produktionseinstellung und ihrer vorgesehenen rasanten Umsetzung stößt die Firma Rathscheck ihre Mitarbeiter sowie quasi eine ganze Region und ihre Menschen „vor den Kopf“!

Pressemitteilung FWM-Fraktion

Hans-Georg Schönberg

Fraktionsvorsitzender der FWM

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Kommentare
Armin Linden:
Fest steht, das der Kreis AW. mittlerweile bereits das grösste Altersheim im nördlichen RP. darstellt. In der Hoch-Eifel bereitsganze Gebiete "€ntvölkert". Das war vor 3O J. noch anders. Junge Leute - speziell Deutsche - gut ausgebildet, wandern aus. Die Gründe für Insider teils klar. Eine Migration enorm im Zulauf im AW.-Kreis. die Ökonomie des €. bestimmt dort die Einstellung & Gesinnung ! Industrie in MY-KO. auch weit grösser. Ich fürchte, die nächsten 2O J. wird sich vieles ändern. Besonders die völlige Unterschätzung u. das Ausbluten der "Eigenen Systeme" in der Migration. Für "eigene Landsleute u. Studenten" gab es keine Bürgen mit Winke.Winke.Syndrom. Das dürfe u. müsste auch dem BlickAktuell bekannt sein. Soviel Charakter sollte sein. Auch in der Veröffentlichung. A.L.
Armin Linden:
Das Thema, ist + wird in der Zukunft NICHT vom Tische sein. Auch selbst in der CDU gibt es - ausserhalb RP.- genügend Fachleute, die noch in der Realität zu Hause sind. Die Demographie im Kr. AW. ist dermaßen hoch, die Ausdünnung in der Besiedlung (Land) gravierend. In der Eifel, teils "Leer-Raum". In BNA - kaum Kinder u. Jugendliche mehr ! Außer Migration.- Gründe wohl Ökonomischer Natur. Das Kulturprogramm (Rollator-Krankenstühle) ausgerichtet. Der Vorteil Mayen-Koblenz allerdings, wesentlich mehr Industrie & Junge Leute ! Es sind rd. 4 Millionen gut ausgebildete JUNGE Deutsche Mädchen u. Jungs, nach der UNI bereits ausgewandert. Österreich - CH - Alle Nordländer - USA. Man lebt besser. Verdient mehr. Rente Faktor 3-5 ! Medizin (Privat). Nein, für vieles ist es leider zu spät. Der AW-Kreis wird zu den abgehängten einmal zählen. Auch die SPD.FDP wusste es. Sorgte aber für den Aufschwung West.Nord Africa - Maroco -Syrien.Lybien. Damit ist in England jetzt Schluss !
Uwe Klasen:
So sollten Schüler und Studenten für die Zukunft sorgen, mit Erfindungen und guten Ideen das Land und die Menschheit voran bringen und nicht sich instrumentalisieren lassen zum sogenannten "Friday for Future"!
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
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