Politik | 16.05.2019

FWG Weißenthurm wünscht konstruktive Zusammenarbeit aller Fraktionen

Gemeinsam Konzepte erstellen statt Fakten schaffen

Weißenthurm. Der von der CDU Weißenthurm im Blick aktuell vom 14.5.2019 geäußerte Vorwurf, die FWG hätte Entscheidungen verzögert, ist unzutreffend. Gegen eine CDU, die mit Bürgermeisterstimme über eine Zweidrittelmehrheit in den Ausschüssen und nach Fraktionswechsel eines SPD-Mitglieds über 60 Prozent der Stimmen im Stadtrat verfügt, lässt sich nichts blockieren.

Bezüglich der Umgestaltung des Rheinufers hatte die FWG 2014 drei wesentliche Kritikpunkte geäußert. 1. Die Verkehrsführung, bei der zusätzlich zum Fußgänger- und Autoverkehr auch die bis zu 200 Radfahrer pro Stunde vom Rheinradweg auf eine gemeinsame Verkehrsfläche auf der Oberen Werft führt, birgt enorme Gefahren. 2. Der Rasen auf der unteren Werft wird nicht anwachsen. 3. Laut Baumgutachten hätten die Platanen ohne Schäden erhalten werden können. Eine Diskussion über diese Punkte war aufgrund der Mehrheitsverhältnisse nicht mehr zu führen. Die Planung wurde als abgeschlossen betrachtet. Zuletzt konnte noch nicht einmal darüber abgestimmt werden, ob - wenn überhaupt Längsstreifen - unbedingt ein Grün aufgebracht werden muss. Zur Reduktion der Gefahrenlage wird die FWG aber noch beantragen, die Grundstückszugänge in irgendeiner Form zu kennzeichnen oder baulich zu schützten, um hier Kollisionen zu vermeiden.

Der Gestaltung des Spielplatzes im Kuno-von-Falkenstein-Park wurde wie im Artikel der CDU beschrieben demokratisch festgelegt und die FWG war auch dafür. Der Spielplatz musste ja generalsaniert werden, da er untragbar geworden war. Leider konnte sich die FWG mit ihrem Vorschlag der so wichtigen Spielraumplanung für ganz Weißenthurm gegen die absolute Mehrheit der CDU in der abgelaufenen Wahlperiode nicht durchsetzen. Und der Park hat besseren Spielraum für alle Altersgruppen verdient. Daher wird die FWG dies in der kommenden Wahlperiode noch einmal angehen.

Bezüglich der Urnenstelen hätten die Gremien der Stadt durchaus planvoller vorgehen können. Die Friedhofskapelle und der Vorplatz sind marode und durch die sich verändernden Bestattungsformen sind die beiden Friedhöfe zu groß geworden. Daher war bereits 2016 erstmals über die Erstellung eines Friedhofskonzeptes diskutiert worden. Auf dem alten Friedhof ist genügend Platz, um Urnen ohne Stelen bestatten zu können. Wenn das Friedhofskonzept, das bis heute nicht erstellt ist, forciert worden wäre, müsste man jetzt nicht über Urnenstelen streiten. Ein Platz direkt an der Straße, der die erforderliche Andacht nur schwer finden lässt, wäre im Rahmen eines zukunftsweisenden Friedhofskonzeptes sicher nicht gewählt worden. Aber zum Fakten schaffen ist er goldrichtig.

So blieb der FWG oft nur die Möglichkeit, eigene Ideen oder Alternativvorschläge vorzutragen, auch wenn sie genau wusste, dass sie abgelehnt werden würden. Und wenn doch einmal ein Antrag wie die Fahrradrinnen für den Weißenthurmer Bahnhof oder der Unterstand am Ende der Fährstraße angenommen wird, verzögert sich die Ausführung auf unbestimmte Zeit.

Erfreulich ist allerdings, dass abgelehnten Punkte wie die bessere Nutzbarkeit des Weißenthurmer Bahnhofs nun angegangen werden sollen. Das lässt künftig doch auf eine zukunftsorientierte Politik hoffen. Entscheidend ist dabei nicht, wer eine Idee zuerst äußert. Wichtig ist vielmehr eine fruchtbare Zusammenarbeit aller Fraktionen im Stadtrat in einem respektvollen Klima, um Antworten auf die zahlreichen Zukunftsfragen für unsere Stadt und unsere Gesellschaft zu finden. Die Gemeinden, die Ideen zulassen und umsetzen, egal aus welcher politischen Richtung sie stammen, zeigen eine positive Entwicklung. Es ist besser, vorher gemeinsam Ziele festzulegen und sich auf den Weg dorthin zu einigen, anstatt vorschnell Fakten zu schaffen. Daher wird sich die FWG auch weiterhin dafür einsetzen, gemeinsam über alle Parteigrenzen hinweg Konzepte zu erarbeiten.

Pressemitteilung der

FWG Weißenthurm

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