Pulse of Europe: Demonstration in Neuwied

Gerade jetzt: Kritische Solidarität mit der Europäischen Union!

Gerade jetzt: Kritische
Solidarität mit der Europäischen Union!

Trotz kühler Witterung waren vieleder Einladung zur Demo von Pulse of Europe Neuwied gefolgt.Foto: Privat

28.09.2020 - 10:25

Neuwied. Es waren „dicke Bretter“, wie Gast Norbert Neuser, MdEP es nannte, schwierige politische Themen, von denen der Europapolitiker aus dem Europäischen Parlament berichtete. „Weder der neue Migrationspakt, weder Brexit noch die angespannte Situation in Belarus geben im Moment Grund zu Optimismus. Die Handlungsspielräume sind eng, die Mitgliedstaaten uneinig“, so Neuser. Wie sehr die aktuelle Flüchtlingspolitik und die Bilder aus Moria Menschen berühren, zeigten viele engagierte Diskussionsbeiträge. So wie der von Gordon Gniewosz aus Koblenz: „zwei Themen schmerzen mich besonders. Das eine ist die Erinnerung an Flucht und Vertreibung in meiner eigenen Familie, die bis heute nachhält. Das andere ist der heutige Umgang mit geflüchteten Menschen, der im Widerspruch zu den Werten Europas steht, mit Freiheit, Gleichheit, Menschenwürde und Menschenrechten. Dieser Umgang, und dafür steht Moria, ist die Schande Europas.“

Laut Infratest befürworten 87 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Deutschland die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria. Viele Städte in Deutschland und in „willigen“ europäischen Ländern haben deshalb Aufnahmebereitschaft signalisiert. Auch in der Neuwieder Kommunalpolitik in Stadt und Kreis sieht man dringend Handlungsbedarf. „Camps“ schließen und Flüchtlingen menschenwürdige Lebensverhältnisse anbieten, so der Tenor. Eine vernünftige Koordination der Hilfen müsse aber von der Bundesregierung und der Europäischen Kommission ausgehen, so die Kommunalpolitiker Martin Hahn, Michael Mahlert und Fredi Winter.

Die Europäische Union tut sich mal wieder schwer. Umso wichtiger sei es, lebensfeindliche, autokratische und rechtsnationale Entwicklungen nicht hinzunehmen, sondern in kritischer Solidarität zu Europa zu stehen. „…Das Herz Europas schlägt dort, wo Menschen für die Union eintreten wie hier in Neuwied, gerade in schwierigen Zeiten…“, so Norbert Neuser. Herr Neuser erhielt viel Applaus und Dank für seine interessanten Informationen und die lebhafte Diskussion mit den Demoteilnehmerinnen und Teilnehmern. Die nächste Demo von Pulse of Europe Neuwied findet am Samstag, 24.1 Oktober um 11 Uhr auf dem Neuwieder Luisenplatz statt. Gast ist der Europapolitiker Ralf Seekatz, MdEP. Kurz vor der „Schicksalswahl“ in den USA geht es um die Rolle der Europäischen Union in der Weltpolitik.

Pressemitteilung

Pulse of Europe

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Kommentare
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.
Michael Friscg:
@Antje Schulz: Die Forderung nach einer Maskenpflicht stammt von Anfang März. Zu diesem Zeitpunkt war sie durchaus berechtigt. Und vor allem war sie auf professionelle Masken bezogen. Das, was die meisten Leute jetzt benutzen, wird auch von Experten als wenig bis gar nicht hilfreich bezeichnet. Heute sogar vom Präsidenten der Bundesärztekammer:https://www.welt.de/vermischtes/article218369132/Corona-Aerztepraesident-zweifelt-an-Alltagsmasken-Kritik-von-Lauterbach. (Link von der Redaktion entfernt) Hinzu kommt, dass das Tragen im Unterricht noch einmal eine ganz andere Frage ist. Denn es ist eine enorme Belastung für unsere Kinder, stundenlang mit einer Maske in der Schule sitzen zu müssen, obwohl nachgewiesen ist, dass die Schulen keine Infektionstreiber sind. Das grenzt an Körperverletzung! Den Widerspruch, den Sie zu konstruieren versuchen, gibt es jedenfalls definitiv nicht!
Gabriele Friedrich:
In Deutschland gibt es zumindest derzeit keinen Grund zum feiern. Es ist mir unbegreiflich, das die Leute nicht die Zeit nutzen um zu Hause mal was zu machen. Es gibt so viel zu tun ...packt es an und bleibt daheim. Egoismus schlägt irgendwann zurück, wenn die Feiernasen selber dran kommen und krank werden.

Kleiderhaus schließt

Gabriele Friedrich:
Das ist ja klar, die Leute bekommen nun die finanzielle Unterstützung im ALGII und können prima damit zu KiK und Co. Ich würde weiter sammeln für Obdachlose, der Winter kommt !!! Kindersachen kann man ja ebenso in Flüchtlingsunterkünften abgeben oder einschweißen und aufheben- das geht ja weiter und hört nicht "heute" auf.
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