Politik | 19.04.2024

CDU Neuwied zur Windkraft in Neuwied

Guter Kompromiss aller Interessen

Neuwied. Die CDU Neuwied unterstützt klar den eingeschlagenen Kurs der SWN für die Energie- und Wärmewende in der Deichstadt. „Die Energie- und Klimakrise waren und sind ohne Frage ein Treiber. Wir brauchen ein tragfähiges Konzept, das wirtschaftlich, sozial und zukunftsfähig ist. Es muss möglichst viele Interessen für die heutigen und künftigen Generationen unserer Stadt vereinen. Das ist ein Spagat, der nur mit den Stadtwerken gelingt“, erklärt CDU-Fraktionschef Martin Hahn.

„Wir wollen, dass die Energiewende den Menschen nützt. Dazu gehören niedrigschwellige Beteiligungsmodelle, ein Bürgerstrom als soziale Komponente, dazu gehören attraktive Energielieferverträge für die Unternehmen“, so Hahn. Was die SWN stärke, stärke auch den Standort Neuwied: „Ehrenamt und Vereine, Zoo oder Theater, Aufforstung und Deichwelle: Das kann die Stadt aus dem Etat nicht stemmen. Ohne SWN würde das alles wegfallen.“

Die vergangenen Monate seien von intensiven Gesprächen mit den Bürgern geprägt gewesen, insbesondere zur Windkraft: „Vor einem Jahr gingen die Wogen hoch, als die ersten Entwürfe vorgelegt wurden. Landschaftsschutz, Friedwald, Monrepos, das sind sensible, aber auch emotionale Fragen, die beantwortet werden mussten. Das war uns klar und wir haben uns gemeinsam mit unseren Partnern Bündnis 90/Die Grünen und der FWG bewusst und von Anfang an einer offenen und öffentlichen Diskussion gestellt.“

Mit den jetzigen Entwürfen sei ein guter Kompromiss gefunden. Die erweiterte Betrachtung mit den Bereichen des Naturwalds auch im HWG-Wald habe das Land durch eine Änderung des Landesentwicklungsprogramms ermöglicht. „Das gab sehr viel Spielraum, der durch strengere Regeln der beteiligten Grundstücksbesitzer aber eingeschränkt wurde: Keiner wollte wie die ‚Axt im Walde‘ das Maximum an Standorten. Das war sehr konstruktiv und verantwortungsvoll. Jetzt haben wir einen guten Kompromiss, der allen Interessen Rechnung trägt.“ Dies habe auch die Diskussion jüngst im Heinrich-Haus gezeigt. „Wir warten nun auf die Ergebnisse der vielfältigen Voruntersuchungen und werden anschließend in die konkrete Umsetzung gehen.“

Sich auf Strom aus Windrädern allein zu stützen, ist für die CDU zu kurz gesprungen: „Wenn die Förderzusage für die Kommunale Wärmeplanung vorliegt, muss die Stadt sie zügig ausschreiben und vergeben. Wir brauchen die Ergebnisse. Gleichwohl ist es richtig, dass die SWN alle Optionen der künftigen Strom- und Wärmeerzeugung ausloten. Ob Wind, PV oder Fernwärme aus Biomasse: „Ebenso gehört das Potential von Flusswärmepumpen dazu, das die Papaya-Koalition schon vergangenen Herbst bei den SWN angefragt hatte.“ Dort habe man inzwischen mit Mannheim, wo die größte Flusswärmepumpe Deutschlands steht, Kontakt aufgenommen.Pressemitteilung

CDU Neuwied

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