Werner Unkelbach (l.) und Hans Peter Kürten mit der Referentin über Adolf Wamper, Bettina Oesl. AB

Am 04.03.2013

Politik

Historikerin Bettina Oesl referierte über Adolf Wamper

Der Künstler schuf im Rheinwiesenlager die „Schwarze Madonna von Remagen“

Remagen. Auf Einladung der Kolpingsfamilie Remagen um Werner Unkelbach und des Vereins „Friedensmuseum Brücke von Remagen“ um Vorsitzenden Hans Peter Kürten referierte die Historikerin Bettina Oesl vor gut zwei Dutzend Gästen im Pfarrzentrum Remagen erneut über den Künstler Adolf Wamper, der im Rheinwiesenlager die „Schwarze Madonna von Remagen“ geschaffen hatte. Bereits beim Veteranentreffen im vergangenen Jahr hatte die Historikerin Bettina Oesl über den Künstler referiert und sein Leben beleuchtet.

Dem Künstler Adolf Wamper sei kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, kein politisches Engagement in der Nazizeit nachzuweisen. Er sei als politischer Mitläufer, als ein Angepasster wie viele andere auch, einzuschätzen. Oesl hatte vom Friedensmuseum über das Projekt „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“, ein Programm des Familienministeriums des Bundes, den Auftrag erhalten, das Leben und Wirken des Erschaffers der „Schwarzen Madonna“ im „Rheinlager“ wissenschaftlich aufzuarbeiten. In der Essener Folkwangschule, an der Wamper eine Lehrtätigkeit gehabt hatte, habe sie seinen Nachlass sortiert. Mit zahlreichen Familienmitgliedern hat die Historikerin gesprochen, Wampers künstlerische Werke ins Licht gerückt. Wamper sei ein leidenschaftlicher Künstler gewesen, so das Ergebnis, dessen Werke heute noch in Berlin, München aber vor allem in Essen zu bewundern seien. Sein Weg führte über die Technische Hochschule in Aachen 1926 zur Kunstakademie in Düsseldorf. Danach war er als freischaffender Künstler in Münster tätig. Über ein politisches Engagement gibt es keinen Nachweis. Nachweislich trat er aber am 1. Mai 1933 in die Partei ein. „Er gilt“, so die Dozentin, „als so genannter ‹Märzgefallener›, als einer derjenigen, die aus opportunistischen Gründen zur Partei gingen“. Wenig später sprachen die NAZIS eben deswegen für solche Bürger einen Eintrittsstopp aus. Irgendwelche Funktionen innerhalb der Partei hatte Wamper laut Mitgliederkartei nicht. „Wamper hat es dennoch 1944 erwischt“, erläuterte Oesl. Es wurde alles eingezogen, was laufen konnte, so die Erklärung. Am 17. März 1945 musste auch Wamper noch in den Kriegsdienst. Am 15. April geriet er in Gefangenschaft. Und kam ins Remagener Lager. Am 5. Juli konnte er heim nach Heepen bei Bielefeld. Wamper bewarb sich zur Folkwang-Werkschule in Essen, betrieb sein Entnazifizierungsverfahren. Er wurde in die Kategorie V eingestuft, galt als „Entlasteter“ und nahm seine Lehrtätigkeit auf. Bei seinem Abschied 1970 verlieh ihm das Land NRW den Professorentitel.

Werner Unkelbach (l.) und Hans Peter Kürten mit der Referentin über Adolf Wamper, Bettina Oesl. Foto: AB

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  • Anonym: Ich gehöre zu den wenigen, die tatsächlich erst nach der Legalisierung mit dem Konsum von Cannabis angefangen, den Markt (nicht den Schwarzmarkt!) also tatsächlich vergrößert haben, beziehe es aber ausschließlich aus der Apotheke und habe auch gute Gründe dafür. Weshalb habe ich vorher verzichtet? Weil es mir wichtig ist, mich an Gesetze zu halten, sogar wenn diese mir schaden, weil ich viel zu verlieren habe, weil ich nicht mit Dealern in Kontakt kommen wollte, weil ich mich unter Kontrolle habe und damit auch absolut nicht suchtgefährdet bin. Seit April verdampfe ich zuhause allein etwa alle zwei Wochen eine kleine Menge, was mein Leben sehr viel leichter macht. Die Menschen, die wirklich vor sich selbst geschützt werden müssten, hält ein Verbot auch nicht ab, also lasst mich in Ruhe, Leute.
  • Peter Zwegat: lol
  • Ralf Blandowski: Mit Verlaub, aber das ist völlig übertrieben. Als erstes stellt sich die Frage, warum beim Thema Alkohol auf einmal alles was für Cannabis zählt außer Kraft gesetzt wird? Schutz der Jugend und der Bevölkerung sollte durch massive Verringerung des Konsum von Alkohol mit seinen knapp 70 000 Drogentoten pro Jahr gefordert werden. ALkohol ist definitiv schlimmer als Cannabis, wobei Cannabis auch nicht in Gänze harmlos ist. Für Kinder und Jugendliche sollte der Konsum von jeglichen Drogen unterlassen werden. Bezüglich EIndämmung des Schwarzmarkt: Es gibt mittlerweile sehr viele Menschen die anbauen oder zum Doktor gehen. EIne Verringerung des Schwarzmarkt ist somit definitiv vorhanden. Die CDU ist hier völlig konzeptionslos und möchte das Monopol wieder zu 100% bei den Dealern sehen! Eine Studie brachte erst unlängst zu Tage, dass 80% der Cannabisproben auf dem Schwarzmarkt verseucht und gestreckt sind! Die CDU schädigt mit einem Verbot massiv die Gesundheit von Millionen Menschen!
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  • Ingo Fischer: Liebe Kerstin Schmitz, wir haben Ihr einen Weihnachtspaket erstellt - das Paket ist damit ein einmaliger Sonderpreis.
  • Ingo Fischer: Wir können gerne noch kurzfristig einen Termin vereinbaren und eine Planung dafür machen.
  • Marc : Mit dem Paket könnte ich super das Dach meines Elternhauses ausstatten, dass wär eine tolle Weihnachtsüberraschung für meine Eltern und meine Oma.
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