Politik | 18.01.2019

Bendorfer Stadtwerke planen umfangreiche Investitionen

Jahresabschluss mit deutlichen Gewinnen

Keine Änderungen bei den Gebühren- und Beitragssätzen

Die solide Bendorfer Kläranlage. Foto: GM

Bendorf. In der letzten Sitzung des Bendorfer Stadtrates stellte der 1. Beigeordnete Bernhard Wiemer den Wirtschaftsplan der Stadtwerke vor und zog insgesamt ein positives Fazit. Demnach sind für das Jahr 2019 keine Änderungen bei den Gebühren- und Beitragssätzen vorgesehen, jedoch umfangreiche Investitionen in Infrastruktur und Fahrzeugpark geplant.

Beim Wasserwerk sollen ältere Wasserleitungen für rund 200.000 Euro neu verlegt werden. Daneben ist die weitere Erschließung des Baugebietes Bendorf-Süd III vorgesehen und es sind im Investitionsplan des Wasserwerkes Planungskosten in Höhe von 120.000 Euro für den neuen Hochbehälter Vierwindenhöhe eingesetzt. Der alte Behälter ist in einem sehr schlechten Zustand, deswegen wird der komplette Neubau mit einem größeren Fassungsvermögen geplant. Der neue Behälter soll zehn Meter höher im Gelände errichtet werden, was zu einem Anstieg des Wasserdrucks von ca. 1 bar führen wird. Diese Veränderung ist für die Anwohner der Vierwindenhöhe von besonderer Bedeutung, kann hier doch seit Jahrzehnten nur ein sehr geringer Wasserdruck angeboten werden.

Auch das Abwasserwerk wird im Baugebiet Bendorf-Süd III tätig werden und es soll die Kanalsanierung in der Innenstadt in einer Größenordnung von 400.000 Euro weitergehen. In der Rheinstraße sind Regenentlastungen geplant, weiter werden Kanalisationsmaßnahmen im Heinzenweg und in dem Gebiet Hellenpfad Nord durchgeführt. Für die Kläranlage sind 100.000 Euro im Investitionsplan vorgesehen, wobei hier insbesondere die Errichtung einer neuen Fällmittelstation im Fokus steht.

Darüber hinaus sind Mittel für neue Fahrzeuge, Geräte und Werkzeuge vorgesehen, insbesondere die Anschaffung eines neuen Transporters (Elektrofahrzeug) ist notwendig, für dessen Anschaffung die Stadtwerke einen Zuschuss von 25.000 Euro erhalten. Dieses E-Fahrzeug soll hauptsächlich in der Innenstadt für die Müllbeseitigung und die Entleerung der Mülleimer zum Einsatz kommen. Außerdem soll eine neue Kehrmaschine erworben werden, wegen des hohen Alters und der Reparaturanfälligkeit der alten Maschine ist ein weiterer Aufschub wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Sodann legte der erste Beigeordnete Bernhard Wiemer die Jahresabschlüsse der Stadtwerke Bendorf zum 31. Dezember 2017 vor und zwar für die Betriebszweige Wasserwerk, Abwasserwerk, Schwimmbad und Bauhof.

Mit einem Gewinn von 314.000 Euro lag der Gewinn des Abwasserwerkes deutlich über den Ergebnissen des Vorjahres. Wiemer: „Eingesparte Aufwendungen aus dem Wegfall von Abschreibungen und ein sehr geringes Reparaturaufkommen an der Kläranlage haben zu dem ungewöhnlich hohen Gewinn geführt. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich dieses Ergebnis in den kommenden Jahren wiederholen wird.“

Zum Schwimmbad führte er aus: „Der Verlust hat sich um 11.000 Euro erhöht, weil im Jahre 2017 nur knapp 29.000 Gäste das Schwimmbad im Sayntal besucht haben. Gleichzeitig stiegen die Unterhaltungsaufwendungen an, weil die Anlagen seit zehn Jahren in Betrieb sind. Diese Entwicklung konnten wir auch in der Saison 2018 feststellen.“

Beim Bauhof hat sich der Verlust nach den Angaben des Beigeordneten erfreulicherweise um etwa 15.000 Euro reduziert, besondere Entwicklungen habe es aber im Jahr 2017 nicht gegeben.

Die Stadtwerke Bendorf haben das Jahr 2017 mit folgenden Ergebnissen abgeschlossen:

a) Jahresgewinn Wasserwerk = 69.122,55 Euro

b) Jahresgewinn Abwasserwerk = 314.673,44 ‚Euro

c) Jahresverlust Schwimmbad = 231.667,50 Euro

c) Jahresverlust Bauhof = 186.155,30 Euro

Der Stadtrat beschließt sodann einstimmig den Wirtschaftsplan der Stadtwerke Bendorf für das Wirtschaftsjahr 2019 in der vorgelegten Form. Ebenfalls einstimmig beschließt der Stadtrat, die Jahresabschlüsse der Betriebszweige Wasserwerk, Abwasserwerk, Schwimmbad und Bauhof zum 31. Dezember 2017 festzustellen und zu genehmigen.

Er beschließt weiter, die Gewinne des Wasserwerkes und des Abwasserwerkes in Höhe von 69.122,55 Euro und 314.673,44 Euro der Allgemeinen Rücklage zur Verstärkung des Eigenkapitals zuzuführen.

Die Verluste des Schwimmbades und des Bauhofes in Höhe von 231.667,50 Euro und 186.155,30 Euro sollen auf neue Rechnung vorgetragen und durch den Haushalt der Stadt Bendorf ausgeglichen werden, wobei für das Schwimmbad nur ein Ausgleich des ausgabenwirksamen Verlustes in Höhe von 213.162,90 Euro erfolgen soll.

Die solide Bendorfer Kläranlage. Foto: GM

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