Politik | 21.05.2021

Eine Broschüre von Gerhard Draws

Josef Klinkner, ein christlicher Wachsoldat im KZ Dachau

Rüber. In Rüber kursierte seit vielen Jahren ein Gerücht, wonach ein Wachsoldat aus dem damals selbständigen Ort Ruitsch, Pfarrer Johannes Keßler aus der früheren Pfarrei Lonnig/Rüber/Minkelfeld während seiner Haft im KZ Dachau vom 4. April 1944 bis 6. April 1945 heimlich Butterbrote zugesteckt haben und ihm somit ein wenig über die schwere Hungerzeit hinweg geholfen haben soll. Trotz jahrerlanger intensiven Bemühungen gelang es zunächst nicht, die Wahrheit oder Unwahrheit des Gerüchts zu bestätigen.

Es schien so, dass eine Aufklärung für alle Zeiten nicht mehr möglich sein werde, da einerseits die Quelle des Gerüchts nicht aufgespürt werden konnte und andererseits mögliche Zeitzeugen durch natürliche Auslese infolge Todes immer weniger wurden. Das bedeutete aber nicht, dieses Kapitel für immer abgeschlossen zu haben, im Gegenteil, nach Verstreichen einer längeren „Denkpause“ wurde der Sache umso intensiver nachgegangen, im Sinne von „jetzt erst recht“. Mit Beharrlichkeit, aber auch durch Zufall, kam dann eine Begegnung zustande, bei der letztendlich eine Verbindung zur Tochter des längst Verstorbenen hergestellt werden konnte. Als nun der Name feststand, konnte die Spur aufgenommen und die Sache vollständig aufgeklärt werden.

Was aber am meisten bei den Recherchen im Landeshauptarchiv in Koblenz für eine Überraschung sorgte, ist die Tatsache, dass Josef Klinkner nach Ende des 2. Weltkriegs erhebliche Schwierigkeiten im Entnazifizierungsverfahren hatte. Nur mit viel Mühe und Fürsprachen einiger Geistlichen und Patres sowie Unbedenklichkeitsbescheinigungen des kommissarischen Amtsbürgermeisters von Polch und des Vertreters der Gemeinde Ruitsch gelang es dem in amerikanischer Gefangenschaft Verweilenden, eine drohende langjährige Haftstrafe einhergehend mit der Beschlagnahme seines Vermögens wegen (unfreiwilliger) Zugehörigkeit in einem sogenannten „Totenkopfverband“ abzuwenden.

Die Broschüre wurde in einer kleinen Auflage gedruckt, kostet 6 Euro, gegebenenfalls zzgl. Versandkosten und ist erhältlich bei Gerhard Draws, Im Pechen 16, 56295 Rüber, Tel. (0 26 54) 23 04, E-Mail: optimist44@gmx.de

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