Politik | 21.12.2022

Junge Union Koblenz Montabaur beschäftigt sich mit kommunalem Klimaschutz

Kampf dem Klimawandel in den Kommunen

Die Teilnehmer der Kreisverbände tauschten sich über neue Ideen und Eindrücke aus. Foto: privat

Lahnstein/Rhein-Lahn-Kreis.Klimaschutz und Klimaanpassung muss auch vor Ort erfolgen. Um Maßnahmen des kommunalen Klimaschutzes zu entwickeln, traf sich der Bezirksverband Koblenz-Montabaur, bestehend aus nördlichen Kreisverbänden der Jungen Union in Rheinland-Pfalz, zum Bezirksausschuss. Etwa 30 Vertreter der Kreisverbände (aus Ahrweiler, Altenkirchen, Bad Kreuznach, Birkenfeld, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück, Koblenz Westerwald und Rhein-Lahn) in Lahnstein.

„Statt dem Klimaschutz mit zwielichtigen Protestaktionen einen Bärendienst zu erweisen, wollen wir vor Ort Lösungen entwickeln, kommentiert Justus Brühl, Vorsitzender des Bezirksverbandes, den Anlass des Treffens. Dafür lud die JU hochkarätige Referenten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis ein. Die Klimaschutzmanagerin des Rhein-Lahn-Kreises, Jasmin Lemler berichtete über ihre Tätigkeit und zeigte insbesondere Fördermöglichkeiten für Projekte auf. „Kommunaler Klimaschutz kann auch wirtschaftlich sein. Kommunen, die nachhaltig investiert haben, kommen auch aktuell besser durch die Energiekrise“, bekräftigte die Diplom-Wirtschaftsingenieurin. So fand auch ein Austausch über schon umgesetzte Projekte in rheinland-pfälzischen Gemeinden statt, die die jungen Christdemokraten als Ideen mit in ihre Heimatverbände nehmen können.

Im Anschluss wies Professor Dr. Wolfgang Fröhling, zuletzt an der Hochschule für Verwaltung des Bundes (Köln) für Klimapolitik- und Klimarecht lehrend, rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten auf. „Bauplanungs- und Raumordnungsrecht müssen Klima-Aspekte beinhalten, allerdings gibt es oft Zielkonflikte zwischen Naturschutz und Klimaschutz, beispielsweise beim Thema Windkraft, so der Professor. Es sei notwendig, dass kommunale Akteure andere Konfliktlösungsmechanismen entwickelten.

Zudem sprach Andreas Ludwig, die letzten acht Jahre Bau- und Umweltdezernent der Stadt Trier, über aussichtsreiche Methoden im Bereich der erneuerbaren Energieerzeugung. So erläuterte er unter anderem, dass noch vor wenigen Jahren in Trier, wie in vielen anderen Kommunen auch, die Kläranlagen mit die größten Stromverbraucher gewesen seien. Aufgrund innovativer Technologien sei es mittlerweile so weit, dass die Kläranlagen der Stadt genügend Energie für den alltäglichen Betrieb herstellten. Auch gebe es in vielen Kommunen unglaublich viele Möglichkeiten insbesondere im Bereich der Solartechnik: Überdachungen von Parkplätzen, die Dächer kommunaler Verwaltungsgebäude, brachliegende Flächen ehemaliger Mülldeponien, die sich sonst für keine Nutzung eignen, und vieles mehr. „Bei all dem ist es wichtig, die Bürger in den Kommunen mitzunehmen“, kommentierte Ludwig. Dem schloss sich auch der anwesende Landtagsvizepräsidenten Matthias Lammert, der gerade im Bereich des Klima- und Umweltschutzes die Junge Union dazu ermunterte sich auch mal kritischer gegenüber der Mutterpartei zu äußern. Mit vielen Eindrücken und einigen Ideen für die Umsetzung in den kommunalen Gremien endete dann der Bezirkstag.

Gastgeber war der Kreisverband der Jungen Union Rhein-Lahn, vertreten durch den Vorsitzenden Cedric Crecelius und Kassierer Alexander Schweitzer.

Pressemitteilung der

Jungen Union Koblenz Montabaur

Die Teilnehmer der Kreisverbände tauschten sich über neue Ideen und Eindrücke aus. Foto: privat

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Kommentare
21.12.202212:53 Uhr
juergen mueller

Konfliktlösungsmechanismen. Da ist er wieder, der deutsche Erfindergeist deutscher Sprache. Damit hat man schon immer geglänzt, was aber auch schon alles war u. ist. Gerade wieder ist ein Forum zu Ende gegangen, bei dem man sich auf etwas geeinigt hat, auf dessen Umsetzung man gespannt sein darf, denn beschlossen heißt noch lange nicht, dass dem auch gefolgt wird, stehen dem doch allmächtige wirtschaftliche Interessen gegenüber. Und was hat IMMER absolute Priorität? Richtig, wirtschaftliche Interessen, auch ausnahmslos in der Politik. Es ist ein Teufelskreis. Unsere sogen. Klimaaktivisten von Fridays of Future (unlängst bei LANZ) reden sich um Kopf u. Kragen u. verdienen sich gleichzeitig dumm u. dämlich. Ja, mit Reden kann man tatsächlich eine Menge Kohle machen, während draußen der allgemeine Klimawandelwahnsinn einfach weitergeht.
Ich für mein Teil habe diese profitorientierten, umhergereichten Pseudoklimaschützer abgehakt. Den Klimawandel hält das allerdings auch nicht auf.

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