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SPD schlägt alternative Konzepte vor für die Überbauung von Parkflächen

Keine Hochgarage um jeden Preis

Keine Hochgarage um jeden Preis

Vertreter der SPD-Fraktion sowie Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahl vor Ort am Parkplatz im Keutel. Foto: Privat

11.02.2019 - 10:31

Mayen. „Keine Hochgarage um jeden Preis“. Das ist die einhellige Auffassung der Mayener SPD nach einer Ortsbesichtigung von Vertretern der Fraktion, des Vorstandes und von Kandidatinnen und Kandidaten für die kommende Stadtratswahl. „Wenn sich die Rahmenbedingungen für eines der größten Bauprojekte der jüngeren Stadtgeschichte derart dramatisch verändern, wie dies derzeit der Fall ist, können wir nicht einfach sagen: ‚Weiter so‘,“ erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Sondermann.

Laut Mitteilung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und der Architektenkammer könnten sich die Baukosten pro Stellplatz von geplanten 11.000 Euro auf 16.000 Euro erhöhen. Wenn das so sei, müssten nach Meinung der Sozialdemokraten auch alternative Konzepte geprüft werden. „Zumal schon für die bislang geplanten Baukosten keine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorliegt, die wir seit Jahren fordern,“ so Sondermann weiter. Ursprünglich sei mit 240 Plätzen geplant worden und 90 Prozent Förderung durch das Land. Mittlerweile geht es um bis zu 350 Plätze. Die zusätzlichen Plätze zahlt die Stadt aber alleine, ebenso wie die Steigerung der Baukosten.

Argument für die höhere Zahl sei seitens der Verwaltung der Bedarf an Dauerstellplätzen gewesen. Konkret belegt wurde dieser Bedarf nach Angaben der SPD bis heute nicht. Ein Kreditinstitut habe im Gespräch mit der SPD sogar signalisiert, dass es kein Interesse an Dauerstellplätzen habe. Für die SPD stellt sich eine weitere Frage: „Seit wann weiß die Verwaltung von den Kostenschätzungen der ADD? Waren diese möglicherweise schon bekannt, bevor der Stadtrat im Dezember den Planungswettbewerb auf den Weg gebracht hat?“

Was die Überbauung des Schotter-Platzes im Keutel angeht, hat die SPD Gegenvorschläge parat: „Warum kombinieren wir nicht Parken und Wohnen,“ schlägt Erich Nöthen vor, Dachdeckermeister und Stadtratskandidat. „Ebenerdig ein Parkdeck für Kurzzeitparker, dazu ein zweites Deck für Dauerparker und darüber Wohnungen oder Büroräume.“ Dadurch stelle sich die Wirtschaftlichkeit des Objektes auch völlig anders dar. Es entstünden weniger Kosten für Parkplätze und die Wohn- oder Büroräume könnten vermietet oder verkauft werden. Auch für den Parkplatz im Hombrich käme nach Meinung der SPD eine solche Nutzung in Frage. Die ebenerdigen Parkplätze blieben erhalten und darüber würden Appartements gebaut, z.B. für Studenten, Soldaten oder junge Menschen.

Das bringe neue Bewohner in die Stadt und sei damit ein direkter Beitrag zur Belebung der Innenstadt. In München habe man über einem Parkplatz in Holzbauweise in einem vierstöckigen Objekt 100 Appartements speziell für Geringverdiener errichtet und so den sozialen Wohnungsbau gefördert. Das schafft Wohnraum in zentraler Lage und verdichtet die Innenstadtbebauung. Durch die Holzbauweise wurden die Baukosten für diese Appartements deutlich niedriger. „Statt Jahre alte Planungen stur weiter zu verfolgen, sollte man die laufende Ideenfindung nutzen, ganz neu denken. Ansonsten riskieren wir ein Millionengrab. Geld, das uns an anderer Stelle fehlt,“ fasst der SPD-Vorsitzende Dirk Meid die Stimmung unter den Sozialdemokraten zusammen.

Pressemitteilung der SPD Mayen

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Kommentare
Gasuwe:
Wenn das ein deutscher Täter gewesenen wäre hätte man das als erstens erwähnt.

Ja zum Klimaschutz

Uwe Klasen:
Da nur die Hälfte des jährlich emittierten CO² in der Atmosphäre verbleibt, beträgt der gesamte deutsche Anteil 0,04 % an den globalen CO²-Emissionen. Im Übrigen ist 2018, nach 2017 und 2016, das dritte Jahr in Folge mit Abkühlung (!) (lt. NASA-Daten), trotz Weltweit steigenden CO²-Emissionen!
Uwe Klasen:
Die Steuerlast nimmt kontinuierlich zu, laut Daten der OECD nimmt Deutschland, zumindest, bei Steuern und Abgaben eine Spitzenposition ein. --- Dazu ein Satz aus dem politischen Testament von „Friedrich der Große“ (1712 – 1768): „Also ist es recht und billig, daß jeder Privatmann zu den Staatskosten beiträgt, aber er soll nicht sein halbes Einkommen mit dem Herrscher teilen.“
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