Politik | 25.02.2020, 14:17 Uhr

Gemeinsame Initiative soll Aktionen bündeln

„Klimabündnis Wachtberg“ plant breitere Basis

Parents for Future laden zum gemeinsamen Kampf gegen Klimawandel ein

Pegel Die Sturzfluten in den Jahren 2010 und 2013 in Wachtberg sind für die Wachtberger Parents ein untrügliches Zeichen für den anstehenden Klimawandel. 2013 wurde sogar die Godesberger Altstadt geflutet. Die rote Linie und der gelbe Pfeil zeichnen den Pegelstand des Mehlemer Bachs in Niederbachem von 2010 in der Höhe von 3,09 m nach. Foto: privat
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Niederbachem. Unter dem Slogan „Gemeinsam sind wir stärker“ laden die Wachtberger Parents for Future zur Gründung eines übergreifenden „Klimabündnis Wachtberg“ ein. Geplant ist ein lockerer Zusammenschluss interessierter Vereine oder Initiativen, die im Bereich Klima-, Umwelt- und Naturschutz sowie im Bereich Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit engagiert sind. Das Klimabündnis Wachtberg soll kein klassischer Verein sein, sondern ein regelmäßiges Treffen Gleichgesinnter unter dem „Dach“ der vorgenannten Themen, gleichberechtigt an einem runden Tisch. Das Bündnis ist überparteilich und unabhängig, wobei einzelne Projekte auch sozialgesellschaftliche Begleitmomente beinhalten können, ohne aber von dem eigentlichen Bündniszweck, nämlich dem Kampf gegen den Klimawandel, abzulenken. „Man darf den Klimawandel nicht nur unter dem Aspekt der Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf deutlich unter 2 Grad sehen, sondern auch die direkten und indirekten Folgen, die sich jetzt schon abzeichnen, bedürfen einer ernsten und nachhaltigen Betrachtung“, erweitern die Wachtberg Parents for Future den Kreis der möglichen Teilnehmer des Klimabündnisses. Dieses solle ein „gemeinsames Haus“ sein, in dem Ideen entwickelt, diskutiert und angesprochen werden können. Es sei das Prinzip der „Schwarmintelligenz“, so in der Pressemitteilung weiter, und der kommunikativen Verteilung in viele Hände, gemeinsam dem Klimawandel entgegenzuwirken. Zusammen sei man erfolgreicher, was für die Sache nur von Vorteil sein könne. Durch einen regelmäßigen Austausch von Ideen und Informationen können in Echtzeit aktuelle Themen besprochen und weiterentwickelt, sowie tagesaktuelle Entwicklungen erörtert werden. Doch nicht nur etablierte Vereine oder Initiativen sollen an dem runden Tisch teilnehmen können. Auch einzelne Bürger sollten, geht es nach den Vorstellungen der Wachtberger Parents, daran teilnehmen und ihre Ideen und Vorschläge mit einbringen können.

Mit gemeinsamen Aktionen, einer zentralen Homepage und einem informativen Flyer, der die Ziele des Klimabündnisses prägnant und übersichtlich darstellen wird, soll das Interesse an dem zu gründenden Klimabündnis Wachtberg weit in die Bevölkerung getragen werden. Bei einem ersten Initialtreffen, das für Donnerstag, 26. März, 19:30 Uhr, geplant ist, wolle man gemeinsam das Grundsätzliche besprechen und den weiteren Weg diskutieren.

„Vorrangiges Ziel ist es, die Menschen positiv zu motivieren“ so die Parents in ihrer Mitteilung. Man wolle versuchen, von Anfang an ein stabiles und handlungsstarkes Klimabündnis zu schaffen, das engmaschig in der Wachtberger Bevölkerung vernetzt ist.

Als eines der ersten Themen denken die Parents an das Aufstellen von KlimaWahlprüfsteinen zur Kommunalwahl im September. Hierbei würden monatlich klimarelevante Fragen an die Bewerber für den Wachtberger Gemeinderat gestellt und deren Beantwortung veröffentlicht. Nach der Wahl soll dann anhand des Abstimmungsverhaltens der gewählten Kommunalpolitiker bei Entscheidungen im Rat und den Ausschüssen ein „Vergleichs-Controlling“ erfolgen. Man wolle „lockere Wahlversprechungen auf den Wahrhaftigkeitsgehalt über fünf Jahre beobachten und in einer öffentlichen Datei nachhalten“, mahnen die Parents die Glaubwürdigkeit von Wahlversprechen und „politischen Sonntagsreden“ an.

Anregungen und weitere Ideen zum Klimabündnis Wachtberg können jederzeit an die E-Mail: info@klimabuendnis-wachtberg.de geschickt werden.

Nach den Sturzfluten der letzten Jahre mussten kritische Wasserlaufstellen mit massiven Wasserbausteinen verstärkt werden. Die zunehmende Häufigkeitsdichte der Sturzfluten dürfte auch Folgen des Klimawandels sein. Foto: privat

Nach den Sturzfluten der letzten Jahre mussten kritische Wasserlaufstellen mit massiven Wasserbausteinen verstärkt werden. Die zunehmende Häufigkeitsdichte der Sturzfluten dürfte auch Folgen des Klimawandels sein. Foto: privat

Pegel Die Sturzfluten in den Jahren 2010 und 2013 in Wachtberg sind für die Wachtberger Parents ein untrügliches Zeichen für den anstehenden Klimawandel. 2013 wurde sogar die Godesberger Altstadt geflutet. Die rote Linie und der gelbe Pfeil zeichnen den Pegelstand des Mehlemer Bachs in Niederbachem von 2010 in der Höhe von 3,09 m nach. Foto: privat

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