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Wahlen in der Verbandsgemeinde Linz

Mit Ausnahme von Kasbach-Ohlenberg stellt die CDU die stärksten Fraktionen

Der Verbandsgemeinderat muss ohne Christdemokraten aus der Bunten Stadt am Rhein auskommen

04.06.2019 - 12:32

Linz. Auch aus den Wahlen zum Linzer Stadtrat und Verbandsgemeinderat gehen Bündnis 90/Die Grünen als Sieger hervor. Mit Martin Lang (2782 Stimmen), Peter Baeumle-Courth (2551), Nikolaus Schlüter (2525) und Klaus Uhrig (2446) schicken sie vier Vertreter in den VG-Rat, konnten sie mit 14 Prozent der Stimmen doch 6,4 Prozent gegenüber 2014 hinzugewinnen.

Das Plus von 7,2 Prozent auf 15,6 Prozent der Stimmen reicht im Stadtrat dagegen nur für drei Sitze, in den neben Anja Birrenbach (1558), auch Julia Finette (1290) und Julian Koretz (1259) einziehen. Neu in diesem Gremium sind die Liberalen mit 6 Prozent, sodass sie dort mit Philipp Amberg (574) vertreten sein werden, während sie mit einem plus von 4 Prozent im VG-Rat auf 6,1 Prozent gekommen sind. Zwar scheiterte die FDP-Spitzenkandidatin Susanne Henn (1680), dafür ziehen Tobias Kador (1757) und Sabine Henning (1747) in dieses Gremium ein. In beiden ist die Partei „Die Linke“ vertreten, die sich bei den VG-Ratswahlen um 0,1 Prozent marginal auf 3 Prozent verschlechtert, bei den Stadtratswahlen mit 3,8 Prozent um 0,3 Prozent verbessert. In den Rat der Stadt zieht Andrea Wuttkopf (387) ein, in den Rat der VG Friedrich Eichelhardt (969). Mit 19,3 Prozent haben sich auch die Freien Wähler nicht groß verändert, denen mit dem Linzer Michael Schneider (2381), Hans Reul (2359), dem Bürgermeister von Kasbach-Ohlenberg, Frank Becker (2286), Norbert Rohringer (2277), Ralf Kirschbaum (2249) und Jürgen Büsch (2201) sechs Mandate zustehen. Auf dem Rang des ersten Nachrückers landete der bisherige Beigeordnete der VG, Herbert Kroll (2187).

In diesem Gremium sind die beiden großen Volksparteien die Verlierer. So bleibt die CDU mit 39,8 Prozent zwar stärkste Fraktion, bekommt aber 6 Prozent an Stimmen weniger als bei der vorigen Kommunalwahl und büßt mit nur noch 13 Sitzen zwei Mandate ein. Spitzenreiter bei den Christdemokraten ist der alte und neue Bürgermeister von Sankt Katharinen, der ursprünglich auf Platz 21 gesetzte Willi Knopp (4957) vor Roswitha Gottbehüt (4671) und seinem Vettelschoßer Kollegen Heinrich Freidel (4478), der seinen Vorgänger Falk Schneider(4252) auf Platz 4 verweist. Neben diesen gelang der Sprung in den VG-Rat dem neuen Bürgermeister von Dattenberg, Stefan Betzing (4209), Johannes Over (4126), Udo Odenthal (4119), Norman Weißenfels (4034), den beiden Leubsdorfern, Bürgermeister Achim Pohlen (3970) und seinem Beigeordneten Erich Honnef (3810), Klaus Schapeit (3755), Achim Nonnen (3708) und dem Ockenfelser Bürgermeister Kurt Pape (3684). Dieser verwies Jürgen Pappendorf (3673), der das beste Ergebnis aller Linzer Bewerber eingefahren hatte, knapp auf Rang 13 und damit auf den Platz des ersten Nachrückers, obwohl er auf Listenplatz 5 gesetzt war.

Fast genauso schlecht wie Jürgen Pappendorf schnitt der SPD-Spitzenkandidat ab, der Ockenfelser Bürgermeister-Kandidat und SPD-Verbandsvorsitzender, Torsten Müller ab, der mit 1767 Stimmen abgeschlagen auf Rang 12 landete. Dagegen konnte Karl-Heinz Wölbert mit 2623 Stimmen enorm punkten und erzielte damit vor dem langjährigen Bürgermeister von Dattenberg, Dieter Runkel (2234) den ersten Platz. Am weitesten nach vorne katapultiert hat sich die ehemalige Landtagsabgeordnete Renate Pepper, die von Listenplatz 29 mit 1976 Stimmen Rang drei belegt vor Patrick Jungbluth (1956), und den beiden Vettelschoßerinnen, Melanie Eckhardt (1930) und Gabriele Marquardt (1928). Mit 17,8 Prozent hat die SPD zwar nur 4,1 Prozent gegenüber 2019 verloren, büßt aber mit 6 Sitzen einen ein. Leidtragender ist ihr bisheriger Fraktionsvorsitzender, Hans-Joachim Schwedthelm, der mit 1866 Stimmen auf Rang 7 landet und wie die Erste VG-Beigeordnete, Andrea Sünning-Löhr (1785), und die Linzerin Gezina Stuip (1661) nicht mehr dem VG-Rat angehört.


Stadtratswahlen in Linz


Noch größer sind die Verluste vor allem der CDU bei den Stadtratswahlen, bei denen sie mit 36 Prozent satte 9,6 Prozent verliert und nur noch über 8 Sitze verfügt. Leidtragender ist wie beim VG-Rat Jürgen Pappendorf, der mit 980 auf Rang 9 landete. Das beste Ergebnis erzielte Helmut Muthers mit 1464 Stimmen vor Manfred Rüddel (1458) und Ruth Zimmermann (1551) sowie Udo Paffhausen (1333), Bruno Hoppen (1301), der Landtagsabgeordneten Ellen Demuth (1191), Detlef Nonnen (1069) und dem Ersten Stadtbeigeordneten, Thomas Balasus (1035). Dessen Kollege von den Sozialdemokraten, Karl-Heinz Wölbert, erzielte wie beim VG-Rat, allerdings mit noch beeindruckenderem Vorsprung mit 1328 Stimmen das beste Ergebnis bei der SPD noch vor dem Fraktionsvorsitzenden Dieter Lehmann (873), Fabiano Collu (782), Doris Brosowski (756) und Wolfgang Latz (663). Mit 20,6 Prozent lag die SPD um 5,5 Prozent unter ihrem Ergebnis von 2014.

Um 1,7 Prozent verbessert haben dies die Freien Wähler, die mit Ralf Kirschbaum (1117), dem Beigeordneten Michael Schneider (1067), Michael Westhofen (688) und Brigitte Hömig (683) über vier Sitze im Stadtrat verfügen.


Sankt Katharinen


Ihr schlechtestes Ergebnis erzielten die Sozialdemokraten traditionell in Sankt Katharinen, auch wenn sie mit sich mit 8,1 Prozent um 2,7 Prozent verbesserten. Zwar verlor die CDU dort satte 8,8 Prozent, konnte sich aber mit 51,3 Prozent noch die absolute Mehrheit vor der FWG sichern, die mit einem plus von 2,2 Prozent auf 36,6 Prozent kam. Neu im Kathringer Gemeinderat mit 4 Prozent der Stimmen vertreten ist die FDP mit Florian Gombert (312).


Leubsdorf


Erdrutschartig das Abscheiden der SPD in Leubsdorf, wo die Sozialdemokraten bei Verlusten von 10,2 Prozent nur noch auf 19,7 Prozent kamen und nur drei Sitze im Rat haben. In dem verfügen die Christdemokraten, die mit 1,1 Prozent nur marginal verloren, mit 55,5 Prozent weiter über die absolute Mehrheit. Wie die FWG mit 6,7 Prozent, ein Plus von 1,4 Prozent, fällt auch den Liberalen mit 4,4 Prozent ein Mandat zu. Gewinner der Kommunalwahlen in Leubsdorf sind die Grünen, die mit 13,9 Prozent immerhin 5,7 Prozent besser abschnitten und über zwei Sitze im Rat verfügen.


Ockenfels


Die dritte Gemeinde in der VG Linz, in der die CDU mit neun Sitzen und 53,3 Prozent der Stimmen, ein minus von 4,3 Prozent, weiterhin über die absolute Mehrheit verfügt, ist Ockenfels. Allerdings musste die SPD dort mit 34,7 Prozent nur den Miniverlust von 0,8 Prozent hinnehmen. Gewinner auf der „Terrasse von Linz“ sind die Liberalen, die über zwei Sitze bei 11,9 Prozent der Stimmen verfügen, ein plus von 5 Prozent.


Kasbach-Ohlenberg


Haarscharf an der früheren absoluten Mehrheit vorbeigeschrammt sind die Freien Wähler mit acht Sitzen in Kasbach-Ohlenberg, wo sie mit 49,3 Prozent ein minus von 3,3 Prozent hinnehmen mussten. Ungeschoren kamen auch die Christdemokraten in der Doppelgemeinde nicht weg, die bei 31,9 Prozent der Stimmen, ein Minus von 1,7 Prozent, über fünf Mandate verfügen. Wahlsieger sind in der nördlichsten Gemeinde der VG Linz die Sozialdemokraten, die sich mit 18,7 Prozent um 4,9 Prozent steigern konnten und über drei Sitze verfügen.


Vettelschoß


Verloren haben sie dagegen mit 19,3 Prozent der Stimmen, ein Minus von 4,4 Prozent, in Vettelschoß. Mit acht Sitzen hat die CDU doppelt so viele Mandate wie sie, obwohl auch die Partei von Bürgermeister Heinrich Freidel mit 41,3 Prozent einen Verlust von 3,6 Prozent hinnehmen musste. Ein Sitz steht den Liberalen zu, die auf 5 Prozent kamen, während die Freie Wählergruppe weiterhin die zweitstärkste Fraktion stellt, die aber mit sieben Sitzen und 34,5 Prozent der Stimmen der CDU ziemlich nah gekommen ist.


Dattenberg


Davon können ihre Kollegen aus Dattenberg trotz einer Steigerung von 8,2 Prozent auf 19 Prozent bei drei Sitzen nur träumen. Sie profitieren nicht nur davon, dass Bündnis 90/Die Grünen, die 2014 noch auf 7,8 Prozent der Stimmen gekommen waren, nicht angetreten sind. Zu gute kommen ihnen auch die Verluste der SPD, die im Ort neben Dieter Runkel auch wieder auf Renate Pepper zählen kann, in Höhe von 5,1 Prozent, die damit bei 31,9 Prozent auf fünf Sitze kommt. Genau die Hälfte der insgesamt 16 Mandate fällt aber an die CDU, die bei einem Plus von 4,7 Prozent knapp mit 49,1 Prozent die absolute Mehrheit verfehlt hat. DL

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Kommentare
Uwe Klasen:
Durch eine (theoretisch mögliche) weltweite Ökolandwirtschaft lasse sich ca 2,5 bis 3 Milliarden Menschen ernähren. Wie sollen also demnächst 8 Milliarden Menschen, ohne grüne Gentechnik und moderne Landwirtschaft, ausreichend ernährt werden (ein Menschenrecht!)?
juergen mueller:
Die Antworten der Parteien sollte man sich wirklich einmal verinnerlichen. Das Ergebnis: "Nichts Beeindruckendes - aber viel Skurriles".Die immerwährende Leier von sozialverantwortlich u.ökologisch - der Wunsch nach einer ressourcenschonenden,nachhaltigen u.emissionsarmen Lebens- u.Wirtschaftsweise.Klima-/Umwelt-/Natur-/Artenschutz = Doppel 00.Wer sich als Politiker einen SUV Porsche Cayenne-DIESEL zulegt,für eine Erweiterung des GVZ und eine Förderung von Koblenz als Wirtschafts-,Industrie- u.Gewerbestandort etc. gestimmt hat,hat KEIN Recht davon zu reden.Solche Diskussionsrunden sind eine Farce,wobei hier der vom BUND Koblenz gezeigte gute Wille nicht in Abrede gestellt werden soll.
Uwe Klasen:
Zu welchem Zweck werden die Kinder in diesem Land instrumentalisiert und dadurch missbraucht? Die Temperaturdaten zeigen eindeutig (!), dass seit Januar 2016 eine globale Abkühlung stattfindet!
PJ.Arnold:
Das bedeutet doch, das er geschossen werden darf sobald er sich blicken lässt. Da freuen sich doch die Jäger. Endlich mal einen Wolf schießen und der Held sein. Aus diesem Grund wurde ja auch der letzte illegal geschossene Wolf getötet. Und wahrscheinlich war es da nicht der Vater, sondern der Sohn der ihn geschossen hat. Nur der Vater war schon überaltert und hat seinen Jagdschein geopfert. Die Politiker gehören hier wirklich geprügelt. Sie folgen den Wünschen der Lobbyisten. Und es würde mich nicht verwundern wenn die Klöckner auch noch die Hand dafür aufhält. Und so politische Kleinhirne wie Rüddel und Co. hängen sich da an um ihre Wähler zu bekommen und zu beruhigen. Aber wann wurde in Deutschland ein Mensch von einem Wolf getötet. So ein Fall ist mir nicht bekannt. Der Mensch isst wenn er Hunger hat. Das macht der Wolf und jedes andere Tier auch. Gäbe es mehr Wölfe, könnte man auch mal die Anzahl der Jäger dezimieren. Schließlich fallen derzeit auf 280 Einwohner 1 jagdberechtigter
A.Paduch:
Aus dem Mund von Rüddel kam noch nie was anderes als gegen den Wolf zu sprechen. Er tut so als spreche er für das Volk. In Wirklichkeit schleimt er sich bei der Bevölkerung ein, die auf seine wirklich dummen Sprüche reinfallen. Typisch Politiker. Alleine der Satz "Nunmehr erlaubt beispielsweise das Entstehen eines ernsten Schadens durch den Wolf bereits das Töten des Tieres." bedeutet doch nichts anderes als das jeder Wolf geschossen werden darf, der sich in die BRD verläuft. Der Wolf wird von den meisten Menschen als böse und als Menschenfresser gesehen. So wie sie es aus den alten Märchen kennengelernt haben. In Wirklichkeit haben die wenigsten je einen in der freien Natur gesehen. Weil er bleibt unauffällig, meidet den Menschen. Er tötet um zu überleben und nicht einfach so. Der oben angeführte Satz sollte man auch für Politiker anwenden können. Da gäbe es auf einem Schlag große Lücken in deren Reihen. Und Rüddel wäre auf jedem Fall dabei.
juergen mueller:
Ja, Herr Klasen. Diese Option gibt es schon seit Jahrhunderten, ist dort angebracht, wo sie von Nöten ist - nur nicht mit solch einer gezielt gesteuerten Panikmache. Polarisierer u.Schwätzer wie Rüddel,der unter dem Deckmantel einer angeblichen Fürsorge für`s gemeine Volk schon immer für einen Abschuss von Wolf plädiert hat,obwohl es hierfür (noch) keinen Grund gab,hat sich einer Abwägung alternativer Möglichkeiten schon immer verschlossen,Möglichkeiten,die bis dato nicht ausgeschöpft wurden.Der Einfachheithalber hat man sich nun zu einer schon lange vorbereiteten gesetzlich geregelten "Lösung" entschlossen u.kommt damit dem Willen derjenigen entgegen,sichert sich damit Wählerstimmen,die einen Abschuss von Anfang an gefordert haben u.für die Artenvielfalt/Artenschutz ein Fremdwort ist.Die Politik ist das Fallbeil für alles,was unbequem ist,reagiert lobbyistisch auf Forderungen,die an ihrer Macht kratzen.Klöckner ist das beste Beispiel dafür.
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