Politik | 15.10.2018

Europa-Union des Kreises Ahrweiler

Miteinander reden – miteinander leben

NRW-Staatssekretärin Güler zu Gast

V.l.: Richard Keuler, EU-Schatzmeister, Eckart Lesch, EU-Kreisvorsitzender, NRW-Staatssekretärin Serap Güler und Beigeordneter Hans-Jürgen Juchem.privat

Remagen. Die Europa-Union des Kreises Ahrweiler hatte zu einem Gespräch mit den Migrations-Beiräten der Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen, Sinzig und des Landkreises Ahrweiler eingeladen.

Bei Beginn der Veranstaltung ging Euro-Vorsitzender Eckart Lesch auf die Stellung der früheren Gastarbeiter bereits in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts ein.

Waren es zuerst junge Italiener, Spanier, Griechen und Leute vom damaligen Jugoslawien, so änderte sich die Situation bereits in den Sechzigern, als die ersten Türken aus Istanbul und Ankara nach Deutschland kamen.

Keine Gedanken über die Zukunft der Migranten gemacht

Die erste Generation gehörte mehrheitlich einer christlichen Religionsgemeinschaft an. So waren es in der zweiten Generation Migranten der moslemischen Glaubensgemeinschaft. Lesch erklärte weiter, es gelte den gestrigen und heutigen ausländischen Migranten mal ein Dankeschön zu sagen. Denn Alle hätten davon profitiert. Die NRW-Staatssekretärin Serap Güler, mit türkischen Wurzeln, stand in der Diskussionsrunde den 54 Besuchern Rede und Antwort.

Die damalige Bundesregierung habe sich am Anfang zu keiner Zeit Gedanken darüber gemacht, wie man die Zukunft gemeinsam mit den ausländischen Mitbürgern gestalte. Durch den Ansturm von Asylanten in den Jahren 2015 und 2016 sind die zuständigen Behörden der einzelnen Bundesländer stark unter Druck gekommen.

Negative Berichterstattung bedauert

Serap Güler bedauerte die negative Berichterstattung der Medien im Allgemeinen. Es wurde mit einem Zahlenwerk von Missständen argumentiert, die sich nach einer genauen Überprüfung als minimalst ergaben.

Die ersten Untersuchungen über den Bildungsstand junger Asylanten habe ergeben, dass sich mit einer gezielten Weiterbildung das Handwerk neue Mitarbeiter gewinnen könne. Die ehrenamtliche Arbeit der vielen Gruppen, Verbände, Kirchen, Rotes Kreuz und ähnlichen verdiene große Anerkennung.

In der weiteren Diskussion machte die Gruppe ÖFH, Ökumenische Flüchtlingshilfe der evangelischen Kirche, einen guten und informierten Eindruck. Die Staatssekretärin berichtete von Kampagnen innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalens, wobei auch die Arbeit der Migranten stärker gewürdigt werden müsse. Zum Thema „Leitkultur“ sprach sich die Rednerin mit einem starken „Ja“ aus, auf jeden Fall unter Einbindung der Migranten in Deutschland.

Migrationsräte lobten die Veranstaltung

In der anschließenden Schlussrunde fanden auch die anwesenden Migrationsbeiräte lobende Wort zu dieser Veranstaltung. Es sei dazu gesagt: Serap Güler war als Deutsche mit türkischen Wurzeln, charmant, intelligent und mit einer schnellen Auffassungsgabe, ein Gewinn für eine Abendveranstaltung dieser Art. Den Dank des Bürgermeisters der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler überbrachte der Beigeordnete Hans-Jürgen Juchem mit einem Weinpräsent der Ahr.

Pressemitteilung

Europa Union Ahrweiler

V.l.: Richard Keuler, EU-Schatzmeister, Eckart Lesch, EU-Kreisvorsitzender, NRW-Staatssekretärin Serap Güler und Beigeordneter Hans-Jürgen Juchem.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Neu · täglich frisch
Neu · täglich frisch

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Rund um´s Haus
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Stellenanzeige Reinigungskraft
Werksverkauf
Kirmes in Brohl
Sachbearbeitung Sport (m/w/d)
Empfohlene Artikel
Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht.  Foto: GS
257

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Rat der Kreisstadt hat die Vorplanung zur flutbedingten Wiederherstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ freigegeben und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Bestandteil der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen einschließlich einzelner Entwässerungseinrichtungen.

Weiterlesen

: Blick auf den trockengelegten Mühlenteich mit dem Mühlrad am Herderweg.  Foto: GS
69

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ohne das Thema Wiederaufbau. So wurde in der jüngsten Sitzung am Montagabend erneut die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) einstimmig mit entsprechenden Maßnahmen beauftragt. Ein Blick in die Details.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Der Bahnübergang in Heppingen.  Foto: ROB
1007

Der Bahnübergang in Heppingen wird gesperrt

Ab 29.06.: Vollsperrung in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Rahmen des Wiederaufbaus der Ahrtalbahn wird der Bahnübergang an der Martinusstraße erneuert. Die technischen Anlagen werden modernisiert und an aktuelle Sicherheitsstandards angepasst.

Weiterlesen

Die Hoffnung ist groß, dass am Mallendarer Berg bald wieder mehr Bussefahren.  Foto: pixabay.com
363

Am Mallendarer Berg fahre der Bus deutlich zu wenig:

HeimatCheck: Vallendar: Senioren ärgern sich über ÖPNV-Angebot

Vallendar. Im Rahmen der Reihe „HeimatCheck“ von BLICK aktuell rückt diesmal der ÖPNV in Vallendar in den Mittelpunkt, genauer gesagt die Situation am Mallendarer Berg. Anlass ist deutliche Kritik aus der Bürgerschaft, insbesondere aus der Seniorengruppe des Evangelischen Gemeindezentrums, die sich mit einem offenen Brief an Verwaltung und Verantwortliche wendet. Im Zuge der Bauarbeiten in der Jahnstraße...

Weiterlesen