Juso Stadtverband Bendorf
Nazi-Verbrechen sind nicht vergessen
Stolpersteine wurden in Bendorf zum Glänzen gebracht
Bendorf. Der 9. November 1938 ist ein Datum, das in das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte einging. In jener Nacht führten die Nazis die Reichspogromnacht durch, aus deren Folgen etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben wurden. Zugleich wurden Gebet- und Versammlungsstätten, Geschäfte und Wohnungen verwüstet und zerstört. Eine furchtbare Gewaltaktion des NS-Regimes, die nie vergessen werden darf. Nun gibt es zahlreiche „Stolpersteine“, die auch in Bendorf an die Vertreter des Widerstandes gegen die Nazis erinnern. Die Bendorfer Jusos riefen daher zum 9.11. dazu auf, ein Zeichen zu setzen und die Stolpersteine jener mutigen Frauen und Männer zu reinigen, die gegen die Nazi-Verbrecher gekämpft haben. Mit Lappen und Reinigungsmitteln bewaffnet wurde folgenden tapferen Personen gedacht: Anton „Toni“ Gelhard, Dr. Hans Bauer, Anton Wilhelm Gelhard, Hedwig, Egon, Manfred, Pauline und Antonie Heyman, Moritz und Franziska Herz, Alfred, Emma, Bruno und Brunhilde Löb, Frieda, Inge und Ernst Schmitz. Der 1. Vorsitzende des Juso Stadtverbands Bendorf, Kai Dommershausen, dankte für die rege Teilnahme, das engagierte Reinigen der Solpersteine wie auch das damit einhergehende Gedenken an die vorgenannten Personen. Er mahnte zugleich: „Nur wenn wir uns regelmäßig dieser Verbrechen erinnern, kann die Wiederholung solcher Verbrechen verhindert werden!“
Pressemitteilung Juso
Stadtverband Bendorf
Die frisch gereinigten Stolpersteine der Familie Heymann in der Bendorfer Judengasse. Foto: Juso Bendorf
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