Politik | 19.02.2018

Mendiger Denkmalpreis wurde verliehen

Neugestaltung einer Hausfassade

Die erneuerte Fassade wertet das Straßenbild optisch auf. privat

Mendig. Derzeit werden wieder vielerorts Preise verliehen und die Mendiger Grünen kamen auf die Idee, das Heft in die eigene Hand zu nehmen und ebenfalls einen Preis auszuloben. Es geht um die historische Bausubstanz in Mendig. Davon gibt es ja einiges, hat es zumindest den Anschein. Bei genauerer Betrachtung hingegen, stellen sich einem gegebenenfalls die Haare zu Berge. Obwohl sich die Stadt auf die Fahnen geschrieben hat, die historischen Ortskerne zu erhalten beziehungsweise Maßnahmen zur Instandsetzung und Verschönerung zu fördern, ist davon leider wenig zu spüren. Das dahingehende, stadteigene Förderprogramm läuft nach Ermessen der Grünen vollständig ins Leere. Lediglich im Rahmen einer umfassenden Sanierung des gesamten Gebäudes kann ein Bauherr in den Genuss von Mitteln kommen. Soll jedoch beispielsweise „lediglich“ eine Basaltfassade reaktiviert werden, so steht der Initiator alleine da. Nicht jeder hat das Geld, um direkt einen Rundumschlag zu tätigen. Somit ist dieses Programm aus Sicht der Grünen weder sozial ausgeglichen noch zielführend. Schnell wird auch aus dem kulturhistorisch wichtigen „Layerhäuschen“ eine „Schrott-Immobilie“, die dem Abrissbagger zum Opfer fällt. So fühlt sich der aufmerksame Beobachter in die 70er und 80er Jahre zurückversetzt, als es zum guten Ton einer jeden Stadt gehörte, möglichst auch der allerletzten bauhistorischen Individualität den Garaus zu machen. Aus diesem Grund haben die Grünen beschlossen, Menschen, die mit eigenen, begrenzten Mitteln zur ästhetischen Aufwertung der Stadt beigetragen haben, mit einem Preis zu ehren. Die Grünen nennen die Auszeichnung den „Mendiger Denkmalpreis“. Der Mendiger Denkmalpreis geht in diesem Jahr an das Ehepaar Klaus und Ute Schmidt in der Heidenstockstraße 34 . Hier wurde im Laufe vieler Jahre in Eigenregie und mit überaus sicherem Gespür für Authentizität eine neue Fassade in die bestehende Bausubstanz eingefügt. Der Mendiger Denkmalpreis ist mit der eher symbolischen Summe von 200 Euro dotiert und speist sich aus den grünen Sitzungsgeldern des Stadtrates. Die Mendiger Grünen würden sich freuen, auch in den nächsten Jahren solche vorbildlichen Preisträger küren zu können. Vorschläge und Anregungen in dieser Thematik nehmen die Verantwortlichen gerne entgegen.

Pressemitteilung des

Ortsverbands Mendig

Bündnis 90/ Die Grünen

Die erneuerte Fassade wertet das Straßenbild optisch auf. Foto: privat

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