Politik | 15.07.2019

Leserbrief zu Veränderungen in den Römer-Thermen in Bad Breisig

„Neustrukturierung“ der Römer-Thermen zu Lasten der Besucher

Seit Jahrzehnten bin ich regelmäßiger Besucher der Römer-Thermen. Ich fand es immer toll, schon frühmorgens dort meine Bahnen ziehen zu können. Zwei Frühschwimmer-Stunden für acht Euro. Mit der Neugestaltung der Eintrittspreise, die ab dem 1. Juli gelten, gibt es dieses Angebot leider nicht mehr. Jetzt kann man nur noch für 90 Minuten oder für drei Stunden oder für den ganzen Tag in die Therme. Der Uhrzeitbeginn ist egal. Ein einmaliger 90-Minuten-Aufenthalt ist allerdings nicht möglich. Da muss man schon eine 10er für 90 Euro oder eine 20er Karte für 160 Euro kaufen. Nicht jeder kann sich das leisten.

Die 90-Minuten-Mehrfachkarte stellt also pro Besuch umgerechnet eine Preiserhöhung um 25 Prozent bei der 20er-Karte und sogar 37,5 Prozent bei der 10er-Karte dar. Dazu muss man wissen, dass diese 90 Minuten die Brutto-Aufenthaltszeit ist. In dieser Zeit muss man 2 x die Umkleidekabine aufsuchen und sich aus- bzw. wieder anziehen, seine persönlichen Sachen wegschließen und wieder holen sowie duschen. Von den 90 Minuten bleiben einem nicht mehr so ganz jungen Menschen letztendlich maximal 60 für den gewünschten Aufenthalt im Wasser. Unterm Strich weit weniger Erholung, Gespräche mit anderen Gästen sind kaum möglich. Dafür hat man mehr Hektik, um nur ja die Zeit nicht zu überschreiten. Denn: Sind diese 90 Minuten – egal aus welchem Grunde – beim, Verlassen der Therme nur um wenige Sekunden überzogen, ist sofort ein Nachschlag von 1,50 Euro fällig. In den ersten Juli-Tagen wurde sogar von jedem Besucher für die neue Plastik-Eincheck-Karte zwei Euro Pfand an der Kasse verlangt. Die Aufregung darüber war natürlich riesengroß. Diese Idee wurde zum Glück schnell wieder verworfen.

Die „Neustrukturierungen“ der Öffnungszeiten zum 1. Mai (montags ist die Therme für den Normalbesucher geschlossen, abends ist seitdem um 20 Uhr Ende) und nun der Preise geht nur zu Lasten der Gäste. Nur peinlich! Ich werde meine Besuche in den Römer-Thermen erheblich einschränken, vielleicht sogar ganz einstellen.

Rudolf Kraemer, Bad Breisig

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Wir helfen im Trauerfall
3+1 Aktion
Imageanzeige Straußenwirtschaft
Stellenausschreibung 2026/060 Systemadministrator/in
Stellenanzeige 2026/061 Sachbearbeiter/in (w/m/d) im Bereich ÖPNV
Empfohlene Artikel
Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr: Am Ufer des Sees türmt sich gerade nach Wochenenden der Müll.  Foto: Gabi Becker
884

Mit großer Besorgnis beobachte ich die zunehmende Verschmutzung am Laacher See. Besonders nach den Wochenenden bleiben nach Partys häufig Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr und anderer Müll am Ufer, entlang der Wege und sogar mitten im Wald zurück. Dieses rücksichtslose und antisoziale Verhalten schadet der Natur und der Tierwelt gleichermaßen und beeinträchtigt die Erholung aller Besucherinnen und Besucher.

Weiterlesen

Weitere Artikel
schmusen mit Pflegemama
1673

Mayen. Sultan kam bereits im Februar 2026 in unser Tierheim, nachdem er in Mendig umherstreunte und sich niemand für den stattlichen weißen Kater verantwortlich fühlte. Damals war Sultan unkastriert, nicht gekennzeichnet und hatte eine schlimme Augenentzündung, die auf seine nicht behandelten Rolllider zurückzuführen war.

Von Tierschutzverein Mayen U.U. e.V. Frau Sybill Limba aus Mayen

Weiterlesen

Die Ramersbacher Straße in Ahrweiler.  Foto: ROB
1457

Auch an weiteren Stellen wird intensiv an der Infrastruktur gearbeitet

07.07.: Wiederaufbau in Ahrweiler: Ramersbacher Straße wird für ein Jahr gesperrt

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Noch bis Ende Juli ist die Verbindung zwischen der St.-Pius-Straße und der Eifelstraße im Stadtteil Bachem vollständig für den Verkehr gesperrt. Dort werden derzeit die Anschlussarbeiten der neuen Bachemer Brücke an die angrenzenden Straßen durchgeführt. Gleichzeitig wird der Kreuzungsbereich umgestaltet, um die künftige Verkehrsführung zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Weiterlesen

Die Ahr in Bad Neuenahr am Morgen nach der Flut.  Foto: ROB
860

Fünf Jahre sind vergangen, seitdem in der Ahrflut 135 Menschen im Alter von 4 Monaten bis 97 Jahren ums Leben kamen. Über 700 Personen wurden verletzt. Gar nicht zu reden von den Schicksalen und Tragödien, die bis heute auf die Ahrflut zurückzuführen sind (z. B. Suizide, über die keiner berichtet).

Weiterlesen