Politik | 02.03.2021

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Ortsverband Reifferscheid-Rodder

Positionen der KAB zur Landtagswahl

Reifferscheid. Auch die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) als Verband leidet unter der Pandemie.

Meinungsbildende Versammlungen und Veranstaltungen können und konnten nicht stattfinden. Im Jahresplan 2021 war u. a. eine Tagesfahrt ins Braunkohlerevier vorgesehen, wo Menschen ihre Heimat verlieren, um Platz zu schaffen für eine Braunkohleförderung, die es ab 2030, im Rahmen des Klimaschutzes, ohnehin nicht mehr geben soll.

Darüber hinaus war eine Podiumsdiskussion mit Kandidaten zur Landtagswahl geplant - vielleicht ist dies ja dann zur Bundestagswahl wieder möglich.

Es ist überaus wichtig die Kandidaten nicht nur aus „Flyern“ und den „Medien“, sondern auch präsent – persönlich kennenzulernen.

Als Sozialverband und engagierte Christen ist es selbstverständlich sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und soziales Bewusstsein zu fördern.

Familien- und die Arbeitswelt stehen bei der KAB im Focus. Arbeit sollte so organisiert sein, dass sie den Belangen der Familie entspricht. Die Zahl der Minijobber in den Privathaushalten und im gewerblichen Bereich sind mit 324.000 Personen (Rheinland-Pfalz) zu hoch. Das hohe Niveau an geringfügiger Beschäftigung muss dauerhaft reduziert und in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gewandelt werden. Das Risiko von Kinderarmut muss eingegrenzt und die Situation von Familien mit Migrationshintergrund verbessert werden. „Wir als KAB stehen für eine menschenwürdige Arbeit und insbesondere in der Pflege. Ein Kranker ist aus unserer Sicht kein Konsument oder Marktteilnehmer – er darf nicht auf die verengte Sicht „Kostenfaktor“ betrachtet werden. Das gleiche gilt für Krankenhäuser und Kliniken. Zur Digitalisierung 4.0, keine Frage, Digitalisierung kann das Arbeitsumfeld und den Arbeitsschutz verbessern. Aber den Digitalisierungsprofiteuren wird zu wenig Einhalt geboten. Viele dieser Unternehmen betreiben Wertschöpfung nur noch für sich selbst und ihre Eigentümer und Aktionäre. Arbeitsplätze im unteren Lohnsektor und ausbeuterische Bedingungen sind die Folge – siehe „amazon“.

Sonn- und Feiertage sind Botschaft und Struktur. Schon Johann Wolfgang von Goethe sagte einmal: „Der Mensch ist ein beschränktes Wesen; unsere Beschränkung zu überdenken, ist der Sonntag gewidmet“.

Der Sonntag gehört nicht der Wirtschaft, sondern der Familie, dem Glauben, dem Sport, der Gesellschaft und der Erholung. Die KAB setzt sich für den freien Sonntag ein. Der Trend zu immer mehr verkaufsoffenen Sonntagen muss gestoppt werden. Unsere Gesellschaft ist älter und bunter geworden. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung verändert sich seit Anfang der siebziger Jahre stetig nach oben.

Was kann getan werden um Altersarmut zu vermeiden? Wie können die Sozialkassen gestärkt werden? Der Mindestlohn ist nach wie vor in der Höhe nicht ausreichend! Wie kann eine geschlechterunabhängige Entlohnung erreicht werden?

Am 14. März sind nun Landtagswahlen, unsere Stimmen zählen. Frei, geheim, demokratisch wählen zu dürfen ist das höchste Recht für freie Bürger, während noch so viele andere Völker um dieses Recht kämpfen.

Als Vorsitzender des KAB Ortsverbandes Reifferscheid-Rodder grüße ich alle Mitglieder, Interessierte und Freunde der KAB in der hoffnungsvollen Erwartung sich bald wieder vor Ort treffen zu können. Bitte gehen Sie wählen!“

Weitere Informationen zur Arbeit der KAB gibt es im Internet unter: www.kab-trier.de

Pressemitteilung

Katholische

Arbeitnehmer-Bewegung

Reifferscheid/Rodder

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