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Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“

Positive Bilanz gezogen

15.12.2017 - 16:13

Weißenthurm. Bei ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung konnte der Vorstand der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“ im Rahmen des Jahresberichtes wie in den Jahren zuvor erneut eine positive Bilanz ziehen.

In seiner Begrüßung dankte der Vorsitzende Rolf Papen den Mitgliedern für ihre Teilnahme und ihr unermüdliches und beispielhaftes Engagement für die Bahnanwohner und die Region. Erfreut zeigte er sich nicht nur über die große Teilnehmerzahl, sondern auch über die Teilnahme von Bürgermeister Georg Hollmann und dessen motivierendes Grußwort sowie von Stadtbürgermeister Gerd Heim, der durch wertvolle Anregungen die Versammlung bereicherte. Großen Beifall erhielt auch Thomas Przybylla, der es sich trotz der tags darauf stattfindenden Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Weißenthurm nicht nehmen ließ, der Mitgliederversammlung beizuwohnen.


Gedenken an Gabriele Schmalenbach


Mit einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der verstorbenen Gabriele Schmalenbach, die als Vereinsmitglied die Bürgerinitiative in vorbildlicher Weise von Anfang an tatkräftig unterstützt hat.

Bürgermeister Georg Hollmann, der bisher an allen Mitgliederversammlungen der Weißenthurmer Bürgerinitiative teilgenommen hat, lobte in seinem Grußwort deren vielfältige Aktivitäten und das große Engagement der Mitglieder und stellte dabei fest: „Unsere Bürgerinitiative schaut nun bereits auf fünf Jahre ihres Bestehens und damit auf fünf Jahre beispielhaften ehrenamtlichen Einsatzes zurück.“ In dieser Zeit habe sich die Bürgerinitiative im Engagement zum Schutz der unter unerträglichem Bahnlärm leidenden Menschen, aber auch zum Schutz der Natur und Umwelt in der Region, Achtung und Anerkennung weit über die Grenzen der Verbandsgemeinde Weißenthurm hinaus erworben.

Die Mitglieder des Deutschen Bundestages Tabea Rößner und Josef Oster hatten jeweils ein schriftliches Grußwort übermittelt, in dem Tabea Rößner feststellte, Herr Papen spreche über den Verein von einer „verschworenen, tollen Gemeinschaft“. Sie sei stolz darauf, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, und hoffe, baldmöglichst wieder Gast sein zu dürfen.

Josef Oster hob in seinem Grußwort hervor, die Politik habe auf den Druck der Bürgerinitiativen reagiert und den Weg hin zu Maßnahmen zur spürbaren Lärmreduzierung beschritten. Dies sei ganz wesentlich ein Erfolg von „WIR gegen den Bahnlärm in der VG Weißenthurm“ und den anderen Bürgerinitiativen entlang des Rheins und der Mosel.

Zu Beginn des Jahresrückblicks bezeichnete Rolf Papen die Verabschiedung des „Gesetzes zum Verbot des Betriebs lauter Güterwagen“ ab 2020 durch den Bundestag und den Bundesrat im Juli 2017 als einen ganz bedeutenden Meilenstein auf dem Weg hin zu weniger Bahnlärm auch im Mittelrhein- und Moseltal.


Gegen den „Masterplan Schienengüterverkehr 2017“


Gleichzeitig verurteilte er den „Masterplan Schienengüterverkehr 2017“ des Bundesverkehrsministeriums als unverantwortlich, da die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen zum Schutz von Menschen, Natur und Umwelt nicht einmal ansatzweise gegeben seien. Dieser Masterplan sieht unter anderem eine Steigerung des Güterzugaufkommens um 40 Prozent und eine Zunahme der Zuglängen von derzeit 600 Meter auf bald 750 und zukünftig sogar auf 1.000 Meter vor – mit dann verhängnisvollen Folgen auch für die Sicherheit des Bahnbetriebes, da bereits heute die Zugfolge der Güterzüge mit einem nur noch dreiminütigen Abstand zum vorausfahrenden Zug und mit bis zu 120 Stundenkilometern zu häufigen massiven Bremsvorgängen führt und sich damit die Gefahr von Zugkollisionen deutlich erhöhen kann.


An besondere Ereignisse erinnert


Josef Helf und Dr. Christoph Thilmann gingen in einem eindrucksvollen PowerPoint-Vortrag neben vielfältigen Tätigkeiten im Vereinsleben wie Durchführung von Vorträgen, Teilnahme an Veranstaltungen, Besprechungen mit kommunalen Vertretern, Abgeordneten oder Vertretern der Bahn auf verschiedene Ereignisse besonders ein, so zum Beispiel auf das große Engagement vieler Vereinsmitglieder auch 2017, so zum Beispiel bei der Beteiligung an der Anti-Bahnlärm-Demonstration am 12. September und an den bereits 58 Dienstags-Demonstrationen in Neuwied. Erwähnt wurde auch der Beitritt der Städte Weißenthurm und Bad Breisig sowie der Ortsgemeinde Brohl-Lützing, nachdem vorab bereits die Verbandsgemeinden Weißenthurm und Bad Breisig sowie die Stadt Andernach Mitglied der Bürgerinitiative geworden waren, sowie der Beitritt der Bundestagsabgeordneten Josef Oster und Erwin Rüddel, die neben den Bundestagsabgeordneten Tabea Rößner und Detlev Pilger sowie den Landtagsabgeordneten Josef Dötsch, Guido Ernst und Marc Ruland nun ebenfalls Mitglieder der Weißenthurmer Bürgerinitiative sind.

Von Bedeutung war auch die Anerkennung der Bürgerinitiative als Umweltvereinigung durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz sowie die Wahl des Vorstandsmitgliedes Dr. Christoph Thilmann auch in den Vorstand der „Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V.“ (BVS). Die Weißenthurmer Bürgerinitiative war im Februar 2017 dieser wichtigen deutschlandweiten Dachorganisation beigetreten, als absehbar wurde, dass durch die Wahl eines neuen Vorstandes zukünftig den Erwartungen an diese bedeutende Organisation, die auch „Anerkannte Umweltvereinigung“ auf Bundesebene ist, vollumfänglich entsprochen werden kann.

In ihrem anschließenden Prüfbericht bestätigten die beiden Kassenprüfer Werner Alt und Roland Jäger dem Kassenführer Hermann Winter auch in diesem Jahr wieder eine einwandfreie Kassenführung ohne eine Beanstandung. Es war dann Stefan Hennrich, der sich als Vereinsmitglied im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit bewegenden Worten für die tolle Arbeit des Vorstandes bedankte.


Engagement konsequent fortsetzen


Zum Schluss der Mitgliederversammlung waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer darin einig, dass das Engagement für weniger Lärm, Erschütterungen und Feinstaubentwicklung durch den Bahnbetrieb im Mittelrhein- und Moseltal konsequent fortgesetzt werden müsse.

Mit der Festlegung der nächsten Mitgliederversammlung auf den 17. November 2018 endete nach circa zwei Stunden in bester Atmosphäre eine interessante und informative Mitgliederversammlung, zu der Heinz Pretz feststellte: „Der Vorstand hat in überzeugender Weise dargelegt, dass unsere Weißenthurmer Bürgerinitiative auch 2017 in gewohnter Weise äußerst aktiv und sehr erfolgreich war, dass wir auf das gemeinsam Erreichte alle stolz sein dürfen und wir uns zusammen auf einem guten Weg befinden.“

Pressemitteilung der Bürgerinitia-

tive „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“

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Peter. S:
Klasse, das nenne ich mal ein gelungenes Kunstwerk mit Mehrwert für die Stadt.
juergen mueller:
Super und weiterzuempfehlende Aktion, die endlich einen Sinn und Zweck erfüllt, anstatt Hauswände mit unsinniger Werbung zu versehen. Hier wird einmal der künstlerische Effekt gewürdigt und zum anderen auch ein Nachdenken (wenn auch nicht bei jedem) angeregt.
juergen mueller:
Alleinerziehende unterstützen ist das eine (und förderlich) - Frühkindliche Bildung f.d.Zukunft geistig,moralisch (was ausgerechnet die Politik damit meint???),kulturell,körperlich das Andere.Die Politik spricht i.d.Zusammenhang von sozialen,kognitiven Kompetenzen,Steigerung der Lernfähigkeit,lebenslanges Lernen,Bildung über gesamte Lebenszeit,Lernmotivationen.Sogen.LERNORTE (Kita`s) müssen bestimmte Dimmensionen aufweisen,die unsere Politiker,neben anderen von ihnen geforderten,frühkindlichen Erfordernissen auf der Grundlage einer Elementarbildung selbst vermissen lassen u.sich in elementare Dinge des Lebens einmischen u.durch Vorgaben bestimmen wollen,wo es langzugehen hat.Kinder älterer Generationen wurden mit Werten aufgezogen,die die Politik nicht mehr kennt,es ist etwas aus ihnen geworden ohne das Einmischen der POLITIK.Die Zeiten haben sich geändert u.unsere Werte auch.Was früher waren Zeit,Aufmerksamkeit,Ehrlichkeit,Loyalität u.Bestreben zählt heute nicht mehr.
juergen mueller:
Durch digitale Bindung (alleine diese Wortwahl ist absurd) Kindern eine Zukunft ermöglichen."Unser Ziel - WIR - pflichtbewusst - RULAND lässt nichts aus und "bildet" sich auch noch etwas darauf ein.Was nützt es einem Kind,wenn es lesen u.schreiben gelernt hat,aber das Denken anderen überlassen muss.Grass ausgedrückt:Schule ist jenes Exil,in dem der Erwachsene das Kind solange hält,bis es imstande ist,in der Erwachsenenwelt zu leben,ohne zu stören.Digitale Bindung bindet Kinder nur an eines:an Technik-Computer,Spielekonsole,Playstation etc.u.verhindert den Blick für Realität,Umwelt u.Natur.Es darf nicht verwundern,wenn ein Kind auf die Frage,ob es in seinem Leben eine (Ver)Bindung gibt,antwortet:Ja,mein LADEKABEL.Kindern nicht einfach nur Lesen beibringen,sondern das Gelesene/Gehörte zu hinterfragen u.zwar alles zu hinterfragen.Digitalisierung hat nichts mit guter Bildung zu tun,sie erleichtert sie vielleicht.Und,Herr RULAND:Einbildung ist auch eine Bildung.
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