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Aktion der Bergarbeiter von Rathscheck Schiefer beim Stein- und Burgfest in Mayen

Prominente Unterstützung für die Kumpels

Andrea Nahles unterschrieb die Petition gegen die Schließung des Schieferbergwerks

11.09.2018 - 11:52

Am vergangenen Samstag nutzten die Bergarbeiter von Rathscheck das Stein- und Burgfest in Mayen, um auf dem Marktplatz über die geplante Schließung des Bergwerks zu informieren und ihre Forderung nach einer Fortführung der Schieferförderung in Mayen zu bekräftigen. Unterstützung erhielten sie von der SPD-Vorsitzenden Andra Nahles, die die Petition gegen die Schließung des Bergwerks unterschrieb.

Mayen. Auch auf dem Stein- und Burgfest in Mayen wurde die geplante Schließung des Schieferbergwerks am Katzenberg zum Thema, denn die Kumpels von Rathscheck, die für den Erhalt des Bergwerks und ihrer Arbeitsplätze kämpfen, hatten auf dem Marktplatz einen Infostand aufgebaut und sammelten Unterschriften für ihre Petition, die den Erhalt des Schieferbergwerks fordert. Die Petition richtet sich an die Verantwortlichen des Werhahn Konzerns, zu dem das Unternehmen Rathscheck Schiefer gehört, und fordert die Rücknahme der geplanten Bergwerksschließung. In der Sache selbst hatte es in der vergangenen Woche aus der Chefetage der Werhahngruppe jedoch keine Nachricht gegeben, die auf einen Kurswechsel hindeutet. Die Entscheidung, die Schieferproduktion bis zum 31.3.2019 am Katzenberg einzustellen, wurde bekräftigt. Die Zeit vom Produktionsende bis zum 31.12. 2019 soll dann zum Rückbau des Bergwerks genutzt werden. Danach würden die Kumpels ihren Job bei Rathscheck verlieren. Die Bergleute ließen sich von dieser Nachricht nicht entmutigen und bekräftigten ihren Protest gegen diese Entscheidung an ihrem Infostand während des Stein- und Burgfest. Prominente Unterstützung erhielten sie von der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles, der sie ihre Argumente erläuterten.


Nahles appellierte an die Leitung des Unternehmens


Die Parlamentarierin hatte nach dem Bekanntwerden des Schließungsbeschlusses mit beiden Seiten, dem Betriebsrat und der Geschäftsführung von Rathsckeck über das Thema gesprochen. „Die Argumente für die Schließung des Bergwerks überzeugen mich nicht“, erklärte die Sozialdemokratin und äußerte die Vermutung, dass in den vergangenen Jahren nicht genug investiert worden sei, um dem Bergwerk eine realistische Zukunftsperspektive zu geben. „Der Schieferbergbau ist für diese Region ein prägender Industriezweig und deshalb bin ich hier, um mich mit den Mitarbeitern von Rathscheck zu solidarisieren“, erklärte Andrea Nahles, die mit den Kumpels von Rathscheck auch ein familiärer Bezug verbindet, denn ihr Großvater Franz Nahles war in diesem Unternehmen beschäftigt. Nach dem Gespräch sagte sie: „Ich habe trotz der bedrückenden Situation eine große Entschlossenheit bei den Bergleuten erlebt. Das finde ich gut“. Nahles appellierte bei dieser Gelegenheit an die Verantwortlichen bei Rathscheck noch einmal alle Möglichkeiten auszuloten, um den Schieferabbau in Mayen eine Chance zu geben. Die Bergarbeiter kritisieren vor allem die Aussage der Geschäftsleitung, dass der Grund für die Schließung des Bergwerks die angeblich schlechte Schieferqualität sei. Dieser Darstellung widersprechen sie energisch. „Das Material auf Sole 11 ist gut, dort ist Stein“, betonen sie. Kein Bergmann würde für den Erhalt eines Bergwerks demonstrieren, in dem nichts mehr zu holen ist. „Uns wurde immer gesagt, wenn das Material auf Sole 11 gut ist, wird das Bergwerk weiterbetrieben. Nun haben wird dort gutes Material, und trotzdem wird das Werk geschlossen,“ erklären sie. Diese Widersprüche erzürnen die Mitarbeiter, die vom Arbeitsplatzverlust bedroht sind. In dieser Woche wollen sie ihre Position den Vertretern der Fraktionen im Stadtrat der Stadt Mayen erläutern, die bereits in der vergangenen Woche mit der Geschäftsführung von Rathscheck über das Thema gesprochen haben.

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Kommentare
Armin Linden:
Fest steht, das der Kreis AW. mittlerweile bereits das grösste Altersheim im nördlichen RP. darstellt. In der Hoch-Eifel bereitsganze Gebiete "€ntvölkert". Das war vor 3O J. noch anders. Junge Leute - speziell Deutsche - gut ausgebildet, wandern aus. Die Gründe für Insider teils klar. Eine Migration enorm im Zulauf im AW.-Kreis. die Ökonomie des €. bestimmt dort die Einstellung & Gesinnung ! Industrie in MY-KO. auch weit grösser. Ich fürchte, die nächsten 2O J. wird sich vieles ändern. Besonders die völlige Unterschätzung u. das Ausbluten der "Eigenen Systeme" in der Migration. Für "eigene Landsleute u. Studenten" gab es keine Bürgen mit Winke.Winke.Syndrom. Das dürfe u. müsste auch dem BlickAktuell bekannt sein. Soviel Charakter sollte sein. Auch in der Veröffentlichung. A.L.
Armin Linden:
Das Thema, ist + wird in der Zukunft NICHT vom Tische sein. Auch selbst in der CDU gibt es - ausserhalb RP.- genügend Fachleute, die noch in der Realität zu Hause sind. Die Demographie im Kr. AW. ist dermaßen hoch, die Ausdünnung in der Besiedlung (Land) gravierend. In der Eifel, teils "Leer-Raum". In BNA - kaum Kinder u. Jugendliche mehr ! Außer Migration.- Gründe wohl Ökonomischer Natur. Das Kulturprogramm (Rollator-Krankenstühle) ausgerichtet. Der Vorteil Mayen-Koblenz allerdings, wesentlich mehr Industrie & Junge Leute ! Es sind rd. 4 Millionen gut ausgebildete JUNGE Deutsche Mädchen u. Jungs, nach der UNI bereits ausgewandert. Österreich - CH - Alle Nordländer - USA. Man lebt besser. Verdient mehr. Rente Faktor 3-5 ! Medizin (Privat). Nein, für vieles ist es leider zu spät. Der AW-Kreis wird zu den abgehängten einmal zählen. Auch die SPD.FDP wusste es. Sorgte aber für den Aufschwung West.Nord Africa - Maroco -Syrien.Lybien. Damit ist in England jetzt Schluss !
Uwe Klasen:
So sollten Schüler und Studenten für die Zukunft sorgen, mit Erfindungen und guten Ideen das Land und die Menschheit voran bringen und nicht sich instrumentalisieren lassen zum sogenannten "Friday for Future"!
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
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