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Conrad Lunar und Martin Hahn erwarten Transparenz und schnelle Lösung

„SGD-Präsident zeigt bedenklichen Umgang mit Bürgersorgen“

„SGD-Präsident zeigt bedenklichen Umgang mit Bürgersorgen“

Conrad Lunar (l.) und Martin Hahn (r.). Foto: Archiv

13.09.2018 - 16:49

Neuwied. Die Petition von Conrad Lunar und Martin Hahn „Schluss mit dem Gestank im Distelfeld“ hat mittlerweile fast 1.100 Unterschriften erreicht. Die beiden Neuwieder haben sich an die Spitze der bürgerschaftlichen Bewegung gestellt, um die Gesundheit- und Lebensqualität massiv beeinträchtigenden Geruchsbelästigungen, die mutmaßlich durch das SUEZ-Kompostierwerks im Neuwieder Industriegebiet Distelfeld verursacht werden zu beenden.

„Der Präsident der SGD Nord, Dr. Ulrich Kleemann, hat unsere Unterschriftenaktion in Medieninterviews als Fleißarbeit ohne weitere Erfolgsaussichten bezeichnet“, zeigen sich Conrad Lunar und Martin Hahn verwundert und kritisieren: „Herr Dr. Kleemann beweist damit, dass er fernab der schutzwürdigen Interessen der Bürgerinnen und Bürger agiert, für deren Schutz seine Behörde eigentlich da sein sollte. Wenn man über tausend Unterschriften und die zahlreichen Bürgerbeschwerden mit einem Satz ignorieren möchte, zeugt das von Überheblichkeit und Ignoranz gegenüber den betroffenen Menschen in Neuwied und Umgebung und nährt den Verdacht, dass die wirtschaftlichen Interessen des Verursachers über die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen im Umfeld der Kompostanlage gestellt werden.“ Besonders erstaunt sind die beiden Petenten über die mangelnde Wertschätzung gegenüber eines basisdemokratischen Verfahrens: „Wenn die Grünen, und auf deren Ticket ist Herr Dr. Kleemann überhaupt zu seinem Präsidentenamt gekommen, sonst die Basisdemokratie wie eine Monstranz vor sich hertragen und diese dann von einem hochrangigen Grünen-Politiker kritisiert wird, entlarvt sich die Doppelmoral hinter dieser Geisteshaltung.“

Weiter habe der SGD-Präsident die Petitionsunterstützer aus dem Umkreis von Neuwied kritisiert. „Es wäre schön, wenn unser „Gestanksproblem“ vor Gemeindegrenzen Halt machen würde“, bemerkt Conrad Lunar und Martin Hahn ergänzt: „Bei unserer Bürgerversammlung kamen extra Betroffene aus Urmitz, die von der Geruchsbelästigung berichtet haben. Wäre Herr Dr. Kleemann unserer Einladung zur Bürgerversammlung gefolgt, hätte er dies persönlich erfahren können.“

Hahn und Lunar fordern die SGD Nord erneut dazu auf, ihre Messergebnisse sowie die seit Anfang 2017 durchgeführten Kontrollen transparent offenzulegen. „Wenn die Behörde nach eigenen Angaben alles richtig gemacht hat, gibt es ja nichts zu vertuschen und zu verschleiern“, sind sich Lunar und Hahn sicher. In den Medien, die hektisch in den letzten Wochen punktuell und halbherzig ergriffenen Kontroll-Maßnahmen der SGD Nord als lange zurückliegende Tätigkeiten zu verkaufen, verwundert die beiden Petitionsführer zwar, aber „Fakt ist, dass die Behörde erst nach den massiven Beschwerden der vergangenen Wochen Bewegung in die Sache gebracht hat.“ „Wenn die SGD Nord das Problem jetzt auf der Zeitachse verwalten möchte, weil die Messergebnisse zur Ermittlung des Verursachers einige Monate in Anspruch nehmen würden, werden wir dies nicht akzeptieren. Die erste offizielle Behördenaufforderung zu einer nachhaltigen Messung zur Beseitigung der Ursachen für die Emissionen wurde im Jahr 2017 vom damaligen Oberbürgermeister Nikolaus Roth angestoßen und liegt 18 Monate zurück. Wenn Herr Kleemann jetzt weitere Monate zur Bearbeitung einfordert, ist das ein Eingeständnis seiner bisherigen Untätigkeit,“ machen Hahn und Lunar klar, dass sie das durchsichtige Manöver der SGD die Menschen in Neuwied hinzuhalten und zu vertrösten, keinesfalls ohne entsprechende Einleitung weiterer Schritte hinnehmen werden. „Wir werden alle Optionen – auch juristische Schritte – prüfen und konsequent angehen, um dem verantwortungslosen und unserer Stadt massiv Schaden zufügenden Herausreden und Nichts-Tun der Kleemann-Behörde ein Ende zu setzen und das Gestanks-Problem für ganz viele Menschen in unserer Stadt zu lösen.“ Hahn und Lunar sind bereit, sich kurzfristig und ganz konkret gemeinsam mit allen Beteiligten an einen Tisch zu setzen und ganz konkret einen belastbaren Fahrplan zur Beendigung des Gestanks zu erarbeiten. „Wir jedenfalls sind bereit zu allen zielführenden Lösungsansätzen; ein weiteres Zeitschinden ist jedoch nicht akzeptabel.“

Gemeinsame Pressemeldung

von Conrad Lunar und Martin Hahn

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14.09.2018 14:18 Uhr
Uwe Klasen

Den Ausführungen von Herrn Mueller braucht man nichts mehr hinzufügen, Chapeau!



14.09.2018 02:05 Uhr
juergen mueller

Nicht nur das Beispiel DISTELFELD zeigt den ignoranten und verantwortungslosen politischen Umgang mit Bürgersorgen.Deren Fleißarbeiten ohne Erfolgsaussichten gibt und gab es zuhauf und daran wird sich auch nichts ändern.Schuld daran trägt nicht die Politik,die zu ihrer Negativhaltung steht,sondern das Erdulden dieser allgegenwärtigen Haltung durch die Bürgerschaft.Auf politischen Schmusekurs wird dann gegangen,wenn Wahlen anstehen und des Wählers Stimme benötigt wird,wofür jetzt bereits wieder die Werbetrommel gerührt wird.Denen ist nicht zu helfen,die einfach nicht begreifen wollen,dass die Politik von uns nur eines verlangt:"Arbeiten, das Maul halten, bei Wahlen das richtige Kreuzchen machen und seine Steuern bezahlen".



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Kommentare
Heinz Fleißner:
Herr Daum, der von mir zitierte offene Brief der Thermen-Belegschaft ist im Fitness-Studio an der Info-Tafel einzusehen. Wie der Brief zustande gekommen ist? Ich glaube es ist eine Charakter-Eigenschaft ob ich für etwas oder gegen etwas bin! Und selbstverständlich wird bei einer Sanierung auch immer der Mitarbeiter-Bestand reduziert. Unter einbeziehen von Sozialplan oder Betriebsrat .Davon gehe ich aus. Aber was soll das ganze? Diese ganze Angelegenheit sollte intern geklärt und nicht in der Öffentlichkeit durch den Dreck gezogen werden. Das hat die Therme von Bad Breisig nicht verdient. MfG Heinz Fleißner
Michael Daum:
Herr Fleißner, leider kenne ich den von Ihnen zitierten offenen Brief nicht, aber wenn dort 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Solidarität mit der Geschäftsführung bekunden, müsste man für ein Urteil hierüber zunächst einmal wissen, unter welchen Umständen der Brief zustande gekommen ist. Wenn, wie in der Presse geschrieben, in der letzten Zeit rund 30 Personen die Therme mehr oder weniger freiwillig verlassen haben, relativiert sich die Anzahl von 20 "treuen" MA deutlich. Die ganzen Querelen um die Therme zeigen deutlich, dass da nicht nur bei den Finanzen einiges schief läuft. Und es ist auch ein Zeichen dafür, dass große Teile der steuerzahlenden Bürger der Stadt mit dem weiteren Betrieb der Therme nicht einverstanden sind. Aber die will die Ortspolitik ja nicht hören. Nicht umsonst scheuen alle Parteien einen Bürgerentscheid zu den Thermen wie der Teufel das Weihwasser. Städte wie Bonn haben erkannt, dass man sich auf Dauer nicht gegen seine Bürger stellen kann.
Heinz Fleißner:
Es gibt einen offenen Brief von der Belegschaft Römer Therme Bad Breisig, dass es kein Mobbing von Seiten der Geschäftsleitung gegeben hat. Die mehr als 20 Belegschaftsmitglieder arbeiten alle gerne unter der Geschäftsführerin Tanja Faßbender und tragen ihren eingeleiteten Kurs mit. So heißt es in dem Schreiben. Nun frage ich mich: Wie kann so eine Negativ-Beurteilung in letzter Zeit über die Römer Therme Bad Breisig jemals wieder gut gemacht werden. MfG Heinz Fleißner

Wie ein nachhaltiges Deutschland aussehen könnte

Uwe Klasen:
Trotz eines sehr schönen Sommer, lieferten die sogenannten "Erneuerbaren Energien" nur relativ wenig an Strom. Die "verteufelten" Kohle- und Kernkraftwerke sorgten stattdessen für eine gesicherte Stromversorgung! Quelle: https://www.agora-energiewende.de/service/aktuelle-stromdatenagorameter/chart/power_generation/14.01.2018/14.09.2018/ ----- Leider werden, auch offensichtlich objektive, Daten und Fakten, dahingehend vollkommen Ignoriert, Hauptsache der Ideologie wurde genüge getan!
juergen mueller:
Der HAMBACHER FORST zeigt doch deutich auf,was die Politik unter rechtsstaatlichen Prinzipien versteht - nämlich NICHTS,vor allem dann nicht,wenn es um die Interessen u.wirtschaftlichen Belange großer Konzerne geht.RWE hat sich mit Billigung der Politik bis dato geweigert,einen Beitrag zum Einhalten der Klimaschutzziele zu leisten.Noch 2012 weihte RWE 2 neue Blöcke am Braunkohlekraftwerk Neurath ein.PETER ALTMAIER,damaliger UMWELTMINISTER feierte dies als gelungenen Beitrag zur Energiewende.Verlogener geht`s nicht.Ein einziger Baum deckt den Tagesbedarf an SAUERSTOFF von 10 Menschen,sie versorgen uns mit Trinkwasser u.produzieren Rohstoffe."Ein Hektar" Wald gibt jährlich bis zu 30 Tonnen Sauerstoff,entzieht der Athmosphäre jedes Jahr rund 13 Tonnen CO2.Wälder verdunsten Wasser u.kühlen unser Klima ab.Diese gigantische Waldpumpe führt der Athmosphäre 70% des Niederschlags wieder zu.Wälder prägen unsere Erde wie kein anderer Lebensraum.Wie wichtig demgegenüber sind verlogene POLITIKER?
juergen mueller:
Ja,das sind sie ... Umwelt/Klima/Natur- u.Tierschutz ... sensible Themen.Und gerade hier reicht es aus,mit dem Finger NUR auf die POLITIK zu zeigen.Den "Einzelnen" aufzufordern,auf Plastiktüten zu verzichten,mit dem Rad zu fahren,auf sein Wurstbrötchen oder Schnitzel zu verzichten,während die Politik sich einen Scheißdreck darum schert,ist schon dreist.Internationale Konzerne zahlen KEINE Steuern,schädigen die UMWELT,verstoßen gegen Menschenrechte u.diktieren der POLITIK die Gesetzesvorlagen.Politik u.Umwelt/Naturschutz? BEISPIEL "Mainzer Sand (Ausbau der A643) u.Hambacher Forst (Braunkohleabbau)",beides ausgewiesene Naturschutzgebiete,was die Politik nicht im geringsten daran hindert,ihre Pläne durchzuziehen.Die größten Umweltprobleme sind politischer Egoismus,Gier u.Gleichgültigkeit.Da fährt eine Grünen-Spitzenpolitikerin mit Vornamen KATRIN mit einem "Sechszylinder DIESEL" auf UMWELTTOUR.Geht`s noch?Ich werde weiterhin mein Wurstbrötchen u.Schnitzel essen - wie die Politik ebenso.
Uwe Klasen:
Bitte nicht Vergessen: Bekämpfung des Linkspopulismus ist und bleibt aktuelle Aufgabe! Wie machen wir die Demokratie in Zeiten des Linkspopulismus stark?
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