Politik | 27.03.2019

UWG Wachtberg zum Standort der geplanten Leichtathletikanlage

Sportabzeichen statt Abitur

Entscheidung mit Weitblick?

Wachtberg. Keine Frage: In Wachtberg fehlt eine Leichtathletikanlage.

Der kürzlich von der Gemeindeverwaltung im Ausschuss „Bildung, Generationen, Sport, Soziales und Kultur“ vorgestellte Plan findet deshalb auch die grundsätzliche Zustimmung der UWG.

Die Multifunktionsanlage bietet den Schulen und Vereinen eine Vielzahl von individuellen Trainingsmöglichkeiten und würde das Sportangebot in Wachtberg stark erweitern.

Obwohl diese Anlage sicherlich eine wunderbare Ergänzung der vorhandenen Sportangebote wäre, hat sich die UWG dennoch gegen diesen Vorschlag entschieden, da der Bau dieser Sportanlage auf dem Außengelände der Hans-Dietrich-Genscher-Schule erfolgen soll.

Auf Initiative der UWG ist im Januar des letzten Jahres eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden, die sich mit dem Thema „Schulentwicklung“ beschäftigt. Ziel dieser Initiative ist, den Schulstandort in Wachtberg zu erhalten und die Schulform der heutigen HDG-Hauptschule dahingehend weiterzuentwickeln, dass Schülerinnen und Schüler eines Tages auch die allgemeine Hochschulreife in Wachtberg erreichen können.

Mit einer solchen Umstrukturierung der HDG-Hauptschule wären vermutlich auch bauliche Veränderungen bzw. Erweiterungen in unmittelbarer Schulnähe auf dem Teil des Außengeländes verbunden, das nun als möglicher Standort für die Leichtathletikanlage vorgeschlagen worden ist. Solange jedoch die Ergebnisse der Arbeitsgruppe noch nicht vorliegen und daraus resultierend eine politische Entscheidung über das zukünftige Schulangebot in Wachtberg getroffen ist, möchte die UWG die Fläche am Schulzentrum erhalten und nicht durch andere Baumaßnahmen blockieren.

Auf einem Teil des für den Bau der Leichtathletikanlage favorisierten Standorts befindet sich zurzeit eine Beachvolleyballanlage, die von dem SV Wachtberg seit einigen Jahren gepachtet ist und seinerzeit unter großem ehrenamtlichem Engagement der Mitglieder in Eigenleistung errichtet wurde.

Der SV Wachtberg wurde bisher nicht in die Planung der Leichtathletikanlage einbezogen und fürchtet nun, dass der Pachtvertrag nicht verlängert wird. Die UWG hat kein Verständnis dafür, dass die Interessen des SV Wachtberg derart ignoriert werden.

Dazu die UWG-Vorsitzende Doris Arenz: „Wir unterstützen grundsätzlich den Bau einer Leichtathletikanlage, aber nicht an diesem Ort. Im Übrigen ist noch völlig ungeklärt, ob der für die geplante Anlage zusätzlich benötigte Grundstückskauf zustande kommt.

Auch wenn die Baukosten in den Haushaltsplan 2019/2020

eingestellt sind, bleibt eine Antwort auf die Frage nach den Pflegekosten, die zwangsläufig und dauerhaft anfallen, unbeantwortet.“ Pressemitteilung

Unabhängige Wählergemeinschaft Wachtberg

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Kommentare
27.03.201923:59 Uhr
Joachim Manuel lengrüsser

Der SV Wachtberg war genau wie der der Verein Leichtathletik Wachtberg in die Planung mit einbezogen. Bei der fälschlich als reine Leichtathletikanlage bezeichnete geplante Sportstätte handelt es sich um eine Multifunktionssportstätte zur Nutzung für viele Sportarten. Es handelt sich nicht wie alle anderen ehemals öffentlichen Wachtberger Sportplätze, die nach wie vor zum großen Teil vom Steuerzahler finanziert werden, um eine Vereinsanlage nur für den Fußball, sondern um eine Schulsportstätte welche nach Schulende von Vereinen mit genutzt werden kann. Eine solche Anlage ist nach Vorgabe des Ministeriums für Bildung zwingend vorgeschrieben, zumal alle anderen ehemals öffentlichen Sportplätze in Wachtberg quasi privatisiert wurden. Wachtberg ist die einzige Gemeinde in der ganzen Umgebung, die für den Schulsport nicht über eine derartige Sportstätte verfügt. Einige Topspielerinnen des SV Wachtberg haben genau die leichtathletische Grundausbildung gehabt, die nun verhindert werden soll.

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