Susanne Müller, SPD
Thema Digitalisierung: Wie kann die Digitalisierung endlich gelingen und das möglichst schnell?
Eine nachhaltige Digitalisierung kann nur dann gelingen, wenn Menschen darauf trauen und erfahren können, dass sich ihr Leben durch die Digitalisierung verbessern kann und diese der Gesellschaft dient.
Es geht nicht um Digitalisierung um jeden Preis, sondern in Schule/ Unternehmen/ Verwaltung etc. zu schauen: „Was können wir damit nachhaltig besser machen? Worin nützt uns Digitalisierung?“. Organisation und Prozesse können damit neu ausgerichtet und optimiert sowie mobil werden. Diese Digitalisierungsstrategien sollten idealerweise regional abgestimmt sein.
Auf technischer Seite gilt es die Transformation des Breitbandausbaus hin zur Glasfaser zu fördern und dabei auch den ländlichen Raum mitzudenken und hier Lösungen zu finden. Ausschreibungsverfahren für den Netzausbau müssen vereinfacht werden.
Die Schulen benötigen einen nachhaltigen IT-Support sowie die weiterführende Qualifizierung von Lehrpersonal, um mit der Weiterentwicklung der Digitalisierung Schritt zu halten.
Thema Infrastruktur: Die Straßen im Land sind in einem schlechten Zustand. Wie kann die Infrastruktur verbessert werden?
Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral werden. Die moderne Verkehrswelt soll dazu beitragen und muss erschwinglich, zugänglich, nachhaltig und komfortabel sein.
Wartung und Erhalt der Verkehrswege brauchen ausreichende Finanzmittel. Dabei geht es nicht nur um Beton und Asphalt. Zukunftsfähige Verkehrswege brauchen mehr, z.B. elektronische Leitsysteme u.a. für autonomes Fahren oder ausreichende Ladestationen für E-Autos/Wasserstoff.
Alternativen zum Auto wie Bahnen/Busse müssen ausgebaut und gefördert, Tarifstrukturen vereinheitlicht werden. Im ländlichen Raum benötigen wir einen Ausbau von mobilen Angeboten, wie z. B. Bürgerbusse oder Seniorentaxis. Bisher konkurrierende Verkehrssysteme können durch digitale Angebote miteinander verzahnt werden. Dies kann Straßen schonen und Personenbeförderung umlenken. Auch aus ökologischer Sicht müssen Angebote wie Car- und Bike-Sharing in bestehende Konzepte integriert werden. Vorhandene Radwege könnten sicherer gemacht und ausgebaut werden.
Thema Medizinische Versorgung: Wie kann die medizinische Versorgung auch zukünftig sicher gestellt werden?
Wir benötigen eine wohnortnahe und flächendeckende Grund- und Notfallversorgung mit dem Zugang zu spitzenmedizinischen Leistungen. Auf dem Land kann das gelingen, wenn wir zukünftig ambulante und stationäre Dienstleister in der Region vernetzen. Auch regionale Konzepte wie Gesundheitszentren mit kooperierenden Ärzten/Arztinnen und Pflegekräften können unterstützen. Weiterhin sollte die Landarztinitiative und das Erfolgsmodell der Gemeindeschwester Plus fortgesetzt werden.
Auch die Möglichkeiten der Digitalisierung können Pflegekräfte und Ärzte entlasten (z.B. „Telemedizinische Assistenz“). Auch wenn dies nicht die persönliche Zuwendung in der Pflege ersetzen wird.
Um die stark wachsende Zahl der Pflegebedürftigen in Zukunft gut zu versorgen, müssen wir die Arbeitsbedingungen und die Löhne in der Pflege verbessern. Dazu gehören ein umfangreiches Qualifizierungsangebot, eine Verbesserung des Personalschlüssels sowie übergreifend ein Flächentarif Pflege.
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