Jugendhilfeausschuss des Kreises informierte sich
Unterstützung für junge Menschen mit Migrationshintergrund bei der Berufssuche
„Projekt Ü 18“ ist aus Sicht von Landrat Dr. Pföhler sehr erfolgreich -Vier Module und ein Praktikum
Kreis Ahrweiler. „Aus unserer Sicht sehr erfolgreich“, so Landrat Dr. Jürgen Pföhler (CDU), läuft das „Projekt Ü 18“ des Kreissozialamts. Fachbereichsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers stellte die Ergebnisse bei der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses vor. Bei dem Projekt geht es um berufsvorbereitende und berufsintegrierende Maßnahmen für junge Erwachsene mit Migrationserfahrung.
Die „Arbeitsgemeinschaft Migration“, die unter der Federführung der Kreisverwaltung seit Spätherbst 2015 besteht, habe im vergangenen Jahr über Möglichkeiten berufsvorbereitender und berufsintegrierender Vorhaben diskutiert und dabei das „Projekt Ü 18“ entwickelt, so Hornbach-Beckers. Im Fokus stünden dabei junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren mit Flucht- oder Migrationserfahrung, deren Schulpflicht abgeschlossen sei und die aufgrund ihres Migrationshintergrundes und sprachlicher Defizite besonderen Unterstützungsbedarf bei der Berufsvorbereitung und der Ausbildungsplatzsuche hätten.
Die Überleitung in ein reguläres betriebliches Ausbildungsverhältnis oder aber alternativ in eine Einstiegsqualifizierung werde angestrebt.
Keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten
Das Angebot, das sich nicht als Konkurrenz zu bereits bestehenden Angeboten verstehe, sondern diese ergänzen wolle, setze sich aus vier Bausteinen zusammen. Es gebe eine Sprachförderung durch die Deutsche Angestellten Akademie mit einem B2-Sprachkurs von insgesamt 400 Stunden. Ein fachpraktischer, berufsbezogener Unterricht durch Lehrkräfte der Berufsbildenden Schule umfasse einen Nachmittag pro Woche.
Die sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer durch die Deutsche Angestellten Akademie diene der Berufsorientierung, ebenso das Ausbildungscoaching durch die Agentur für Arbeit, um die Suche nach einem Ausbildungsplatz nach Projektende zu fördern.
Schließlich werde nach der Unterrichtsphase ein zwei- bis vier-wöchiges Praktikum absolviert, das vom Jobcenter oder aber der Agentur für Arbeit als „Maßnahme bei einem Arbeitgeber“ unterstützt werden könne.
Im März sei das Projekt mit 16 jungen Menschen gestartet, die sich im Vorfeld verpflichtet hätten, aktiv mitzuwirken und alle vier Module zu nutzen. Sie alle stammen aus Syrien und seien bis auf einen älter als 20 Jahre.
„Erste Erfahrungswerte zeigen, dass der Sprachförderunterricht insgesamt gut angenommen wird, jedoch sind beim fachpraktischen Unterricht häufig Fehlzeiten zu verzeichnen“, so Hornbach-Beckers. Deshalb würden vonseiten des Jobcenters und der Agentur für Arbeit derzeit diesbezüglich Gespräche mit den Teilnehmern geführt.
Über Sanktionen nachdenken
Auch Michael Schneider (CDU) begrüßte das Projekt, denn es unterstütze eine möglichst tiefe und breite Integration von jungen Menschen im Kreis Ahrweiler.
Günter Bach (SPD) bemängelte allerdings die vielen Fehlzeiten. Einigen jungen Flüchtlingen fehle es wohl an den notwendigen Sekundärtugenden, die für ein Arbeitsleben unabdingbar seien. „Wir dürfen nicht nur fördern, sondern müssen auch mal fordern und über Sanktionen nachdenken“, riet er. JOST
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