Leserbrief zum Beitrag „Extreme Verkehrssituation in der Pellenzstraße erhitzt die Gemüter“, Blick aktuell, Nr. 18
Verkehrsplaner in Mendig überfordert, oder nur hausgemachtes Problem?
Die Überlastung der Pellenzstraße ist unbestritten, doch was wurde bisher dagegen getan? Der Vorschlag, „die Pellenzstraße so unattraktiv wie möglich zu gestalten“, wurde bereits in der Heidenstockstraße realisiert. Die Einschätzung: „Hier wurde ein geordneter Begegnungsverkehr geschaffen, indem man kleinere Parkflächen und Grünflächen so angeordnet hat, dass der Verkehr in beiden Richtungen geordnet fließen kann“. Dem ist klar zu wiedersprechen. Hier wurde die Straße so unattraktiv gemacht, dass häufig 2 Lkw nicht aneinander vorbeikommen und nur ein vorausschauendes Fahren verhindert, dass einer rückwärts fahren muss. Die Grünflächen auf den Straßen sind kein Allheilmittel (wie ich bereits in einem früheren Leserbrief beanstandet habe) zumal, wenn sie der Straßenverkehrsordnung widersprechen, und erhöhen nur die Anzahl der Flächen, die von den städtischen Arbeitern (trotz deren hohem Engagement zur Verbesserung des Stadtbildes) nicht mehr regelmäßig gepflegt werden können. Außerdem belasten sie den Steuerzahler durch Errichtung und Pflege. Die so errichteten Verkehrsbehinderungen haben dazu geführt, dass nun viele Fahrer in die Pellenzstraße ausweichen.
Mit Geldern des Steuerzahlers wurde wiederum untersucht, wie das hausgemachte Problem beseitigt werden kann. Ich wehre mich klar dagegen, dass nun wiederum mit Steuergeldern das Problem in andere Straßen verlagert wird. Andererseits haben wir bereits Einbahnstraßen genug, die das Problem verschärfen und es einem Ortsunkundigen fast unmöglich machen, sich in Mendig zurechtzufinden. Im Industriegebiet wurde bereits eine Umgehungsstraße gebaut, welche verstärkt für eine Entlastung genutzt werden sollte.
Die Sperrung der Innenstadt für Fahrzeuge, die von oder zur Autobahn fahren, sollte ebenfalls forciert werden.
Ich hoffe, es werden Lösungen gefunden und realisiert, die auch den Bedürfnissen der motorisierten Fahrer in Mendig gerecht werden.
Ulrich Eckhard, Mendige!
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