Politik | 10.05.2019

DRK Ortsverein Bad Breisig

Vom Rettungsschwimmen bis zum Schulschwimmen

Bad Breisig. 2015 hatte das DRK in Bad Breisig anlässlich des Brunnenfestes die Rettungsstaffel aus Römerberg mit einer Rettungsübung auf dem Rhein zu Gast. Es war die Initialzündung, auch in Bad Breisig eine Wasserwacht aufzubauen. Noch im selben Jahr ließen sich sieben junge Leute zu Rettungsschwimmern ausbilden. Drei über 18 Jahre alte junge Leute ließen sich 2016 als Schwimmlehrer und fünf Jugendliche zu Ausbildungshelfern ausbilden. Die Wasserwacht des DRK in Bad Breisig hat ihre Dienste den Römerthermen angeboten und 2017 den ersten Schwimmunterricht durchgeführt.

Die Schwimmausbildung ist wie der Erste Hilfe- Ausbildung ein Teil der Grundausbildung. In Bad Breisig gab es jahrelang keinen Schwimmunterricht aber noch ein Bad, wo Unterricht stattfinden kann. Mit der Tatsache, dass jährlich Hunderte Schwimmbäder aus Rentabilitätsgründen geschlossen werden hat sich K-H Bernardy persönlich, nicht als Vorsitzender des DRK und SPD –Mitglied, mit folgenden Worten an Ministerpräsidentin Malu Dreier gewandt: „Die Landespolitik fordert, dass unsere Kinder schwimmen lernen und am Schwimmunterricht teilnehmen. Wie sollen zukünftige Generationen schwimmen lernen, wenn die Eltern, die heute Kinder sind, es nicht gelernt haben und nicht im Stande sind, ihren Kindern zu helfen? Ich habe den Eindruck, dass die Politik, die berechtigten Forderungen nicht ernsthaft einfordert und Mängel behebt. Was passiert seitens der Schulen im Land? Keine Bemühungen Lehrkräfte/Schwimmlehrer zu konsultieren, Fahrbereitschaften zu organisieren und Finanzierungspläne zu erstellen. Ich bitte, dies jetzt nicht als Beschwerde zu betrachten, sondern als ein Ereignis, das vielerorts passiert. Was kann das Land und was kann die soziale Gemeinschaft tun? Die Verbandsgemeinden und Städte, die ein Schwimmbad unterhalten, in dem Schwimmunterricht für Schulkinder stattfindet, müssen finanziell in der Renovierung und Unterhaltung unterstützt werden. Das sollte finanziell möglich sein.

Im Gegenzug verpflichten sich die Städte und Verbandsgemeinden bzw. deren Schulleiter, ihren Schulkindern die Teilnahme am Schulschwimmen und das Erreichen eines Schwimmabzeichens mit der Stellung von Aufsichtspersonen zu ermöglichen. Personell können Hilfsorganisationen wie DRK Wasserwacht und DLRG die als Rettungsschwimmer und Schwimmlehrer ausgebildeten Personen zur Verfügung stellen“.

Mit dieser Argumentation hatte Bernardy scheinbar offene Türen eingerannt, sodass im Herbst mit den Referenten der Ministerpräsidentin, der ADD für die Schulaufsicht, der der Bürgermeisterin und Beisitzern der Stadt und VG, dem DRK Bad Breisig/Kreisverband, der Leitung der Römerthermen und den Schulleitungen der Grundschulen Gespräche geführt, um das Schulschwimmen in den Römerthermen anbieten zu können. Mit den Beteiligten konnten in mehreren Sitzungen die technischen, logistischen und personellen Voraussetzungen geklärt werden. Anfang des Jahres konnte man dann feststellen, dass nach den Sommerferien das Pilotprojekt Schulschwimmen mit je einer Klasse der Grundschulen Bad Breisig und Brohl, einem Schwimmlehrer der Wasserwacht des DRK Bad Breisig sowie Aufsichtspersonen der Schulen an jedem Montag begonnen werden kann. Im Frühjahr 2020 bildet die Wasserwacht des DRK weitere Schwimmlehrer aus, die hauptamtlich in den Römerthermen arbeiten. Neben dem Schulschwimmen werden auch andere Vereinigungen und die Römerthermen an den Montagen ihre Kurse wie Babyschwimmen, Bewegungsbäder, Schwimmunterricht für Behinderte und adipositas Kranke und Schwimmkurse für Erwachsene, durchführen. An den anderen Tagen steht das Bad für alle Besucher offen. Es kann nicht jeder seinen vermeintlichen Vorteile durchsetzen. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme sollte doch jeder zu seinem Recht in den Römerthermen kommen.

Pressemitteilung

DRK Bad Breisig

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