Politik | 10.12.2019

Sandra Weeser (FDP), MdB zum Fahrplanwechsel der DB Regio

„Wegfall der Haltestellen ist eine nicht hinnehmbare Zumutung“

Erpel/Leutesdorf. Der am 15. Dezember 2019 in Kraft tretende Winterfahrplan der DB Regio verursacht enorme Nachteile für Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Neuwied und dem Rhein-Sieg-Kreis. Der darin vorgesehene Tausch der Linien RE 8 und RB 27 bedeutet, dass der RE 8 ab Mitte Dezember über den Laufweg Koblenz-Lützel und Porz und die RB 27 über den Laufweg Vallendar und Köln/Bonn Flughafen verkehrt. „Besonders der Wegfall der Haltestellen des RE 8 in Leutesdorf, Leubsdorf und Erpel ist für Schülerinnen und Schüler sowie Arbeitnehmer eine nicht hinnehmbare Zumutung“, kritisiert die Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied Sandra Weeser. Ohne Haltepunkte in Leubsdorf und Erpel zur vollen Stunde, können Kinder, die das Gymnasium Nonnenwerth besuchen, dass Fährboot auf die Insel Nonnenwerth und somit den Unterricht nicht mehr erreichen (das letzte Fährboot fährt um 7.35 Uhr ab). Schülerinnen und Schüler des Siebengebirgsgymnasiums in Bad Honnef können durch die zukünftige Abfahrt in Erpel um 7.26 Uhr den Schulbus am Bahnhof Bad Honnef nicht mehr erreichen. Das gleiche gilt für Schülerinnen und Schüler der CJD Königswinter. Hier müssten die Kinder bereits um 6.26 Uhr fahren, um sicher pünktlich in der Schule anzukommen. „Wir reden immer über Chancengleichheit - dass das auch den Zugang zu Infrastruktur einschließt, scheint den Entscheidern bei der DB Regio nicht bewusst zu sein. Als FDP setzen wir uns für bessere Bildung für alle, nun auch bei den Bahngesellschaften. Meine Kollegin Nicole Westig (FDP, Rhein-Sieg-Kreis II) und ich haben bereits die Wiedereinsetzung der Halte gefordert.“.

Auch für Berufspendler ist der Entfall des Haltepunktes Erpel zur vollen Stunde gravierend. Sie kön nen Arbeitsstellen im Raum Köln/Bonn nun nicht mehr pünktlich zu Arbeitsbeginn erreichen. „In Anbetracht der Klimadebatte ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar“, so die Abgeordnete. „Aufgrund des Fahrplanwechsels werden viele Pendlerinnen und Pendler auf den privaten PKW umsteigen müssen. Auch hier zeigt die DB Regio, dass sie unsere zukünftigen Generationen nicht im Blick hat“, stellt Sandra Weeser fest. Sie resümiert: „Ländliche Regionen müssen mit dem Nahverkehr angemessen erreichbar bleiben. Der öffentliche Nahverkehr ist nicht nur ein wichtiger Faktor für den Umweltschutz, er ist auch ein Bindeglied zu städtischen Ballungsgebieten und deren Arbeits-, Freizeit- und Bildungsangeboten für die von Strukturwandel und Bevölkerungsrückgängen betroffen Regionen.“

Pressemitteilung

Sandra Weeser (FDP), MdB

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